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Die rasende Luftratte oder wie der Mäusemotor erfunden wurde

 

Stephans Geschichte begann mit einem Ärger. Er wurde ständig von den Erwachsenen gefragt, was er denn einmal werden wolle, wenn er die Schule hinter sich gebracht haben würde. An seinem neunten Geburtstag antwortete er seinem Onkel, er werde Erfinder. Nachdem sich das Lachen des Onkels, seiner Frau und der anderen herumstehenden Verwandten gelegt hatte, fugte er noch hinzu, dass er einen neuen Motor erfinden wolle, der ohne Gestank und Abgase arbeitet. Nun lachten die herumstehenden Verwandten, während der Onkel die Lippen zu einem Fragezeichen verzog. Er vermutete nämlich, dass die Bemerkung gegen sein stinkendes Auto gerichtet war, mit dem er seit dreißig Jahren zu allen Geburtstagen und ähnlichen Feiern aufkreuzte.

„Erfinder, soso“, wiederholte der Onkel. „Ich wollte auch einmal die Welt umschiffen.“ Er lachte über den eigenen Witz, von dem er dachte, dass er einer wäre. Die anderen Verwandten lachten nicht. Sie mochten den alten, Isegrimm nicht. Zum Beispiel behauptete er, dass die Welt bald untergehe. Dass es keinen Sinn habe, sich anzustrengen. Außerdem liebte er Kinder nicht. Weil er immer Rosinen im Kopf hätten. Darüber war seine Frau traurig. Sie wollte gern einen Jungen wie Stephan. „Du wirst schon sehen“, sagte Stephan.

Die Tante, also die Frau des Onkels, nickte beifällig. „Gib ihm Saures!“ Erfindungen lassen sich bekanntlich auf sich warten. Schon fürchtete Stephan, er könnte seinen zehnten Geburtstag nicht als Erfinder eines Motors feiern. Da geschah es...

Eines Tages brachte Stephans Vater eine weiße Maus nach Hause. Sein Freund, ein Verkehrspolizist, hatte sie ihm geschenkt...

Sie bewohnte einen viereckigen Glasbehälter. Karottchen durften auf Sägespänen und Zeitungsschnipseln herumliegen. Das Faulenzen aber gefiel ihr nicht lange. Sie versuchte, an den Wänden hinaufzuklettern und auf den Hinterbeinen zu tanzen. Stephan konnte nicht einschlafen, wenn er hörte, wie die Maus radierte. Eines Tages war ihm, als hätte jemand mit der Hand auf den Fußboden geschlagen. Er machte Licht und erschrack. Karottchen war verschwunden. Wo war sie? Stephan sah unters Bett. Dort saß sie. Als er zugreifen wollte, sprang sie in den Pantoffel. Von dort unter den Schrank und so weiter. Eingefangen wurde die Maus schließlich mit Hilfe der ganzen Familie.

In diesem Augenblick sagte Stephan seinen in der ganzen Welt und darüber hinaus bekannten Satz: „Hier muss ein Rad sein...“

 

Aufgaben zum Text

1. Finden Sie im Text Sätze, wo die Verben im Konjunktiv stehen! Bestimmen Sie die Zeitformen dieser Verben!

2. Erklären Sie den Gebrauch des Indikativs und verschiedener Zeitformen des Konjunktivs in den Textsätzen!

Formulieren Sie die Regel über den Gebrauch der Zeitformen des Konjunktivs in der indirekten Frage oder Rede!

3. Merken Sie sich!

a) Der Konjunktiv Präsens wird mehr in der literarischen (Schrift-)Sprache gebraucht, während der Konjunktiv Präteritum mehr häufig in der gesprochenen Sprache anzutreffen ist.



b) Zur Wiedergabe der indirekten Rede dienen auch andere Mittel, u.z. direkte Rede, Indikativ in der indirekten Rede und Paraphrasen:

Peter behauptet, er hätte mir mehrmals geschrieben.

