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Handelsstadt im Mittelalter

Johann I. und Otto III. über der angeblichen Stadturkunde Berlin-Cöllns.
Die Gründung der Doppelstadt Berlin-Cölln fällt in die bedeutendste Periode des deutschen Mittelalters. Um 1230, nachdem der Barnim und der Teltow in Besitz genommen waren, haben die beiden Askanische Brüder, die Markgrafen Johann I. und Otto III., die Städte angelegt. Die Gründungsurkunden sind nicht erhalten. Während der Name Berlin bisher nicht erklärt werden konnte, ist Cölln entweder die Kolonie von Berlin oder eine Erinnerung der ersten Siedler an ihre Heimat Cölln am Rhein. Unzweifelhaft ,,Colonia", zum ersten Mal wird Cölln am 28. Oktober 1237 von Pater Simeon urkundlich erwähnt, und Berlin am 27.04.1244. Am 26.02.1251 wird Berlin zum ersten Mal als Stadt erwähnt, und zwar von einem Probst Simeon.

 

 

Man kann davon ausgehen, dass dieses der gleiche Simeon ist, der die erste

Urkundliche Erwähnung von Cölln vornahm.

Zwei Momente waren maßgebend, gerade an dieser Stelle die Städte zu erbauen.

1.Der Übergang über das an dieser Stelle nur 5 Kilometer breite Spreetal, das Flussabwärts und Flussaufwärts kein so günstiges Überschreiten des Flusses ermöglichte;

2.der Treffpunkt zweier großer Straßen an diesem Punkte von der Elbe zur Oder und der Straße von Sachsen und Böhmen her "Kreuzungspunkt beider auf dem Molkenmarkt(einer der ältesten Plätze Berlins )".

Kurfürstentum im Spätmittelalter

Berlin teilte das Schicksal Brandenburgs unter den Askaniern (1157–1320), Wittelsbachern (1323–1373) und Luxemburgern (1373–1415). 1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg und dann als Kurfürsten und Könige in bzw. von Preußen. Im Jahr 1257 zählte die Markgrafschaft zum ersten Mal zum einzig zur Königswahl berechtigten Wahlkollegium. Die genauen Regeln wurden 1356 mit der Goldenen Bulle festgelegt; seitdem galt Brandenburg als Kurfürstentum. 1448 revoltierten Einwohner von Berlin im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. („Eisenzahn“). Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. Berlin wurde 1486 durch Kurfürst Johann Cicero zur Hauptresidenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten erklärt.

Bereits seit 1280 gab es Handelsbeziehungen zur Hanse, insbesondere zu Hamburg. Ab dem 14. Jahrhundert war Berlin Mitglied der Hanse, ohne dass Beginn und Intensität der Mitgliedschaft deutlicher zu erkennen wären. Als Folge des „Berliner Unwillens“ hatte der Kurfürst der Doppelstadt verboten, Mitglied von Städtebünden zu sein. Dennoch sind weiterhin Beziehungen zur Hanse nachweisbar. Erst 1518 trat Berlin formal aus der Hanse aus bzw. wurde von ihr ausgeschlossen.



Die Reformation wurde 1539 unter Kurfürst Joachim II. in Berlin und Cölln eingeführt, ohne dass es zu großen Auseinandersetzungen kam.

Kurfürstentum in der Frühen Neuzeit

Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: Ein Drittel der Häuser wurde beschädigt, die Bevölkerungszahl halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er begann eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Vom darauf folgenden Jahr an kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt.

Im Jahr 1671 wurde 50 jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause in Berlin gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 Prozent der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg.

 

Preußisches Königreich

1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrichs I. zum König in Preußen die Stellung der preußischen Hauptstadt, was durch das Edikt zur Bildung der Königlichen Residenz Berlin durch Zusammenlegung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt am 17. Januar 1709 amtlich wurde. Bald darauf entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten.

