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Die Relativpronomen der, die, das

Die Relativpronomen der, die, das (selten: wel­cher, welche, welches) haben als Bezugswort im übergeordneten Satz ein Substantiv (1) (3) (5), ein auf Personen bezogenes Demonstrativ- oder Indefinitpronomen (z.B. alle, derjenige, einer, ei­nige, jeder, jemand, keiner, manche, niemand, viele) (2) oder ein Personalpronomen (4). Das Relativpronomen richet sich in Numerus und Genus nach dem Bezugswort (1)-(5). Der Kasus des Relativpronomens dagegen hängt vom Verb des Relativsatzes ab (1) (2) bzw. von der Präposition, die vor dem Relativpronomen steht (3).

Die Relativpronomen dessen/deren stehen im Relativsatz für ein Genitivattribut bzw. Possessiv­pronomen. Das Verb des Relativsatzes hat kei­nen Einfluß auf dessen/deren, es bestimmt aber den Kasus des zu dessen/deren gehörenden Substantivs. Beim Substantiv stehende Adjekti­ve werden wie Adjektive ohne Artikel dekliniert. Zwischen dessen/deren und dem dazugehöri­gen Substantiv darf kein Artikel stehen (4) (5). Wenn das Bezugswort ein Personalpronomen in der 1. oder 2. Person Singular/Plural oder in der 3. Person Plural als Anredeform gebraucht wird, wird dieses im Relativsatz wiederholt: Ich, die ich Heines Werk gut kenne, schätze diesen Schrift­steller sehr.

Relativsätze stehen dicht hinter dem Bezugs­wort. Sie können nachgestellt (1) oder in einen Satz eingeschoben werden (2)-(5).

 

Beispiele:

(1) Haben Sie schon mal von Heinrich Hei­ne gehört, der einer der größten deutschsprachigen Schriftsteller ist? (= Haben Sie schon mal von Heinrich Heine gehört? Er ist einer der größten deutschsprachigen Schriftsteller.)

(2) Nicht jeder, den man in Deutschland nach Heine fragt, kennt diesen Schrift­steller.

(3) Die satirischen Gedichte Heines, mit denen ich mich intensiv beschäftigt ha­be, werden häufig zitiert. (= Die satirischen Gedichte Heines wer­den häufig zitiert. Ich habe mich inten­siv mit ihnen beschäftigt.)

(4) Er, dessen politische Ansichten den Re­gierungen missfielen, bekam Schreibver­bot.(= Er bekam Schreibverbot. Seine politi­schen Ansichten mißfielen den Regie­renden.)

(5) Mit diesem Schriftsteller, von dessen wechselvollem Leben wir viel wissen, haben sich schon viele Biographen be­fasst.

(= Mit diesem Schriftsteller haben sich schon viele Biographen befasst. Wir wis­sen viel von dem wechselvollen Leben Heines / von seinem wechselvollen Le­ben.)

 

  Sing. mask. Fem. Neut. Plural
Nom. Akk. Dat. Gen.   der den dem dessen   die die der deren   das das dem dessen die die denen deren  

 

ÜBUNGEN

1. Gibt es Filme, ...?

a) (mehr Publikumresonanz wünschen)

b) (allen anderen Filmen vorziehen)

c) (ihren Drehbuch bewundern)

d) (sich gut erinnern an)

e) (beeindruckt sein von)

f) (besonders interessant finden)

g) (besonders schätzen)



h) (den Nobelpreis geben/Konj.II)

i) (nichts halten von)

j) (wichtige Einsichten zu verdanken haben)

 

2 Bilden Sie Relativsätze.

Kennen Sie diese Schriftsteller?

1. Kennen Sie Heinrich von Kleist? (Ihm war das Leben eine große Last.)

2. Kennen Sie Hugo von Hofmannsthal? (Seine Sprache grenzt an Sprachmagie.)

3. Kennen Sie Thomas Mann? (Sein Bruder Heinrich war ebenfalls ein großer Schriftsteller.)

4. Kennen Sie Gottfried Keller? (Ihn interessierte die soziale Wirklichkeit seiner Zeit.)

5. Kennen Sie Annette von Droste-Hülshoff? (Sie hinterließ der Nachwelt schöne Naturgedichte.)

6. Kennen Sie Joseph von Eichendorff? (Seine bekanntesten Gedichte werden heute als Volkslieder gesungen.)

7. Kennen Sie Arthur Schnitzler? (Ihn faszinierte die Wiener Gesellschaft der Jahrhundertwende.)

8. Kennen Sie Schiller? (Aus seinen Dramen wird heute in Deutschland am häufigsten zitiert.)

9. Kennen Sie Stefan Zweig? (Die Nationalsozialisten trieben ihn ins Exil und in den Selbstmord.)

10. Kennen Sie Bertolt Brecht? (Ihm gelangen im Exil die besten Dramen.)

3. Kennen Sie E.T.A. Hoffmann? (In seinem literarischen Werk verschwimmen die Grenzen zwischen

4. Phantasie und Realität.)

5. Kennen Sie Eise Lasker-Schüler? (Von ihren wunderschönen Liebesgedichten wer­den die Leser verzaubert.)

13. Kennen Sie Günter Grass? (Seine Kindheitserlebnisse fließen sehr stark in sein literarisches Werk ein.)

14. Kennen Sie Jean Paul? (Sein Humor und seine groteske Phantasie machen ihn zu einem der größten deutschsprachigen Dichter.)

