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C) Aufforderungssatz

Du wirst die Rheinannee zum Siege fuhren. Ist das geschehen, begebe dich unverzüglich zur Nordarmee. (Bredel)

Der Gliedsatz kann nur eine indirekte Fragebzw. indirekte Aufforde­rungenthalten. Doch wird die kommunikative Intention des Ganzsatzes auch in diesem Fall durch die Satzform des Hauptsatzes ausgedrückt.

a) Der Ganzsatz ist ein Aussagesatz (der Gliedsatz hat die Bedeutung
einer indirekten Frage).

Geschke wusste nicht, ob er rechtzeitig vom Friedhof zurück sein wer­de.,, (Seghers)

b) Der Ganzsatz ist ein Aufforderungssatz (der Gliedsatz hat die Bedeu­
tung einer indirekten Frage).

Erkundigen Sie sicli, ob er rechtzeitig zurück sein wird.

c) Der Ganzsatz ist ein Aussagesatz (der Gliedsatz hat die Bedeutung
einer indirekten Aufforderung).

Unser Klassenlehrer sagt, ich soll vorerst nicht mehr zur Schute kom­men... (F.Wolf)


Was die affirmative oder negative Satzform betrifft, so gehen Haupt- und Gliedsatz nicht selten auseinander; doch wird die positive bzw. negative Bedeutung des Ganzsatzes immer von der entsprechenden Bedeutung des Hauptsatzes bestimmt. Vgl.:

a) Der Ganzsatz hat affirmative Bedeutung (bei affirmativem Hauptsatz
und negativem Gliedsatz):

Sie versprach der Tochter, dass es nie wieder vorkommen werde. (Bre­del)

b) Der Ganzsatz hat negative Bedeutung (bei negativem Hauptsatz und
affirmativem Gliedsatz):

Hans traute sich nicht mehr in das Haus, in dem die Emmi mit ihrer Familie gewohnt hatte. (Seghers)

Die Modalität des Haupt- und des Gliedsatzes kann ebenfalls divergie­ren. Auch in diesem Fall stimmt die modale Bedeutung des Ganzsatzes mit der des Hauptsatzes überein. Vgl. die oben angeführten Belege:

Es ist, als hätte die Rose keine Seele.

Der Wald wurde gelbgrün, als läge die Sonne darauf.

Schließlich ist zu sagen, dass Hauptsatz und Gliedsatz auch aus der Sicht der temporalen Bedeutung des Ganzsatzes nicht gleichwertig sind. Nur die finite Verbalform des Hauptsatzes hat absolute zeitliche Bedeutung, wie sie auch der finiten Verbalforra eines einfachen selbstständigen Satzes eigen ist; die finite Verbalform des Gliedsatzes wird dagegen durch eine doppelte zeitli­che Perspektive: Redemoment <— Vorgang! ^- Vorgang2 gekennzeichnet; z. Â.:

Gleichem Prophezeiung, dass die Gestapo eines Tages auch in Wolf­gangs Haus kommen würde, traf tatsächlich zu. (Kellermann)

Der Gliedteilsatz (Attributsatz) ... dass die Gestapo eines Tages auch in Wolf gangs Haus kommen würde hat die Bedeutung der Zukunft in der Vergan­genheit, da er auf die Vergangenheitsform des Hauptsatzes abgestimmt ist.

Zum Unterschied vom Hauptsatz divergiert der Gliedsatz (bzw. Glied­teilsatz) vom Ganzsatz hinsichtlich seiner Grandcharakteristiken:

a) Er hat den syntaktischen Wert eines entfalteten Satzgliedes bzw. Glied­
teils.

b) Seine modale und seine zeitliche Bedeutung haben nur einen beding­
ten Wert für die Gestaltung der Gesamtaussage, da sie von der modalen und
zeitlichen Charakteristik des Hauptsatzes überlagert werden.



c) Seine Fähigkeit, die kommunikative Intention auszudrücken, ist eben­
falls sehr beschränkt: die indirekte Frage oder die indirekte Aufforderung,
die im Gliedsatz enthalten sein können, werden von der kommunikativen
Intention des Ganzsatzes überlagert; diese findet ihren Ausdruck in der Satz­
form des Hauptsatzes (s. o.).