''Napoleon in Berlin'' Einzug Napoleons an der Spitze seiner Truppen durch das Brandenburger Tor, nach der siegreichen Schlacht bei Jena und Auerstedt. Berlin, 27. Oktober 1806
Nach der Niederlage Preußens 1806 verließ der König Berlin Richtung Königsberg. Behörden und wohlhabende Familien zogen aus Berlin fort. Französische Truppen besetzten die Stadt von 1806 bis 1808. Unter dem Reformer Freiherr vom und zum Stein wurde am 19. November 1808 die neue Berliner Städteordnung beschlossen und in einem Festakt am 6. Juli 1809 in der Nikolaikirche proklamiert, was zur ersten frei gewählten Stadtverordnetenversammlung führte. An die Spitze der neuen Verwaltung wurde ein Oberbürgermeister gewählt. Die Vereidigung der neuen Stadtverwaltung, nun Magistrat genannt, erfolgte am 8. Juli des Jahres im Berliner Rathaus.

Bei den Reformen der Schulen und wissenschaftlichen Einrichtungen spielte die von Wilhelm von Humboldt vorgeschlagene Bildung einer Berliner Universität eine bedeutende Rolle. Die neue Universität (1810) entwickelte sich rasch zum geistigen Mittelpunkt von Berlin und wurde bald weithin berühmt.

Weitere Reformen wie die Einführung einer Gewerbesteuer, das Gewerbe-Polizeigesetz (mit der Abschaffung der Zunftordnung), unter Staatskanzler Carl August von Hardenberg verabschiedet, die bürgerliche Gleichstellung der Juden und die Erneuerung des Heereswesens führten zu einem neuen Wachstumsschub in Berlin. Vor allem legten sie die Grundlage für die spätere Industrieentwicklung in der Stadt. Der König kehrte Ende 1809 nach Berlin zurück.

In den folgenden Jahrzehnten bis um 1850 siedelten sich außerhalb der Stadtmauern neue Fabriken an, in denen die Zuwanderer als Arbeiter oder Tagelöhner Beschäftigung fanden. Dadurch verdoppelte sich die Zahl der Einwohner durch Zuzug aus den östlichen Landesteilen. Bedeutende Unternehmen wie Borsig, Siemens oder die AEG entstanden und führten dazu, dass Berlin bald als Industriestadt galt.

Im Ergebnis der Märzrevolution machte der König zahlreiche Zugeständnisse. Ende 1848 wurde ein neuer Magistrat gewählt. Nach einer kurzen Pause wurde im März 1850 eine neue Stadtverfassung und Gemeindeordnung beschlossen, wonach die Presse- und Versammlungsfreiheit wieder aufgehoben, ein neues Dreiklassen-Wahlrecht eingeführt und die Befugnisse der Stadtverordneten stark eingeschränkt wurden. Die Rechte des Polizeipräsidenten Hinckeldey wurden dagegen gestärkt. In seiner Amtszeit bis 1856 sorgte er für den Aufbau der städtischen Infrastruktur (vor allem Stadtreinigung, Wasserwerke, Wasserleitungen, Errichtung von Bade- und Waschanlagen).[25]

1861 wurden Moabit und der Wedding sowie die Tempelhofer, Schöneberger, Spandauer und weiterer Vorstädte eingemeindet.

Bis 1945 war Berlin Verwaltungssitz der Kreise Niederbarnim und Teltow.

Kaiserreich

Mit der Einigung zum kleindeutschen Nationalstaat durch den preußischen Ministerpräsidenten Otto von Bismarck, die am 18. Januar 1871 vollzogen wurde, kam Berlin auch in die Stellung der Hauptstadt des deutschen Nationalstaats, zunächst mit dessen staatsrechtlicher Bezeichnung Deutsches Reich (bis 1945). Mit Gründung des Kaiserreichs lässt sich der Beginn der Gründerzeit,

Friedrichstraße Ende 19.Jh

 

in dessen Folge Deutschland zur Weltmacht und Berlin zur Weltstadt aufstieg, für Deutschland sehr genau auf das Jahr 1871 datieren. Im mehr als vier Jahrzehnte währenden Frieden, der im August 1914 mit Beginn des Ersten Weltkriegs endete, wurde Berlin im Jahre 1877 zunächst Millionenstadt und überstieg die Zweimillionen-Einwohner-Grenze erstmals im Jahre 1905.

