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Kinder brauchen Fernsehen

A. Hörfunk und Fernsehen

D.1 Studieren Sie den Text.

Kinder brauchen Fernsehen

Wenn der kleine Bruno seine strengen Eltern oder die brutalen Spielkameraden nicht mehr sehen wollte, dann floh er ins Kino, in seine Traumwelt. „Hier erlebte ich aufregende und phantastische Abenteuer. Das half mir, mein wirkliches Leben zu ertragen.“

Der kleine Bruno wurde später ein berühmter Psychologe: Bruno Bettelheim – und dass er das Fernsehen für Kinder verteidigte, beruhte nicht zuletzt auf seinen Erinnerungen an glückliche Stunden, die er als Kind im Kino verbracht hatte.

Viele Eltern und Erzieher dagegen möchten nicht, dass die Kinder viel fernsehen. Bettelheim erklärte jedoch: „Kinder haben viele Wünsche aber nicht alle können erfüllt werden. Deshalb träumen sie oft am Tag. In Fernsehfilmen spiegeln sich diese Tagträume.“

Selbstverständlich verteidigt auch Bettelheim nicht den uneingeschränkten Fernsehkonsum. Welche Filme sollen Kinder also sehen?

„Wer es gut mit ihnen meint“, so sagt Bettelheim, „erspart ihnen, Bildungsprogramme in der Art von Sesamstraße. Sie schaffen nur die Illusion, dass man Wissen leicht und mühelos erwerben kann – was natürlich nicht stimmt.“

Aber auch harmlose Geschichten von lieben, netten Kindern oder niedliche Tierfilme empfiehlt Bettelheim nicht. Im Gegenteil: „Man kann nicht bestreiten, dass Gewalt eine gewisse Faszination ausübt. Und viele Kinder genießen aggressive Phantasien nicht nur, sie brauchen sie sogar.“ Bettelheim beruft sich dabei auf Untersuchungen, die gezeigt haben, dass Kinder weniger aggressiv sind, wenn sie ihre Wut beim Zuschauer in der Phantasie abreagiert haben. Die Eltern fordert er auf, nicht alles zu verbieten, was den Kindern Spaß macht. Sie sollten lieber häufiger mit ihren kleinen Töchtern und Söhnen gemeinsam einen Film ansehen und sich anschließend mit ihnen darüber unterhalten.

D.2 Geben Sie den Inhalt des Textes mit eigenen Worten wieder. Die folgenden Fragen können Ihnen dabei eine Hilfe sein:

· Was spielte sich oft in Brunos Kindheit ab?

· Wie beurteilt der Psychologe Bruno Bettelheim das Fernsehen für Kinder? Warum?

· Welche Fernsehsendungen empfiehlt Bruno Bettelheim Kindern? Welche nicht?

· Welchen Rat erteilt er den Eltern?

D.3. Äußern Sie sich ausführlich zu wenigstens einer der folgenden Fragen bzw. Aufgaben:

· Was sagen Sie zu der These im ersten Abschnitt?

· Haben Sie als Kind viele Fernsehfilme gesehen?

· Was halten Sie von der These „Lesen ist besser als Fernsehen“?

· Welche Kinderprogramme gibt es in der Ukraine? Halten Sie sie für gut?

· Welche Fernsehprogramme können Ihrer Meinung nach gefährliche Situationen wecken?

D.4 Finden Sie das richtig oder falsch? Markieren Sie und diskutieren Sie zu zweit oder zu dritt.

1. Fernsehen macht Kinder ängstlich, nervös und aggressiv.



2. Fernsehen fördert die sprachliche Entwicklung bei Kindern.

3. Kinder sollten erst fernsehen,wenn sie in die Schule gehen.

4. Fernsehen ist der beste Babysitter.

5. Am Ferbsehkonsum von Kindern kann man familiäre Probleme erkennen.

6. Die meisten Eltern sind ein schlechtes Vorbild.

7. Kinder sollten höchstens eine Stunde pro Tag fernsehen.

8. Durch Fernsehen verlieren Kinder ihre Fantasie und Kreativität.

9. Für Kinder sind nur Kindersendungen geeignet.

10. Kinder mit mehreren Geschwistern sehen besonders viel fern.

D.5 Lesen Sie den Text: Zu welchen Aussagen gibt es Informationen?