Die wichtigsten Strukturrnerkmale eines Gliedsatzes bzw. Gliedteilsat­zes sind:


a) Einbettung in die Intonationskurve des Ganzsatzes;

b) unmittelbare syntaktische Verbindung mit einem der Satzglieder des
Hauptsatzes;

c) Anknüpfung durch eine subordinierende Konjunktion oder ein ande­
res Beziehungswort (Relativpronomen bzw. -adverb);

d) eine spezifische Wortstellung.

Absoluten Charakter haben nur die ersten zwei von diesen Gestaltungs­mitteln. Weder Wortstellung noch subordinierende Konjunktion sind zu­verlässige Merkmale eines Gliedsatzes. Die Wortstellung kann kein zuver­lässiges Merkmal sein, weil neben der Spannstellung(Endstellung) der finiten Verbalform, die nur dem Gliedsatze zukommt und immer den Glied­satz signalisiert, bei einigen Gliedsatztypen auch Stirnstellung(Anfangs­stellung) und Kernstellung(Zweitstellung) der finiten Verbalform mög­lich sind. Vgl.:

Es ist klar, dass ich sie liebe. (Böll)

Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt. (Schiller)

Grünlich behauptet, ich sei nicht kinderlieb. (Th. Mann)

Der zweite und dritte von den obigen Belegen zeigen, dass gerade in den Fällen, wo die Wortstellung als Merkmal der Gliedsatzstruktur versagt, auch die subordinierende Konjunktion im Gliedsatz ausbleibt. Daraus folgt, dass Wortstellung und subordinierende Konjunktionen sowie andere Beziehungs­wörter nur in Verbindung mit solchen Merkmalen wie die Einbettung in die einheitliche Intonationskurve und der Satzgliedwert im Rahmen des überge­ordneten Satzes einen Glied- bzw. Gliedteilsatz prägen können.

Im Satzgefüge mit mehrfacher Unterordnung wiederholt sich die Bezie­hung von übergeordnetem und untergeordnetem Satz einige Male, z. Â.:

Marie wunderte sich, als Geschke erklärte, er wiisste nicht, ob er recht­zeitig vom Friedhof zurück sein werde. (Seghers)

Hauptsatz Marie wunderte sich,

Subord. 1. Rangs als Geschke erklärte,

Subord. 2. Rangs er wiisste nicht,

Subord. 3. Rangs ob er rechtzeitig vom Friedhof

zurück sein werde.

Jeder übergeordnete Satz fungiert als Trägersatz (s. o.) gegenüber dem subordinierten Satz niedereren Rangs. Doch übernimmt er nur einen Teil der Charakteristiken des Hauptsatzes, während viele syntaktische Charakteristi­ken dem Hauptsatz allein vorbehalten bleiben. Der übergeordnete Gliedsatz weist gegenüber dem untergeordneten Gliedsatz niederen Rangs dieselbe Trägerfunktion auf, die durch die Entfaltungs- und die Reduktionstransfor­mation nachgewiesen wird (vgl. S. 302). Doch was die Kategorien der kom­munikativen Intention, der affirmativen bzw, negativen Bedeutung des Sat­zes, die Kategorie der Prädikativität des Ganzsatzes angeht, so bleibt auch im mehrfach untergeordneten Satzgefüge ihr Ausdruck dem Hauptsatz vor­behalten.


§ 110. Die funktionalen Synonyme des Gliedsatzes

Die Sprachforschung schenkt heute dem Problem der syntaktischen Syn­onyme große Aufmerksamkeit Eine der wesentlichsten Arten syntaktischer Synonyme sind der Gliedsatz und das entsprechende Satzglied (einwortig oder durch eine Wortgruppe ausgedrückt). Vgl.:

1) Gliedsatz = einwortiges Satzglied

Doch Jeanne empfindet auch nicht die leiseste Spur eines Triumphes dar­über, dass sie Siegerin ist. (Joho) = Doch Jeanne empfindet auch nicht die leiseste Spur eines Triumphes über ihren Sieg.