Nach seiner Abdankung am 9./10. November 1918 in Spa kehrte der Kaiser nie mehr nach Berlin zurück.

Weimarer Republik

Januaraufstand 1919
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde am 9. November 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. In den Monaten nach der Novemberrevolution kam es mehrfach zu teils blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und ihren Freikorps sowie revolutionären Arbeitern. Anfang 1919 erschütterte der Spartakusaufstand die Stadt, zwei Monate später ein Generalstreik. Am 13. Januar 1920 kam es zu einem Blutbad vor dem Reichstag und im März 1920 wurde Berlin zum Schauplatz des Kapp-Putsches.

Im gleichen Jahr folgte mit dem Groß-Berlin-Gesetz eine umfassende Eingemeindung mehrerer umliegender Städte und Landgemeinden sowie zahlreicher Gutsbezirke. Die Reichs- und Landeshauptstadt hatte damit rund vier Millionen Einwohner und war in den 1920er Jahren die größte Stadt Kontinentaleuropas und die nach London und New York drittgrößte Stadt der Welt.

Die Stadt erlebte in den 1920er Jahren eine Blütezeit der Kunst, Wissenschaft und Kultur, die später als die „Goldenen Zwanziger“ bezeichnet wurden. Während dieser Zeit, die zeitweise durch wirtschaftliche Erholung geprägt war, war Berlin, auch aufgrund der nunmehr ungewöhnlich weit ausgedehnten Stadtfläche, die größte Industriestadt Europas.

Drittes Reich

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933, gewann Berlin als Hauptstadt des zentralistischen Dritten Reichs an politischer Bedeutung. Berlin war Schauplatz der 1936 von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken genutzten Olympischen Spiele. Adolf Hitler und Generalbauinspektor Albert Speer entwickelten gigantomanische architektonische Konzepte für den Umbau Berlins nach römischem Vorbild zur „Welthauptstadt Germania“.

Nationalsozialisten bzw. das NS-Regime zerstörten Berlins jüdische Gemeinde, die vor 1933 rund 160.000 Mitglieder zählte. Nach den Novemberpogromen von 1938 wurden tausende Berliner Juden ins nahe gelegene KZ Sachsenhausen deportiert. Rund 50.000 der noch in Berlin wohnhaften 66.000 Juden wurden vom Oktober 1941 an zunächst in Ghettos und Arbeitslager nach Litzmannstadt, Minsk, Kowno, Riga, Piaski oder Theresienstadt deportiert. Viele starben dort unter den widrigen Lebensbedingungen, andere wurden von dort in Vernichtungslager verschleppt und ermordet; nur wenige überlebten. Ab November 1942 fuhren Deportationszüge auch direkt nach Auschwitz. Mit der Fabrikaktion endeten im März 1943 die Massendeportationen.

Friedrichstraße 1945
Während des Zweiten Weltkriegs wurden ab 1940, massiv ab 1943, große Teile Berlins durch Luftangriffe der Alliierten und 1945 durch Häuserkämpfe in der Schlacht um Berlin zerstört. Der Anteil der zerstörten Häuser zum Kriegsende wurde mit etwa 31 Prozent angegeben.

 


Geteilte Stadt

Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde Berlin gemäß der Londoner Protokolle – der Gliederung ganz Deutschlands in Besatzungszonen entsprechend – in vier Sektoren aufgeteilt, nämlich die Sektoren der Vereinigten Staaten von Amerika, des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Irland, Frankreichs und der Sowjetunion: amerikanischer, britischer, französischer und russischer Sektor. Weder in der Konferenz von Jalta noch im Potsdamer Abkommen war eine förmliche Teilung in Westsektoren und Ostsektor (West-Berlin und Ost-Berlin) vorgesehen. Diese Gruppierung ergab sich 1945/1946 durch das Zusammengehörigkeitsgefühl der West-Alliierten einerseits und das Gefühl der Mehrzahl der Berliner andererseits, die die West-Alliierten als Befreier „von den Russen“ empfanden.

