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Sprache - Sprachlosigkeit - Sprachkrise

Die Dichtungen der Jahrhundertwende waren, wie kaum zuvor, sprachgewaltig: Metaphern, Symbole, Bilder, Alliterationen, Assonanzen, Synästhesien durchzogen sie in großem Maße. Die Kunst war niemandem anders mehr verpflichtet als sich selbst.
Mit der Jahrhundertwende kam es zu einer zunehmenden Selbstkritik der modernen Autoren. Am deutlichsten zeigst sich diese im Chandos-Brief von Hugo von Hofmannsthal, der ihn im Alter von 28 Jahren verfasste. In diesem fiktiven Brief an Francis Bacon bedauert Lord Chandos den "gänzlichen Verzicht auf literarische Betätigung". Chandos ist "die Fähigkeit abhanden gekommen, über irgend etwas zusammenhängend zu denken und zu sprechen". Für Lord Chandos ist Denken und Sprechen nur noch in einer Sprache möglich, die es so noch nicht gibt.
Der Chandos-Brief ist zum einen Sprachkritik, da er sich gegen die konventionellen Sprachgewohnheiten stellt. Zum anderen ist er ein grundsätzlicher Zweifel daran, in wiefern sich die Realität mit Sprache wiedergeben lässt.


H. v. Hofmannsthal (1874-1929)

Literarische Formen

Lyrik

Prosagedicht

Studie

Skizze

Brief

Kunstmärchen

Einakter

Essay

Aphorismus

Novelle

Vertreter

Hermann Bahr (1863-1934)

Stefan George (1868-1933)

Gerhart Hauptmann (1862-1946)

Hermann Hesse (1877-1962)

Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)

Thomas Mann (1875-1955)

Christian Morgenstern (1871-1914)

Arthur Schnitzler (1862-1931)

Frank Wedekind (1864-1918)

Stefan Zweig (1881-1942)

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Werke

Hymnen (1890) - George

Überwindung des Naturalismus (1891) - Bahr

Frühlings Erwachen (1891) - Wedekind

Leutnant Gustl (1900) - Schnitzler

Buddenbrooks (1901) - Th. Mann

Ein Brief [sog. Chandos-Brief] (1902) - Hofmannsthal

Peter Camenzind (1904) - Hesse

Galgenlieder (1905) - Morgenstern

Das Bergwerk zu Falun (1906) - Hofmannsthal

Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1910) - Rilke

Jedermann (1911) - Hofmannsthal

Der Tod in Venedig (1912) - Th. Mann

Duineser Elegien (1923) - Rilke

Sonette an Orpheus (1923) - Rilke

Expressionismus

1910 - 1925

Inhalt

I. Begriff

II. Historischer Hintergrund

III. Ideologischer Hintergrund

1. Expressionistische Literatur

2. Literarische Formen

3. Vertreter

4. Werke

I. Begriff

Der Begriff Expressionismus stammt vom lat. Wort expressio (=Ausdruck) und bedeutet 'Ausdruckskunst'. Er wurde 1911 von Kurt Hiller von der Bildenden Kunst auf die Literatur übertragen.
Der Expressionismus lässt sich in drei Phasen einteilen: den Frühexpressionismus 1910-14, den Kriegsexpressionismus 1914-18 und den Spätexpressionismus 1918-25.


Date: 2015-12-24; view: 1307


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