Familien:Massive Schwierigkeiten mit dem Fernsehen

Fernsehen wird für die Kinder immer mehr zur «Berieselungsmaschine». Vor allem wenn sie sich langweilen oder frustiert sind, schalten sie die «Glotze» ein. Die Eltern sind meist schlechte Vorbilder und haben keine Ahnung wie sie die häusliche Fernseherziehung gestalten sollen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die unter 200 Kölner Familien durchgeführt wurde.

Abends nach der Arbeit sind die Eltern oft gestresst und setzen sich erst einmal vor den Fernseher um abzuschalten egal was gerade läuft. Genau das sehen dann die Kinder. Und dieses Beispiel überzeugt sie natürlich nicht davon, bewusst und überlegt mit dem Fernsehen umzugehen und nur ausgewählte Sendungen anzusehen.

«Eine Menge Probleme sind in dieser Studie zum Vorschein gekommen», meint Bettina Hurrelmann, Professor für Jugendliteratur und Medienforschung. Probleme, die allerdings eng mit den Familienverhältnissen verbunden sind: Besonders Familien mit nur einem Elternteil oder mit mehr als zwei Kindern berichteten über massive Schwierigkeiten beim Umgang mit dem Fernsehen. So findet man in diesen Familien häufiger «Vielseher» - Kinder mit exzessiven TV-Konsum. «Dieser Fernsehkonsum ist oft völlig orientierungslos, bei Kindern wie bei Eltern», erklärt Bettina Hurrelmann. „Es wird nicht ausgewählt oder überlegt, bevor auf den Einschaltknopf gedrückt wird. Und dann wird einfach unkonzentriert durch die Programme gezappt, ohne Verständnis von Inhalten”.

Fernsehen wird so zum diffusen Zeitgeber und Alltagsfüller – im wahrsten Sinne des Wortes: 20 Prozent aller Kinder, die befragt wurde, sehen vor der Schule fern, 23 Prozent sofort nach dem Heimkommen.

Die Studie zeigt, dass dieser Fernsehstil die Kinder stresst und negative Folgen hat. Viele der «Vielseher» berichteten über Ängste, Nervosität und Agrressivität nach dem TV-Konsum. Dies wird von den Eltern durchaus bemerkt, nur wissen sie nicht, wie sie sinnvoll gegensteuern sollen. In 91% der befragten Familien werden Kindern manche Sendungen verboten. Es gibt jedoch kaum Familien, in denen den Kindern geeignete Sendungen empfohlen werden. 23 % der Mütter geben zu, überhaupt keine Fernsehregeln zu haben.

Der TV-Konsum kann nach Ansicht Bettina Hurrelmanns ein wichtiger Indikator für familiäre Probleme sein. Die Professorin warnt aber ausdrücklich davor, blind zu sein für die positiven Möglichkeiten des Mediums: «Eltern oder Pädagogen, die davon überzeugt sind, dass alles Böse aus dem Fernseher kommt, sind immer die schlechtesten Medienerzieher».

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Fernsehverhalten von Kindern gemacht? Berichten Sie.

D.6 Wie denken Sie über das Thema „Kinder und Fernsehen“? Machen Sie Notizen und diskutieren Sie.Gebrauchen Sie dabei folgende Wörter.

motiviert interessiert erlaubt ausgewählt verboten diskutiert genutzt frustriert gelangweilt gestresst empfohlen


D.7 Fünf Menschen wurden gefragt, die ohne Fernseher leben. Lesen Sie die Aussagen, hören Sie die Interviews und markieren Sie.

1. Seit der Fernseher abgeschafft ist, spielen und lesen die Kinder immer mehr.

2. Die Sprecherin lebt ohne Fernseher, weil sie keine Kontrolle über Ihren Fernsehkonsum hat.

3. Der Sprecher hat nur für die Zeit seiner Diplomarbeit ohne Fernseher gelebt.

4. Als der Fernseher abgeschafft wurde, hatte die Sprecherin zunächst Probleme mit ihrem Sohn.

5. Die Sprecherin hat bemerkt, dass sie ohne Fernseher nicht leben kann.

 

Könnten Sie ohne Fernseher leben? Berichten Sie.

 


Date: 2015-12-11; view: 1492


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