Die Sowjetische Militäradministration in Deutschland schuf schon am 19. Mai 1945 einen Magistrat für Berlin. Er bestand aus einem parteilosen Oberbürgermeister, 4 Stellvertretern und 16 Stadträten. Als erster Stadtrat für das Gesundheitswesen wurde Ferdinand Sauerbruch bestimmt. Aufgrund des Befehls Nr. 165 entließ ihn der Alliierte Kontrollrat am 12. Oktober 1945 wegen seiner Einstellung zur Zeit des Nationalsozialismus.

Für Groß-Berlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Siegermächte bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten nach einer Währungsreform in den West-Sektoren 1948/1949 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Westalliierten mit der „Berliner Luftbrücke“ überwanden.

Berliner Mauer
Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands im Jahr 1949 verfestigte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihren Regierungssitz in Bonn hatte, was zunächst als Provisorium gedacht war, proklamierte die DDR Berlin als Hauptstadt. Der Ost-West-Konflikt gipfelte in der Berlin-Krise und führte zum Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.

West-Berlin war seit 1949 de facto ein Land der Bundesrepublik Deutschland – allerdings mit rechtlicher Sonderstellung – und Ost-Berlin de facto ein Teil der DDR. Berlins Osten und Westen waren ab 1961 völlig voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins, Rentnerinnen und Rentner ausgenommen, und bis 1972 auch nur in Ausnahmefällen für Bewohner West-Berlins.

Im Jahr 1971 wurde das Viermächteabkommen über Berlin unterzeichnet und trat 1972 in Kraft. Während die Sowjetunion den Viermächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Viermächte-Status über Gesamt-Berlin. Die Problematik des umstrittenen Status Berlins wird auch als Berlin-Frage bezeichnet.

Berliner Republik

1989 kam es in der DDR zur Wende, die Mauer wurde geöffnet. 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt. Es entstand die Berliner Republik.

Am 20. Juni 1991 beschloss der Bundestag mit dem Hauptstadtbeschluss nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt Sitz der deutschen Bundesregierung und des Bundestages sein solle. 1994 wurde das Schloss Bellevue auf Initiative Richard von Weizsäckers zum ersten Amtssitz des Bundespräsidenten. In der Folgezeit wurde das Bundespräsidialamt in unmittelbarer Nähe errichtet.

1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf. Im Jahr 2001 wurde das neue Bundeskanzleramt eingeweiht und von Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen. Die überwiegende Zahl der Auslandsvertretungen in Deutschland verlegten in den folgenden Jahren ihren Sitz von Bonn nach Berlin.

Zum 1. Januar 2001 wurde die Anzahl der Bezirke, in die Berlin untergliedert ist, von zuvor 23 auf 12 reduziert.

 

Bevölkerung

Berlin hat rund 3,5 Millionen Einwohner und ist damit die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands; sie hat mehr Einwohner als die beiden nächstgrößten, Hamburg und München, zusammen. Die Agglomeration Berlin hat mit 4,3 Millionen etwa so viele Einwohner wie das Ruhrgebiet, die Metropolregion Berlin/Brandenburg, die beide Bundesländer komplett umfasst, knapp 6,0 Millionen Einwohner.