Peter behauptet, dass er mir mehrmals geschrieben hat.

Peter will mir mehrmals geschrieben haben.

Peter gibt vor, mir mehrmals geschrieben zu haben.

Peter hat mir angeblich mehrmals geschrieben.

Nach seinen eigenen Angaben hat Peter mir mehrmals geschrieben.

Wie Peter sagt, hat er mir mehrmals geschrieben.

Aufgaben zum Thema

1. Ersetzen Sie die direkte Rede durch die indirekte mit dem a) Indikativ, b) Konjunktiv!

Monika sagt: „Mein Freund kommt heute in Moskau an.“

Monika sagt, dass ihr Freund heute in Moskau ankommt.

Monika sagt, ihr Freund komme heute in Moskau an.

1) Der Professor erzählte den Studenten: „Leben existiert nicht nur auf der Erde.“

2) Die Studenten fragten: „Haben die russischen Gelehrten an diesem Problem gearbeitet?“

3) Meine Mutter sagte mir am Morgen: „Ich fühle mich heute krank.“

4) Der Arzt sagte: „Ich verschreibe Ihnen eine Arznei.“

5) Der Sohn sagt: „Diese Aufgabe ist sehr leicht. Ich kann sie sehr schnell lösen.“

6) Die Eltern sagen: „Wir sind mit unserem Sohn zufrieden. Wir können auch nichts schlechtes über die Tochter sagen.“

7) Meine Freundin versprach mir: „Ich werde dir oft schreiben. Und im Sommer werden wir uns wieder sehen.“

8) Meine Schwester erzählte mir vor kurzem: „Ich bekomme bald eine Einzimmerwohnung. Das Zimmer ist groß genug. Die Küche ist modern eingerichtet. Ich brauche einen Fernsehapparat. Ich möchte auch ein neues Sofa und eine moderne Anrichte kaufen.“

9) Eine Studentin ist in der Prüfung durchgefallen. Sie weint: „Ich bin selbst daran schuld. Ich habe die Regeln nicht gelernt. Ich bin zu viel spazierengegangen und habe das Studium nicht ernst genommen.“

10) Ein Tourist sagte einem Passanten: „Ich bin hier fremd und habe mich wahrscheinlich verirrt. Ich suche ein Hotel. Es soll irgendwo in der Nähe sein.“

2. Ersetzen Sie die direkte Frage durch indirekte im a) Indikativ, b) Konjunktiv!

Muster:

Man fragt mich: „Liest jeder Student täglich deutsch?"

Man fragt mich, ob jeder Student täglich deutsch liest.

Man fragt mich, ob jeder Student täglich deutsch lese.

1) Der Lehrer fragte den Studenten: „Haben Sie alles verstanden?“

2) Der Lehrer fragte den Studenten: „Können Sie diesen Satz übersetzen?“

3) Der Lehrer fragte den Studenten: „Sehen Sie Ihren Fehler?“

4) Der Innrer fragte den Studenten: „Sind Sie mit Ihrer Antwort zufrieden?“

5) Der Lehrer fragte den Studenten: „Wieviel Prüfungen haben Sie?“

6) Der Lehrer fragte den Studenten: „Warum haben Sie den Text nicht gelesen?“

7) Der Lehrer fragte den Studenten: „Was verstehen Sie nicht?“

8) Der Lehrer fragte den Studenten: „Brauchen Sie eine Konsultation?“

9) Der Lehrer fragte den Studenten: „Warum fehlt heute Ihr Freund?“

10) Der Lehrer fragte den Studenten: „Was ist Ihr Hobby?“

3. Verwandeln Sie die Imperativsätze in die indirekte Rede mit dem Konjunktiv nach dem Muster:

Die Mutter bittet ihre Tochter: „Hole deinen Bruder aus dem Kindergarten."