Sie log, indem sie schwieg. (L. Frank) = Sie log durch ihr Schweigen.

2) Gliedsatz = Wbrtgruppe

Dem Leser werden daher viele befremdende Sprachformen begegnen, die oft weit von den heutigen abweichen (Eggers) = Dem Leser werden da­her viele befremdende, oft weit von den heutigen abweichende Sprachfor­men begegnen.

Unter immer schwerer werdendem Herzdruck sah Karl zu, wie Richard das Bündel entleerte, die noch sauberen Sachen in die Kommode, die schmut­zigen auf den Stuhl in der Ecke legte. (L. Frank) = Unter immer schwerer wer­dendem Herzdruck sah Karl Richard das Bündel entleeren, die noch sauberen Sachen in die Kommode, die schmutzigen auf den Stuhl in der Ecke legen.

3) Satzglied = Gliedsatz

Denn dieses Hospital besteht aus vielen schönen Villen in Palmengärten. (Kisch) = Denn dieses Hospital besteht aus vielen schönen Villen, die in Palmengärten stehen.

Bei der Ankunft am Bahnhof werden die Kranken in Sanitätsautos umge­laden. (Kisch) = Wenn die Kranken am Bahnhof ankommen, werden sie in Sanitätsautos umgeladen.

4) Wbrtgruppe = Gliedsatz

Walter hat das peinigende Geßhl, ein Unrecht, eine große Dummheit begangen zu haben. (Bredel) = Walter hat das peinigende Geßhl, dass er ein Unrecht, eine große Dummheit begangen hat.

Die Feinde, obwohl in der Überzahl, wichen... (Feuchtwanger) = Ob­wohl die Feinde in der Überzahl waren, wichen sie.

Die Synonymie von Satzglied und Gliedsatz bedeutet aber keinesfalls eine uneingeschränkte gegenseitige Ersatzmöglichkeit der Strukturen. Gu-lyga schreibt mit Recht, dass nur ein unbedeutender Teil der Gliedsätze prak­tisch durch ein einwortiges Satzglied bzw. eine Wortgruppe ersetzt werden kann, so dass dem Sprechenden nur selten die Wahl zwischen den synony­mischen Formen freisteht [96].

Die Beschränkung der Ersatzmöglichkeit kann inhaltlicher, struktureller, kommunikativer oder stilistischer Art sein.


Oft enthält der Gliedsatz viel mehr Information als ein Satzglied (auch ein erweitertes Satzglied) fassen kann:

Die Köchin der Frau Grübach, seiner Zimmervermieterin, die ihm je­den Tag gegen acht Uhr früh das Frühstück brachte, kam diesmal nicht. (Kafka)

Auch die grammatische Information, die ein Gliedsatz enthält, kann ein einfaches Satzglied nicht immer fassen. Daran liegt es zum Beispiel, dass irreale Komparativsätze, die den Satzgliedwert einer Umstandsergänzung haben, durch eine einfache Urastandsergänzung des Vergleichs nicht ersetzt werden können. Das zeigt die Entfaltungs- und die Reduktionsprobe. Die einfache Umstandsergänzung im Satz Sie singt wie eine Nachtigall kann zu einem Gliedsatz entfaltet werden und lässt sich dabei zweifach interpretie­ren: a) Sie singt (so), wie eine Nachtigall singt (realer Komparativsatz); b) Sie singt, als wäre sie eine Nachtigall (irrealer Komparativsatz). Eine Redukti­on des irrealen Komparativsatzes ist jedoch ohne Verlust an grammatischer Information nicht möglich.

