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Musikgeschichte in Epochen mit Beispielen Deutsche

Mittelalter: (vor 1400)

Kirchenmusik: die Musik war ein wichtiger Teil des christlichen Gottesdienstes. Die tägliche Liturgie schloß zahlreiche Lieder ein, alle in dem Stil des Gregorianischen Chorals. Die Kirche war der wichtigste Patron der Künste; fast alle Komponisten des Mittelalters, außer den Minnesängern, wurden von der Kirche unterstützt. Kirchenmusik wurde ausschließlich auf Latein gesungen.

Minnesang: An den großen Höfen in Frankreich, Italien, und zum Teil in Deutschland hat sich der Minnesang entwickelt, besonders nach 1200. Die Minnesänger (oder Troubadours in Frankreich) spielten eine wichtige Rolle im Hofleben, und ihre Musik wurde in der Hofsprache (nicht Latein) geschrieben.

Notensatz: die Musik in dem frühen Mittelalter hatte kein System für Notensatz. Erst im 9. Jahrhundert begann eine Standardisierung des Notensatzes, und das vor allem in den großen Klöstern und Kirchen.

Stil: Monophonie und Polyphonie / Harmonie. Ein einfaches monophonisches Lied hatte oft eine Begleitung durch Trommeln oder Dröhnen. Die Entwicklung eines polyphonischen Stils war ein Merkmal der Kirchenmusik ab 900, und war im hohen Mittelalter (1200-1400) sehr häufig. Manchmal wurde sogar in mehreren Sprachen gleichzeitig gesungen. Die Harmonie wurde durch offene Fünftel und durch Oktaven formiert. Zu modernen Ohren kann die Musik daher überraschend dissonant klingen.

Hildegard von Bingen, Walter von der Vogelweide

 

Renaissance (neben 1400-1600)

Zunehmendes Interesse für die Künste vonseiten der Bürger und Hofleute. Die Musik war nicht mehr eine exklusiv für die Kirche bedachte Kunst, sondern war auch für den normalen Bürger ein Teil des Lebens. Mit dem Anfang der Druckkunst wurde auch der Zugang an Musik leichter.

Entwicklung eines europäischen Kulturleben und eines internationalen Stiles. Viele Musiker reisten von Deutschland nach Frankreich, Italien, England und Spanien und lernten in fremden Ländern neue Stile und Werke kennen. Sakrale Musik war immer noch wichtig: in der Kirche wurden Formen wie das Motet und die Messe noch ausgearbeitet. Auch aber kam die weltliche Musik zu der Szene, in Formen wie das italienische Madrigal und das französische Chanson.

Stil: sehr häufig waren Chöre aus vier Stimmen, oder Gruppen aus vier Instrumenten. Der Rhythmus wurde sanfter und fliessender, die Harmonik wurde jetzt aus vollen Triaden geformt. Überreichende Strukturen wie die sinfonische Form (ABA oder Vers-Refrain-Vers) wurden langsam zur Norm.

Michael Praetorius

 

Barock: (neben 1600-1760)

Zeit der Experimentation und Entwicklung von Normen. Die Komponisten dieser Periode versuchten das Publikum emotional zu bewegen, oder einen spektakulären Effekt zu erzeugen. Die Musik spielte noch am Hof und in der Kirche eine wesentliche Rolle, aber auch in den oberen Ständen der Bürger und Kaufleute war die Musik sowohl als Unterhaltung und als Erziehung gesehen. Nationale Stile haben sich langsam entwickelt; die Frage der Superiorität eines Stiles wurde häufig bestritten.



Neue Instrumente (besonders Blasinstrumente wie Trompeten, Flöten, und Hörner) wurden entwickelt. Die Violine aber behielt ihren vordersten Platz in fast alle Gruppierungen. Neue instrumentalische Formen, wie das Konzert und die Sonata, wurden akzeptiert. Auch in der Vokalmusik dienten Instrumente nicht nur als Begleitung, sondern hatten ihren eigenen Platz. Die Oper als musikalische Unterhaltungsform war in den Städten sehr beliebt.

Stil: der Kontrapunkt erreichte seinen Höhepunkt. Die Melodien waren oft dramatisch und verziert; Instrumenten und Stimmen wurden frei gemischt.

Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel

 

Klassik: (neben 1730-1820)

Der idealisierte Begriff natürlich war ein Leitgedanke dieser Periode. Mit der besseren wirtschaftlichen Lage konnten viele Bürger sich für Musik interessieren, und sogar ihre eigene Musik machen. Gegen die Verziertheit und Künstlichkeit des Barocks kam in der Klassik eine neue Einfachheit an die Vorderseite.

Stil: schlichter und einfacher. Melodie und Harmonie waren die Norm, der Kontrapunkt war nicht mehr beliebt. Klassische Strukturen sind balanciert und symmetrisch(ABA oder Frage-Antwort). Das Klavier wurde zum wichtigsten Soloinstrument, teils wegen seiner dynamischen Fähigkeiten und teils weil die Bürger sich ein Klavier leisten konnten.

Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn Bartholdy

Romantik: (neben 1815-1910)

Die Natur: romantische Künstler sahen die Natur nicht mehr als perfekte Welt, sondern als Quelle für gute und böse Kräfte. Oft interessierten sich romantische Künstler für das Phantastische oder Übernatürliche.

Die Musik wurde zur erzählerischen Form: durch programmatische Musik erzählte der Komponist eine Geschichte oder drückte seine Gedanken aus. Nationale Unterschiede wurden gepriesen, auch haben viele Künstler nationale oder patriotische Kunstwerke geschaffen. Auch dienten Volksliederund andere ethnische Musikformen als Quelle für viele musikalische Werke.

Höfe und Edelleute waren nicht mehr in der Lage, Patrone für Musiker zu sein, daher mußten die Musiker sich auf die bürgerliche Öffentlichkeit verlassen. Neue Schulen und Akademienentwickelten sich, und die Kirchen und Höfen verloren ihre Wichtigkeit für die Erziehung von Musikern.

Stil: die Dynamik war wesentliches Element fast aller Kompositionen. Die Melodien wurden länger und komplexer, und neue Instrumente (wie das Klavier und die Klarinette) tragen zum vollen Tonklang bei. Das Tempo änderte sich oft innerhalb eine Satzes, und Strukturen wurden lockerer, freie Formen wurden bevorzugt.

Franz Schubert, Richard Wagner

20. Jahrhundert:

Die Kluft zwischen populäre und klassische Musik wird extrem. Populäre Musikformen wie Jazz und Rock werden zur Hauptmusik der Welt; klassische Musik wird eine Sache für ausgebildete und akademische Menschen. Komponisten wollen sich oft von der Vergangenheit wegziehen, oder sie wollen die Vergangenheit aufgreifen und modernisieren.

Kenntnisse von anderen Kulturen bringen neue Formen und Klänge zur westlichen Musik. Die neue Musik ist wie eine Weltmusik, die Elemente aus verschiedenen Kulturen frei zusammenbringt.

Stil: alle Stile sind möglich. Formen können festgeschlossen sein, oder so frei, dass sie fast unerkennbar sind. Alle harmonischen Kombinationen sind möglich. Neue Technologien (wie Elektrizität und Aufnahmetechnik) bringen neue Klänge und Töne in die Musik.

Aufgaben zum Text


Date: 2016-01-14; view: 658


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