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Gastarbeiter aus Südeuropa und der Türkei nach West- und Vertragsarbeiter vor allem aus Vietnam nach Ost-Berlin. Seit den 1980er Jahren machten sich viele russlanddeutsche Spätaussiedler und seit der Wiedervereinigung schließlich Juden aus der Ukraine und Russland hierher auf den Weg. Heute leben in der Stadt Bürger von rund 190 Staaten. Außerdem war und ist Berlin aufgrund der politischen und kulturellen Bedeutung ein Zuzugsgebiet für viele Deutsche aus anderen Regionen, so betrug der Wanderungsgewinn gegenüber dem übrigen Bundesgebiet im Jahr 2009 über 18.000 Personen; Kreuzberg bildet aufgrund der dichten Besiedlung und niedrigen Mieten einen Schwerpunkt sowohl der türkischen als auch der alternativen Kultur. Die türkische Gemeinde Berlins mit etwa 180.000 türkischen und türkischstämmigen Bürgern gilt als eine der größten türkischen Gemeinden außerhalb der Türkei. Zusätzlich leben rund 70.000 Afrodeutsche in Berlin. Die zunehmende Internationalität Berlins spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der Migrantengruppen wider. So gibt es mehr als 25 nicht-einheimische ethnische Gruppen oder Nationalitäten mit jeweils mehr als 10.000 Menschen. Diese sind:

Türken: ~180.000-210.000, Polen: ~100.000,

Russen: ~50.000, Palästinenser: ~30.000,

Janitscharen-Umzug durch das Brandenburg
Serben: ~26.000, Libanesen: ~25.000,

Italiener: ~22.000, Vietnamesen: ~21.000,

US-Amerikaner: ~20.000, Franzosen: ~20.000,

Kasachen: ~20.000, Bulgaren: ~16.000,

Ukrainer: ~16.000, Briten: ~15.000,

Bosnier: ~14.000, Griechen: ~13.000,

Österreicher: ~13.000, Spanier: ~13.000,

Janitscharen-Umzug durch das Brandenburger Tor am "Türkischen Tag" in Berlin
Kroaten: ~12.000, Chinesen: ~12.000,

Iraner: ~11.000, Thailänder: ~11.000,

Syrer: ~11.000, Rumänen: ~11.000,

Ägypter: ~10.000, Ghanaer: ~10.000,

Israelis: ~10.000, Brasilianer: ~10.000,

Kreuzberg
Inder: ~10.000, Koreaner: ~10.000.

 

Berliner Dialekt

 

Der Berliner Dialekt, auch als „Berlinerisch“ oder „Berlinisch“ bezeichnet ist die Mundart, die im Großraum Berlin-Brandenburg gesprochen wird. Im Zusammenhang mit dem derben Humor, der besonders im Berliner Kiez gepflegt wird, bezeichnet man die Ausdrucksweise auch als „Berliner Schnauze“. Beim Berlinerischen handelt es sich sprachwissenschaftlich nicht um einen Dialekt, sondern um einen Metrolekt, eine in großstädtischen Zentren aus einer Mischung vieler unterschiedlicher Mundarten entstehende Stadtsprache. Die Entwicklung des Berlinerischen hat auch die Sprache des umliegenden Landes Brandenburg beeinflusst und das regionale, ursprünglich in der Mark Brandenburg gesprochene Niederdeutsch verdrängt. Die stärkste Ausprägung hat diese „neue“ Sprache in den städtischen Bereichen Berlins erfahren; daher existieren in Berlin bis heute Wörter, Spitznamen usw., die ihren Weg noch nicht in das Umland gefunden haben.

Aussprachebeispiele:

Phonologische Unterschiede zur hochdeutschen Standardsprache

Z → SS

Das z [ts] kann zu ss [s] werden.

· zu Hause [tsuˈhaʊ̯zə] → ssu Hause [suˈhaʊ̯zə]

R → A

Nach langem Vokal wird r zu einem kurzen a:

· wir [viːɐ̯] → wir, wia [viːa̯]

· Tür [tyːɐ̯] → Tür, Tüa [tyːa̯]

Die Ersetzung von -r zu -a ist so regelmäßig, dass die Ersetzung zumeist nicht transkribiert wird. Es verbleibt die hochdeutsche Rechtschreibung (wir, Tür) auch bei anderer Lautung.