Vielfach stoßen wir bei der Ersatzprobe auch auf Hindernisse strukturel­ler Art:

a) Nicht immer ist die Nominalisierung der filmten Verbalform des Glied­
satzes und deren Verwendung mit gewünschtem Satzgliedwert möglich:

Die Schneeflocken fielen stets reichlicher, so dass der ganze Boden schon weiß war, dass der Wald sich grau zu bestäuben anfing und dass auf dem Hute und den Kleidern des Knaben sowie auf denen des Mädchens der Schnee tag. (Süfter)

b) Attributsätze mit dem Relativpronomen im Genitiv und Dativ lassen
sich nicht in ein einfaches Attribut transformieren:

Denn nichts, nichts auf der Welt ist so grausam wie die Liebe, in der grandiose Hingabe bis zur absoluten Selbstaufgabe hart neben dem mörde­rischen Egoismus steht. (L. Frank)

c) Im folgenden Beleg entsteht beim Reduktionsversuch eine unerwünsch­
te Genitivkette:

Vor drei Stunden hatte man ihn in einer Wohnung verhaften wollen, die der Mutter eines früheren Freundes gehörte. (Seghers) Ô Vor drei Stunden hatte man ihn in der Wohnung der Mutter eines früheren Freundes vetbaften "wollen.

Bei der Wahl zwischen Satzglied und Gliedsatz entscheidet oft die kom­munikative Absicht des Sprechers. Versuchen wir zum Beispiel nachfolgen­den Prädikatsatz in ein einfaches Satzglied zu transformieren, so wird der kommunikative Gehalt des Satzes völlig entstellt; vgl. Was zählte, was blieb, war ihre große Tat. (Feuchtwanger) Ô Ihre große Tat zählte und blieb.

Schließlich ist zu berücksichtigen, dass der Gebrauch einiger Formen entfalteter Satzglieder auf einzelne Stilgattungen beschränkt sind. So ist


zum Beispiel die erweiterte Partizipialgruppe in attributiver Funktion in der schönen Literatur viel seltener als in der wissenschaftlichen Literatur und Publizistik, vgl. Jeder der in dem Buch enthaltenen 20 chronologisch ge­ordneten Texte ist von einem stilanalytischen Kommentar begleitet (Ssil-man).

Die abgesonderte, partizipiale Umstandsergänzung ist dagegen in der schöngeistigen Prosa beliebt und in der Umgangssprache kaum denkbar. Vgl. Neu gestärkt und voller Zuversicht erwachte Fabian am Morgen. (Keller­mann)

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Gliedsatz im Vergleich zum ein­fachen Satzglied ein unvergleichlich größeres Fassungsvermögen besitzt. Er wird durch reichhaltigeren Informationsgehalt und exakteren Ausdruck ei­niger grammatischer Bedeutungen gekennzeichnet, als dies mit Hilfe eines einfachen Gliedsatzes möglich ist.

§ Ø. Sonderverwendungen der Gliedsatzform

Unter Sonderverwendung verstehen wir jede Verwendung des Gliedsat­zes, die seinem Wesen als Teilsatz mit Gliedsatzwert nicht entspricht.

Wir begegnen einer solchen Verwendung sowohl im Rahmen des zusam­mengesetzten Satzes als auch im autonomen Gliedsatz.

Im zusammengesetzten Satz handelt es sich um Scheingliedsätze. Es sind dies vor allem die sog. weiterführenden Gliedsätze,die äußerlich die Form eines Attributsatzes oder einer Satzapposition haben, jedoch in der internen Struktur des Ganzsatzes nicht als entfaltetes Satzglied, sondern als eine mit dem vorausgehenden Teilsatz gleichartige und gleichrangige Komponente erscheinen und folglich mit ihm koordinativverbunden sind (Zur Koordi­nation s. § 99). Es sind:

a) weiterführende Sätze in Form eines Attributsatzes (durch ein Relati-
vura scheinbar an ein Substantiv des Hauptsatzes geknüpft)

Unter mancherlei Gesprächen waren sie in den Wald gekommen, in wel­chen Wilhelm sehr verstimmt eintrat. (Goethe; zit. nach Jung [138]).

b) Scheingliedsatz in Form einer Satzapposition (durch ein Relativuffl an
den gesamten vorausgehenden Teilsatz geknüpft)

Er formte allerlei kleine komische Figuren aus Brot, worüber sich die Tante Amalie immer entrüstet hatte. (Seghers; zit. nach A d m î n i [2]).

