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Wesensmerkmale des Wortes und speziell des deutschen Wortes

 

Als Zeichen hat das Wort zwei Modifikationen: als potentielles/virtuelles Zeichen im Sprachsystem und als aktuelles/gegliedertes Zeichen in der Rede (im Text) (W.Schmidt).

Als Zeichen hat das Wort eine Bedeutung (d.h. es bedeutet etwas). Als Bedeutungsträger ist das Wort mit anderen Wörtern verbunden, es gehört zu einer (lexisch-semantischen) Wortklasse und hat entsprechende Formen und Kategorien (grammatische Eigenschaften). Das bestimmt das weitere Funktionieren des Wortes in der Rede.

 

Als Einheit der Sprache ist es: lautlich-inhaltlich strukturiert (besteht aus Fonemen und Morphemen), organisiert im Sprachsystem (ist Vertreter einer Wortklasse mit einer kategoriellen Grundbedeutung, auf Grund seiner Bedeutung ein Bestandteil eines lexikalisch-semantischen Paradigmas).

 

Als Einheit der Rede ist das Wort: artikuliert (textkonstituierend), isoliert, als Miniäußerung eines Sprechers, kombiniert als Glied eines Syntagmas, eines Satzes/Textes; mit Aktualisierung seiner Bedeutung ist das Wort ein Symbol für etwas sachlich Gemeintes und ist Information für eine angesprochene Person.

 

Aus fonetischer Sicht hat das dt. Wort die dynamische Betonung. Das deutsche Wort hat eine morphologisch gebundene Betonung. Die Hauptbetonung fällt auf die erste Silbe (Sache, meister, einst, klein). Abgeleitete und zusammengesetzte Wörter haben eine Haupt- und Nebenbetonung (Waschmaschine). Die Konsonanten werden im Wort- und Silbenauslaut stimmlos ausgesprochen (Tag, Abkommen). Im Wort- und Silbenanlaut bekommen deutsche Vokale den festen Einsatz (Eis, bearbeiten). In unbetonnten Silben werden die langen Vokale quantitativ reduziert (Leben - lebendig).

 

Das deutsche Wort besteht aus Morphemen. Es gibt: lexikalische Morpheme (Wurzel- und Wortbildungsaffixe): sie sind sinntragend; grammatische Morpheme (grammatische Suffixe und Flexionen): sie dienen zum Ausdruck der grammatischen Kategorien.

Die Wurzel oder die Wurzel mit dem Wortbildungsaffix bildet den lexikalischen Stamm. Der Stamm ist ein Teil des Wortes ohne grammatische Morpheme und Flexionen. Den Kern der lexikalischen Bedeutung bildet das Wurzelmorphem. Wortbildende Morpheme modifizieren die Bedeutung der Wurzel (hören - sich verhören, Produktion - Überproduktion).

 

Das Wort ist motiviert. Die Motivation ist eine allgemeine Charakteristik des Bezeichneten (Laternengarage –ugs. Parkplatz auf der Straße; Maiglöckchen). Das Wesen der Motivation ist die Bezeichnung der Gegenstände nach bestimmten Merkmalen (Zigarette – Affenflöte, Friedhofsblüte). Es gibt einige Arten der Motivation.

 

In der Rede variiert das Wort fonetisch (das Kaffe- Kafee), morphologisch (wendete sich – wandte sich), stilistisch (Jungen – Jungs).

Das Wort hat Valenz, die Fähigkeit des Wortes auf Grund seiner Bedeutung andere Wörteran sich zu binden .

 

Zusammenfassung: das Wort ist eine sehr komplizierte Erscheinung, die aus einigen Aspekten erforscht wird.



 

Fragen zur Selbstkontrolle:

 

1. alle Fachwörter lernen

2. das Wort als Grundeinheit der Sprache. Funktionen.

3. Wortdefinition

4. Wesensmerkmale des dt. Wortes

5. Der morphologische Bau des Wortes

6. Wortmotivation, die innere Form, das Etymon. .

 

 


Date: 2015-12-17; view: 1152


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