Ein r nach kurzem Vokal wirkt auf den Vokal verlängernd. Im Vergleich zum Hochdeutschen ist dabei auffällig, dass der Vokal offen bleibt, obwohl er lang ausgesprochen wird. Im Schriftbild können solche Vokale durch Verdopplung des Vokals selbst und Verdopplung des folgenden Konsonanten dargestellt werden.

· Wort [vɔʁt] → Wort [vɔːa̯ʁt], Woat [vɔːt], Wooatt [vɔːa̯t]

Nach einem Schwundvokal (bzw. kurzem unbetontem Vokal) wird r zusammen mit dem Schwundvokal zu a.

· herbei [həʁˈbaɪ] → habei [haˈbaɪ]

· leider [ˈlaɪdəʁ] → leida [ˈlaɪda]

· habt ihr [ˈhaptiʁ] → habta [ˈhapta]

Auch diese Ersetzung ist so regelmäßig, dass sie zumeist nicht transkribiert wird.

Ausnahme: Obwohl es sich beim e in Berlin analog zu herbei um einen Schwundvokal handelt, wird der Stadtname korrekterweise unverändert als Berlin ausgesprochen.

L → LH

Das l wird - wie im Berndeutschen und im Niederländischen - außer vor Vokal und am Wortende - zu dunklem (palatalem) ł. Das ł klingt wie eine Mischung aus Schwundvokal Schwa und englischem w. Dies wird in der Regel nicht transkribiert.

· kalt [kalt] → kalt [kaɫt]

· halb [halp] → halb [haɫp]

Steht es vor einem Schwundvokal, wird l ebenfalls zu ł.

· alles [aləs] → allet [alət] → [aɫət]

Steht das stimmhafte l mit anderen stimmhaften Lauten wie d und g/j zusammen, so werden nachfolgende gekürzt, teils ganz ausgelassen:

· Entschuldigung [ɛntˈʃʊldɪgʊŋ] → Tschuldi’ung, Tschuldjung [ˈtʃʊɫjʊŋ]

PF → P / F

Die Verbindung pf ist im Berlinischen sehr selten. Meistens wird sie anlautend zu f, inlautend und auslautend zu p.

· Pferd [pfeːɐ̯t] → Ferd, Fead [feːa̯t]

· Apfel [ˈapfl̩] → Appl [ˈapl̩]

· Kopf [kɔpf] → Kopp [kɔp]

Einige Worte erhalten ihr pf. Dies ähnelt dem Niederdeutschen.

· Opfer → Oppa (vgl. niederländisches offer) - Oppa wäre ein älterer Herr (abgeleitet von Opa, d.h. von Großvater)

M, BM, TM

Ein b fällt vor m aus. Dies geschieht im Berlinischen sehr häufig, da die Endung -em durch den Ausfall des Schwundvokals zu -m verkürzt wird.

· grobem [ˈgroːbəm̩] → grobm, groom [ˈgroːm̩]

Ebenso werden d und t angeglichen.

· jedem [ˈjeːdəm̩] → jedm, jeem [ˈjeːm̩]

Hierbei wird anstelle des t ein gutturaler Stopp gesprochen, so als würde das m ein neues eigenständiges Wort sein. Einfacher gesagt, das t wird wie ein p gesprochen.

· atmen [ˈaːtmən̩] → atmen, apmen [ˈaːpmən̩]

N, DN, GN

Ein b fällt vor n aus. Jedoch wird hierbei das n zu m.

· haben [ˈhaːbən̩] → habn, habm, haam [ˈhaːm̩]

Ein p fällt vor n zwar nicht aus, das n wird jedoch zu m. (Kompliziert gesagt, fällt das p schon aus, und ein gutturaler Stopp bleibt übrig.)

· hupen [ˈhuːpən̩] → hupn, hupm [ˈhuːpm̩]

Vor ft wird n ebenfalls zu m.

· Auskunft [ˈaʊ̯skʊnft] → Auskumft [ˈaʊ̯skʊɱft]

Ein d fällt vor n aus.