Alle Grammatiken tragen der Sonderstellung weiterführender Gliedsätze Rechnung. Sie werden hier getrennt von den anderen Arten der Satzgefüge behandelt, und es wird auf ihre Verwandtschaft mit der Satzverbindung hin­gewiesen.

Grebe kennzeichnet die weiterführenden Gliedsätze wie folgt: „Vonein­ander unabhängige Sachverhalte werden im allgememen durch getrennte Hauptsätze oder durch eine Satzreihe ausgedrückt... Es ist aber auch in be­grenztem Maße möglich, voneinander unabhängige Sachverhalte mit Hilfe


eines Einleitewortes so aufeinander zu beziehen, als ob es sich um eine Un­terordnung von Haupt- und Gliedsatz handele. Man spricht dann von weiter­führenden Teilsätzen" [85].

Die Bezeichnung dieser Gliedsätze als weiterführende Sätze lässt sich dadurch erklären, dass sie aus kommunikativer Sicht immer Träger einer neuen Mitteilung sind.

Zu den Scheingliedsätzen im Rahmen des zusammengesetzten Satzes gehören zum Teil auch die sog. Kontrastsätzemit der Konjunktion wäh­rend, die äußerlich mit den temporalen während-Sätzen zusammenfallen und von diesen nicht immer scharf zu trennen sind, da zeitliche und entgegen­stellende Bedeutung ineinander übergehen. Vgl.:

a) Kontrastsatz

Während alles Denken auf eigner Geisteskraft beruht, ist das Erlernte fremdes Geistesprodukt. (Stilduden)

b) Temporalsatz

Während er die Messer wieder in den kleinen Lederkoffer packte, hielt ich mein Gesicht zum Fenster hinaus. (Böll)

c) Temporal- und Kontrastsatzzugleich (also doch echter Gliedsatz)

Friederike und Henriette, die älteren, waren mit den Jahren immer hage­rer und spitziger geworden, während Pfiffi, die dreiundfunfzigjährige Jüng­ste, allzu klein und beleibt erschien. (Th. Mann; zit. nach Gulyg a, Na-t an son [99])

Als Sonderverwendung der Gliedsatzform ist auch der umgangssprachli­che autonome Gebrauch von dass-S'&tzen als idiomatische einfache Sätze zu betrachten (Dass du wieder da bist! vgl. S. 270—271) sowie der ebenfalls umgangssprachliche Gebrauch von autonomen idiomatischen als <?Z>-Sätzen (Als ob man in meinen Jahren nicht mehr mitzähle).

In der Wunschform des Satzes ist der autonome wenn- Satz allgemein gebräuchlich. Wir haben es hier wie in den zwei vorhergehenden Fällen mit der Transposition einer Gliedsatzform auf die Ebene des einfachen Satzes zu tun;

Wenn bloß die Nächte nicht warn. Wenn bloß die Nächte nicht warn. Jedes Geräusch ist ein Tier. Jeder Sclmtten ist ein schwarzer Mann. (Bor­diert)

Anderer Natur ist in der schönen Literatur der autonome Gebrauch ech­terGliedsätze infolge von Parzellierung(auch Isolierunggenannt). Wir begegneten der Erscheinung der Parzellierung im einfachen Satz (s. § 94). Gleichen stilistischen Ausdruckswert hat die Parzellierung auch im zusam­mengesetzten Satz; z. Â.:

Ich fühle mich auch gut, Robby. Als wenn ich eine ganze Nacht geschla­fen hätte... (Kellermann; zit. nach Gu 1 ó g à [96]).



Date: 2016-03-03; view: 733


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