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Gemischte Deklination.

Wenn vor dem Adjektiv der unbestimmte Artikel, ein Possessivpronomen bzw. das Pronomen „kein“ steht, so bekommt das Ajektiv im Nominativ Singular aller drei Geschlechter und im Akkusativ Singular der Feminina und Neutra die Endungen der starken Deklination, in den übrigen Kasus die Endungen der schwachen Deklination.

Der unbestimmte Artikel hat keinen Plural, daher wird das Adjektiv im Plural stark dekliniert; nach den Possessivpronomen und nach “kein” aber schwach.

 

 

  Singular
m f n
ein eine ein
kein, mein keine, meine kein, mein
N. G. D. Akk. ein groβerTisch eines groβenTisches einem groβen Tisch einen groβenTisch eine schöne Frau einer schönenFrau einer schönen Frau eine schöne Frau ein dickes Buch eines dicken Buchs einem dicken Buch ein dickes Buch

 

 

Die Steigerungsstufen der Adjektive

 

§3. Im Deutschen gibt es eine Grundstufe und zwei Steigerungsstufen des Adjektivs:

· den Positiv,

· den Komparativ,

· den Superlativ.

Der Positiv bildet die Grundstufe. Beim Vergleich 2 Gröβen bezeichnet er die Gleichheit oder Ungleichheit:

- Er ist 18 Jahre alt. Er ist ebenso alt wie sein Freund.

Der Komparativ gibt an, dass ein Merkmal einer Gröβe im höheren Grade eigen ist als einer anderen:

- Er ist älter als sein Freund.

Der Superlativ zeigt, dass ein Merkmal einer Gröβe im höchsten Maβe eigen ist:

- Er ist der älteste in der Gruppe.

Alle Adjektive gliedern sich in steigerungsfähige und steigerungsunfähige. Steigerungsunfähig sind: 1) die meisten Beziehungsadjektive, wie hiesig, dortig, heutig, täglich;

2) einige qualitative Adjektive (stumm, taub, blind, ganz);

3) die unflektierten Farbenbezeichnungen (lila, rosa, orange).

 

3.1. Die Bildung der Steigerungsstufen.

Den Komparativ bildet man mit dem Suffix -er und den Superlatyiv mit dem Suffix -est.

R Merken Sie sich! Die volle Form des Suffixes -est steht nach d, t, s, β, sch, z: süβest, sanftest. Nach einem vokalischen Auslaut können beide Varianten stehen: freiest = freist. In den Adjektiven auf -er, -el, -en fällt im Komparativ -e aus, im Superlativ erscheint die verkürzte Form des Superlativsuffixes -st: edler, edelst.

Der Wurzelvokal erhält gewöhnlich den Umlaut: jung - jünger - am jüngsten.

Keinen Umlaut erhalten folgende Adjektive:

1) Adjektive mit dem Diphthong au: faul - fauler - am faulsten;

2) Adjektive auf -er, -en, -el, -bar, -sam, -ig, -lich, -haft: dankbar - dankbarer - am dankbarsten;

3) adjektivierte Partizipien: verdorben, rasend;

4) die Adjektive blond, schlank, voll, froh, falsch, rasch, sanft.

Folgende Adjektive haben Doppelformen mit oder ohne Umlaut: glatt, naβ, schmal, blaβ, gesund.

Die Adjektive gut und viel haben suppletive Steigerungsformen, die von verschiedenen Wurzeln gebildet sind:



oft - öfter / häufiger - am häufigsten

bald - eher - am ehesten

viel - mehr - am meisten

wenig - minder - mindesten (wenig - weniger - am wenigsten)

gut - besser - am besten

gern - lieber - am liebsten.

Zwei Adjektive haben Konsonantenwechsel:

nah - näher - am nächsten

hoch - höher - am höchsten.

 

Mit Umlaut

  Grundform (Positiv) Komparativ Superlativ
Die einsilbigen Adjektive mit den Stammvikalen a, o, u warm     grob wärmer     gröber der, die, das wärmste; am wärmsten der, die, das gröbste; am gröbsten
Ausnahmen: bunt, fahl, falsch, froh, hohl, hold, kahl, klar, lahm, rasch, roh, rund, sanft, satt, schlank, starr, stolz, toll, voll
Variante: schmal - schmäler / schmaler - am schmälsten / schmalsten ebenso: blass, glatt, nass, gesund

 

Ohne Umlaut

  Positiv Komparativ Superlativ
    schlecht     klein schlechter     kleiner der, die, das schlechteste; am schlechtesten der, die, das kleinste; am kleinsten
  Adjektive mit dem Diphthong au   faul       fauler     der, die, das faulste; am faulsten
Zweisilbige Adjektive tapfer   tapferer   der, die, das tapferste; am tapfersten

 

 

3.2. Die Bedeutung und der Gebrauch der Steigerungsstufen.

Der Positiv als Grundstufe bezeichnet gewöhnlich keinen Vergleich:

- Der Hummel ist blau.