Die Mutter bittet ihre Tochter, sie möge ihren Bruder aus dem Kindergarten abholen.

Die Mutter sagt ihrer Tochter, sie solle ihren Bruder aus dem Kindergarten abholen.

1) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Räume die Wohnung auf!“

2) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Hole zwei Tassen aus der Küche!“

3) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Kaufe heute Brot und Butter zum Frühstück!“

4) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Bringe deine Haare in Ordnung!“

5) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Mach' das Klappfenster auf!“

6) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Schalte das Radio ein!“

7) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Beeile dich!“

8) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Sei aufmerksam!“

9) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Zieh dich warm an!“

10) Die Mutter bittet ihre Tochter: „Wasche deine Hände!“

4. Wenden Sie sich an Ihren Gesprächspartner mit einer Frage, Bitte oder Mitteilung! Ihr Gesprächspartner soll sie in die indirekte Rede verwandeln.

5. Schreiben Sie einen Brief an Ihren Freund, in dem Sie ihm über a) Ihr Studium, b) ein Fest, c) einen Ausflug erzählen.

Ist Ihr Brief fertig, dann geben Sie ihn Ihrem Freund, der den Inhalt des Briefes in der indirekten Rede wiedergeben soll, etwa so: Meine Freundin heißt Monika. Sie ist Lehrerin und schreibt mir, sie arbeite in der Schule. Die Schule sei groß und hell. Mit der Arbeit sei sie sehr zufrieden. Ihrer Mutter gehe es ganz gut. Im Sommer wolle sie nach Russland fahren, wenn nichts dazwischen komme.

6. Übersetzen Sie den folgenden Bericht ins Russische! Bestimmen Sie die Textsorte und den hier vorherrschenden Modus! Welche Zeitformen werden in solchen Texten bevorzugt und warum?

 

Eine ausgewogene Berichterstattung...

(Nicht ganz ernst zu nehmen.)

In der Diskussion meinte der Wortführer der Opposition, in dieser Frage gebe es keine Kompromisse, denn wer wolle bestreiten - das sei klar-wenn es dazu komme, und das könne doch niemand behaupten. Dies* müsse nun einmal in aller Deutlichkeit gesagt werden, denn wer habe denn in den letzten Jahren, imd das stehe auch nicht im Widersprach dazu, wie jedermann wisse. Außerdem solle man bedenken, wer denn hier die Unwahrheit säge, man werde ja sehen, wohin man mit diesen Methoden komme, die ja hinreichend bekannt seien. Hier liege doch das Hauptproblem, da gebe es keinen Zweifel. Trotz alledem, er bleibe dabei, wenn überhaupt, so doch hier und heute, er wolle dies noch einmal unterstreichen.

Darauf entgegnete der Regierungssprecher, man solle doch vor der eigenen Türe kehren, schließlich und endlich sei das eine böswillige Unterstellung. Er räumte ein, es gehe nicht an, was auch immer geschehen sei - aber niemand wolle ernsthaft behaupten, was außer Frage stehe. Man solle vielmehr bedenken, hier seien alle aufgerufen, draußen im Lande, man denke auch an die Brüder imd Schwestern im anderen Teil Deutschlands. Er bekräftigte, seine Partei setze sich dafür ein, dementsprechende Maßnahmen und zwar sofort an Ort und Stelle gemäß den politischen Erfordernissen, und das habe man ja schon immergesagt.

7. Lesen Sie ein Interview. Merken Sie sich die Textsorte und die in diesem Text gebräuchlichsten Zeitformen der Verben! Machen Sie die schriftliche Zusammenfassung des Interviews!

Stefani ist fast 19. Sie geht noch ins Gymnasium und wohnt zu Hause bei den Eltern. Dort hat sie ihr eigenes Zimmer.

Reporter: Stefani, wie ist es bei dir? Würdest du gerne von zu Hause wegziehen?