· jeden [ˈjeːdən̩] → jedn, jeen [ˈjeːn]

Nach g, k, ch ("ach"-Laut) und ng wird n zu ng. Hierbei fällt das g oftmals aus.

· legen [ˈleːgən̩] → legn, legng, leeng [ˈleːŋ̍]

· hocken [ˈhɔkən̩] → hockn, hockng [ˈhɔkŋ̍]

· machen [ˈmaxən̩] → machn, machng [ˈmaxŋ̍]

· singen [ˈzɪŋən̩] → singn, singng [ˈzɪŋŋ̍]

· sagen [ˈzaːgən̩] → sagn, sagng, saang [ˈzaːŋ̍]

Das n kann jedoch dann wieder gesprochen werden, wenn das Wort mit Vokal, einem d oder einem t fortgesetzt wird.

· Signal [zɪˈgnaːl] → Signal, Singnal [zɪˈŋnaːl]

· Abend [ˈaːbn̩t] → Abnd, Abmnd, Aamnd [ˈaːmn̩t]

· eigentlich [ˈaɪ̯gn̩tlɪç] → eigntlich, eigngtlich, eingntlich [ˈaɪ̯ŋn̩tlɪç]

G → GH / J

Das g wird nach Vokal zu einem frikativen Laut. Stimmhaft wird es dann nach e, i, ä, ö, und ü zu j, und nach a, o und u zu einem r / gh, ähnlich dem arabischen غ (gheyn).

· Liege [ˈliːgə] → Lieghe, Lieje [ˈliːjə]

· Frage [ˈfʁaːgə] → Fraghe, Frare [ˈfʁaːʁə]

Stimmlos wird frikativ gewordenes g dann dementsprechend zu einem Ich-Laut oder einem Ach-Laut:

· liegt [liːkt] → lieght, liecht [liːçt]

· fragst [fʁaːkst] → fraghst, frachst [fʁaːxst]

In der hochdeutschen Endung -ig ist diese Frikativwerden bereits vorhanden. Wird das Wort nach -ig fortgesetzt, bleibt das g, wie auch im Hochdeutschen, plosiv, wird also nicht frikativ.

· Königreich → Könichreich

Auslautendes g verkürzt ein vorhergehendes a oder u.

· Tag [taːk] → Tagh, Tach [tax]

· Zug [tsuːk] → Zugh, Zuch [tsʊx]

Anlautend kann g immer zu j werden, jedoch bei jüngeren Sprechern seltener vor r, l, o und ei.

· genau [gəˈnaʊ̯] → jenau [jəˈnaʊ̯]

· gar [gaːɐ̯] → jaa [jaː]

· grün → jrün

CH → SCH, J

Als Ich-Laut kann ch zu sch werden.

· ordentlich [ˈɔʁdn̩tlɪç] → oadntlïsch, oonntlüsch [ˈɔːn̩tlʏʃ]

Bei schnellerem Sprechtempo können die Nachsilben -lich und -ig beide stimmhaft werden, also zu -lij und -ij. Dies wird, wenn überhaupt, mit einem Apostroph transkribiert.

· richtig [ˈʁɪçtɪç] → rïchtij, rüchti’ [ˈʁʏçtɪʝ]

· wirklich [ˈvɪʁklɪç] → wïrklij, würkli’ [ˈvʏʁklɪʝ]

· gleich [glaɪ̯ç] → gleij, glei’ [glaɪ̯ʝ]

Auch mich, dich, sich und nich können dann stimmhaft enden.

· mich [mɪç] → mij, mi’ [mɪʝ]

H → J

Zwischen Vokalen wird h zu j, was jedoch in der Regel nicht transkribiert wird.

· Ehe [ˈeːhə] → Ehe, Eje [ˈeːjə]

· Wenn ich das schon wieder sehe... → Wenn ick dit schon wieda sehe..., Wennik dit schon wieda seje...

E

Vor Konsonant fällt e als Schwundvokal in der Regel aus.