Er kann auch einen Vergleich bezeichnen mit der Hilfe der Vergleichskonjunktionen so ... wie, ebenso ... wie:

- Er läuft ebenso schnell wie sein Freund.

Der Komparativ bezeichnet in der Regel die Ungleichheit. Die Vergleichskonjunktion ist als:

- Er läuft schneller als sein Freund.

Beim Vergleich sind nicht unbedingt zwei Gröβen notwendig:

- Das Kind wird gröβer.

Der Superlativ bezeichnet den höchsten Grad der Eigenschaft im Vergleich zu anderen Gröβen mit derselben Eigenschaft:

-Das war einer der schönsten Tage meines Lebens.

Der Superlativ hat 2 Gebrauchsformen: die eine mit dem bestimmten Artikel, die andere mit der verschmolzenen Form.

Attributiv wird nur die erste Form gebraucht.

Prädikativ können beide Formen gebraucht werden.

Adverbial - nur die zweite Form.

Das Adjektiv wird im Satz attributiv und prädikativ sowie als prädikatives Attribut gebraucht. Das gilt auch für die Adjektive im Komparativ und Superlativ. Seinem Wesen entsprechend, steht das Adjektiv meist als Attribut bei einem Substantiv (attributiver Gebrauch). In diesem Falle richtet es sich in Geschlecht, Zahl und Kasus nach seinem Beziehungswort: Er war ein weiches Kind.

Das Adjektiv kann auch Teil eines nominalen Prädikats sein (prädikativer Gebrauch). In diesem Falle bleibt es meist unverändert:

- Er war krank.

- Es war dunkler geworden.

Der prädikative Superlativ wird entweder in der deklinierten Form (mit dem bestimmten Artikel) oder in der nichtdeklinierten Form mit am und dem Suffix -sten gebraucht:

- Sie ist die schönste von allen.

- Sie ist am schönsten.

Im prädikativen Gebrauch wird das Adjektiv im Positiv manchmal auch dekliniert und steht dann mit dem Artikel. In diesem Fall bezeichnet es die Zugehörigkeit eines Dings zu einer bestimmten Gattung: Ihr Schicksal war ein gemeinsames.

Auch das Adjektiv im Komparativ kommt zuweilen im prädikativen Gebrauch in der flektierbaren Form vor; es bezeichnet dabei einen höheren (bzw. geringeren) Grad der Eigenschaft eines Dinges im Vergleich zu einem anderen Ding:

- Er war der jüngere der beiden Söhne eines Bankiers.

Als prädikatives Attribut wird das Adjektiv in der Kurzform gebraucht:

- Müde gehe ich endlich nach Hause.

- Er stand wartend vor dem Spiegel.

Die meisten Adjektive lassen sowohl den prädikativen als auch den attributiven Gebrauch zu. Es gibt aber Adjektive, die nur attributiv gebraucht werden. Das sind:

a) Adjektive, die keine Kurzform haben: die heutuge (gestrige, morgige, tägliche) Zeitung; die dortigen (hiesigen) Sitten; das linke (rechte) Ohr; die untere (obere) Stufe; ein anderer (besonderer) Fall;

b) relative Adjektive, die von Stoffnamen abgeleitet sind: golden, gläsern, hölzern, seiden, silbern, wollen u.a.;

R Merken Sie sich!Im bildlichen, übertragenen Sinn gebraucht, werden diese Adjektive zu qualitativen und können auch prädikativ gebraucht werden: Der Herbst war golden.

c) die undeklinierbaren Adjektive: lila, rosa, Moskauer.

Manche Adjektive werden nur prädikativ gebraucht. Dazu gehören angst, bange, eingedenk, feind, gewahr, gram, kund, leid, quitt, schade, schuld, untertan, zugetan u.a.

 

1. Kurzform des Adjektivs als Teil des Prädikats Der Mai ist warm. Der Juni ist wärmer. Der Juli ist am wärmsten. Der Juni ist warmer als der Mai.
2. Kurzform des Adjektivs als Adverbialbestimmung Er dankte uns freundlich. Sein Freund dankte uns freundlicher. Seine Freundin dankte uns am freundlichsten.
3. Deklinierbare Form des Adjektivs als Attribut Afrika ist ein groβer Erdteil. Amerika ist ein gröβerer Erdteil. Asien ist der gröβte Erdteil.

R Merken Sie sich!Der Superlativ hat niemals den unbestimmten Artikel.

 


Date: 2015-12-17; view: 861


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