Stefani: Ja, ich würde gern von zu Hause ausziehen, wenn ich könnte. Aber ich kann nicht, weil ich nicht genügend Geld dafür habe.

R.: Was würden dann deine Eltern sagen, wenn du ausziehen würdest?

S.: Ach, ich glaub', jetzt würden Sie nichts mehr dagegen sagen. Jetzt bin ich alt genug dafür.

R.: Denkst du, dass du Schwierigkeiten bekommen hättest, wenn du, sagen wir mal, mit 17 hättest ausziehen wollen.

S.: Ich glaub', ich hätte Schwierigkeiten bekommen.

R.: Und warum?

S.: Hm.. Ich glaub', meine Eltern hätten dann gesagt, dass ich noch zu jung bin, um schon allein eine Wohnung zu haben. Und vielleicht, dass ich lieber zu Hause bleiben soll. Und... Also, dann glaub' ich, dass viele Konflikte zwischen den Eltern und Kindern vermieden werden könnten, wenn die Eltern und ihre Kinder viel mehr miteinander reden würden.

8. Erzählen Sie folgende Witze nach und gebrauchen Sie die indirekte Rede!

Vaters Hilfe

„Fritz, hast du deinen Aufsatz wirklich allein gemacht?“

„Ja, Herr Lehrer. Nur bei der Ermordung Wallensteins hat mir mein Vater geholfen.“

Macht nichts

„Ich habe schmutzige Füße und möchte deshalb nicht in die Wohnung kommen“, sagt Herr Müller seiner Nachbarin.

„Aber das macht nichts, Herr Müller. Sie können ja die Schuhe anbehalten.“

Die Lebensdauer der Mäuse

„Wie lange leben die Mäuse?“

„Das hängt von der Katze ab.“

Belesen

Der Lehrer fragt die Schüler: „Habt ihr schon vom Barbier von Sevilla gehört?“

Alfred antwortet darauf: „Ich nicht, Herr Lehrer, mein Vater rasiert sich selbst.“

Er hat sich geirrt

„Warum weinst du, Fritzchen?“

„Ich habe aus Versehen meine Bonbons aufgefressen.“

„Aber das ist doch kein Grund zum Weinen.“

„Ich habe doch gedacht, es wären Karlchens.“

Das Kennzeichen

„Woran erkennst du eigentlich, ob ein Huhn alt oder jung ist?“

„An den Zähnen.“

„Unsinn. Hühner haben doch keine Zähne.“

„Aber ich!“

 

„Wie alt ist Ihre Kuh, Herr Meier?“

„Zwei Jahre alt.“

„Woran erkennt man das?“

„An den Hörnern.“

„Ach, natürlich. Sie hat zwei Hörner.“

Er hat nichts gesehen

Mutter: „Ich habe heute früh zwei Stück Kuchen in den Schrank gelegt, Karlchen, und jetzt ist nur ein Stück da. Wie kannst du das erklären?“

Karlchen: „Das kann ich nicht sagen. Es war dort so dunkel, dass ich das andere Stück gar nicht gesehen habe.“

Logik

„Junge, dein verflixter Hund hat mein Huhn gefressen.“

„Danke für die Information. Heute bekommt er schon nichts mehr zu fressen.“

Nie gesehen

Ein Artist bereitete einen neuen Trick vor. Er bat seinen kleinen Sohn, ihm zu helfen.

„Wenn ich einen kleinen Jungen auf die Arena zu kommen bitte, sollst du sofort kommen. Aber du sollst dem Publikum nicht zeigen, dass du mich kennst.“

Der Junge sagte, dass er alles verstanden habe, und als der Artist um Hilfe bat, kam er schnell nach vorn und erschien sofort auf der Arena.

„Komm mal her, Junge. Sag, du hast mich doch früher nie gesehen, nicht wahr?“

„Nein, Vati“, antwortete der Junge.


Date: 2016-03-03; view: 1008


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