15. Kennen Sie Goethe? (Von seinem Jugendroman „Die Leiden des jungen

Werther“ war Napoleon begeistert.)

 

II. Das Relativpronomen wer (wen, wem, wessen)

Das Relativpronomen wer ist genusneutral und hat keine Pluralformen. Relativsätze mit wer leiten sich von Relativsätzen her, die als Bezugswort ein auf Personen bezogenes Demonstrativ- oder Indefinitprono­men haben (z.B. derjenige / jeder / jemand / ei­ner, der®wer). Das Relativpronomen wer hat verallgemeinernden Charakter und kommt da­her oft in Sprichwörtern vor: Wer ändern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Der nachgestellte Hauptsatz wird durch das De­monstrativpronomen der eingeleitet, das entfal­len kann, wenn Relativpronomen und Demon­strativpronomen im gleichen Kasus stehen (Wer ein Buch schreiben will, (der) braucht Zeit und Ausdauer. (= Jemand will ein Buch schreiben. Er braucht Zeit und Ausdauer). Vor dem Relativpronomen und dem Demon­strativpronomen können Präpositionen stehen, allerdings nur im gleichen Kasus, wobei die Prä­position des Relativsatzes der Präposition des Hauptsatzes entsprechen muss (Mit wem man über Bücher reden kann, mit dem verbindet einen etwas. (= Man kann mit jemandem über Bücher reden. Mit ihm verbindet einen etwas.)

Übungen

1. Bilden Sie Sätze mit Wer...., (der).

Kontaktpflege

1. Jemand ist schlecht organisiert. Er hat für nichts Zeit.

2. Jemand geht keine Kompromisse ein. Er setzt Freundschaften aufs Spiel.

3. Es gelingt ihm nicht, Freundschaften zu schließen. Er ist wirklich zu bedauern.

4. Jemand will Freunde gewinnen. Er muss sich um andere Menschen bemühen.

5. Jemand war als Kind kontaktarm. Es gelingt ihm später nur schwer, Freunde zu finden.

6. Jemand hilft anderen gerne. Ihm wird auch geholfen.

7. Jede Hilfeleistung ist ihm zu viel. Über fehlende Unterstützung von anderen braucht er sich nicht zu wundern.

8. Das kleinste Geschenk ist ihm zu teuer. Er ist ein Geizhals.

9. Jemand gönnt anderen nichts. Er ist ganz einfach ein Egoist.

10. Jemand gerät in Not. Er merkt schnell, ob er echte Freunde hat.

III Das Relativpronomen was - die Relativadverbien wo(r) + Präposition

Nom.: was; Akk.: was; Dat.: dem; Gen.: dessen

(1) In dem Buch steht etwas, was mich überrascht hat.

(2) Das Buch enthält vieles, dem man wi­dersprechen kann.

(3) Ein Bucherfolg ist das Schönste, was ei­nem Autor passieren kann.

(4) Das Buch enthält einiges, wovon die Öffentlichkeit bisher nichts wusste.

(5) Literatur ist etwas, ohne das die Welt ärmer wäre.

(6) Was sich jeder Autor wünscht, (das) ist Erfolg.

(= Das, was sich jeder Autor wünscht, ist Erfolg.)

(7) Das Buch ist sehr begehrt, was der Ver­lag zufrieden feststellt.

(8) Das Buch wurde aber kein Bestseller, womit auch niemand gerechnet hatte.

Das Relativpronomen was bildet den Dativ und Genitiv mit dem Relativpronomen das (dem, dessen) und hat keine Pluralformen. Bezugswörter können auf Sachen bezogene De­monstrativ- und Indefinitpronomen (z. B. alles, das, dasselbe, einiges, etwas, manches, nichts, vieles) (z.B. (1) (2)) und substantivierte Adjekti­ve im Neutrum, meist im Superlativ (3), sein. Vor dem Relativpronomen was kann keine Prä­position stehen. Mit den Präpositionen an, auf, aus, bei, durch, für, gegen, in, mit, nach, über, um, unter, von, vor, zu werden Relativadverbien (wo(r) + Präposition) gebildet (4). Alle anderen Präpositionen stehen vor dem Relativpronomen (5). Bei Präpositionen mit dem Dativ sind beide Formen möglich: Das Buch enthält einiges, woran/an dem sich man­che stören. In verallgemeinernden Aussagen kann das Bezugswort weggelassen werden (das/alles, was ® was) (6). Das Relativpronomen was kommt häufig in Sprichwörtern vor: Was Manschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Das Relativpronomen was bzw. Relativadverbien stehen auch, wenn sich der Relativsatz auf den ganzen übergeordneten Satz bezieht (7) (8).

 

Übungen

1. Setzen Sie Relativpronomen bzw. Relativadverbien ein.

In Büchern steht vieles, ...

1. ... man nichts anfangen kann.

2. ... Wichtigkeit zweifelhaft ist.

3. ... keinem Kritiker erwähnenswert erscheint.

4. ... einziger Zweck es ist, die Leser zu unterhalten.

5. ... man nicht einfach hinnehmen kann.

6. ... Logik man nur schwer nach vollziehen kann.

7. ... man ablehnend gegenübersteht.

8. ... man nicht Ja sagen kann.

9. ... man nicht unwidersprochen lassen kann.

10. ... man energisch entgegentreten sollte.

11. ... gründlicher nachgedacht werden müßte.

12. ... in einer Neuauflage korrigiert werden sollte.

2. Verbinden Sie die Sätze durch Relativpronomen bzw. Relativadverbien.


Date: 2015-12-11; view: 1098


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