· Deckel [ˈdɛkəl] → Deckl [ˈdɛkl̩]

· bessere [ˈbɛsəʁə] → bessre [ˈbɛsʁə]

Insbesondere wird aus einem unbetonten er als letzte Silbe am Wortende (bzw. am Ende eines Wortteils) ein a, denn das r wird nach Vokal zu a, und das e fällt aus. Dies wird nicht immer transkribiert.

· besser [ˈbɛsəʁ] → besser, bessa [ˈbɛsa]

· verbessern [fɛɐ̯ˈbɛsɐn] → verbessern, vabessan [faˈbɛsan]

· herbei [hɛɐ̯ˈbaɪ̯] → herbei, habei [haˈbaɪ̯]

Ein e fällt jedoch nicht nach r, chn, tm aus.

· interessant → intressant → interssant

· rechnen → rechnen → rechnn

· atmen → atmen → apmen → apmn

Nach kurzem i oder u wird sogar ein Schwundvokal eingefügt.

· Teil [taɪ̯l] → Teil, Teiel [ˈtaɪ̯əl]

· aus [aʊ̯s] → aus, aues [aʊ̯əs]

Nach Doppel-n wird -en apostrophiert. Das n wird dabei doppelt ausgesprochen.

· können [kœnən] → könn’ [kœnː]

Ä → E

Ein ä wird im Berlinischen immer wie ein e gesprochen.

· Mädchen [ˈmɛːtçən] → Mädchen, Medchen [ˈmeːtçən]

Aus diesem Grunde wird ein kurzes e durch ein darauf folgendes r nicht gelängt, da dies phonetisch einem ä entsprechen würde. Stattdessen wird ein kurzes e vor r lang gesprochen.

· fern [fɛʁn] → fern, fean [feːɐ̯n]

EI → EE

ei [aɪ̯] wird oft zu ee [eː] (Monophthongierung), und zwar wenn es dem mittelhochdeutschen ei entspricht:

allein [alˈaɪ̯n] → alleïn, alleen [aˈleːn]

drei [draɪ̯] → dree (hier entspricht das ei dem mhd. î)

I → Ü

Offenes i kann zu einem ü tendieren.

· Fisch [fɪʃ] → Fïsch, Füsch [fʏʃ]

· nichts [nɪçts] → nïscht, nüscht [nʏʃt]

· Milch [Mɪlç] → Mïlsch, Mülsch [Mʏlʃ]

 

 

Die Transkription der Lautung auf ü ist selten und meistens auf feststehende Formen wie nüscht beschränkt. In anderen Fällen verbleibt die hochdeutsche Rechtschreibung bei anderer Lautung, vgl. "Licht" [lɪçt].

E → Ö

Offenes e kann zu einem ö tendieren.

· Die Zahl 11. Elf → Ölf

AU → OO

au [aʊ̯] wird oft zu oo [oː] (Monophthongierung), und zwar wenn es dem urgermanischen au entspricht:

· auch [aʊ̯x] → åuch, ooch [oːx] (<Urg. *auk)

· aus [aʊ̯s] → oos (hier entspricht das au dem urg. û: *ût)

Wortbildung

 

Wörter können zusammengezogen werden und verändern sich dabei. Einige dieser Formen sind so auffällig, dass sie im Berlinischen ins Schriftbild transkribiert werden. Es handelt sich hierbei typischerweise um Personalpronomen und Artikel, die wie Nachsilben an Verben und Konjunktionen angehängt werden.

ich [ɪç] → ick, -ik [ɪk] kann ich [ˈkanɪç] → kann ick → kannik [ˈkanɪk]

du [duː] → du, -de [də]/e[ə] wenn du [ˈvɛnduː] → wenn du, wennde [ˈvɛndə];

hast du [ˈhastd̥u] → hast du, haste [ˈhastə]

er [eːɐ̯] → er, -a [a] will er [ˈvɪlˀeːɐ̯] → will ea, willa [ˈvɪla]

sie [ziː] → sie, -se [zə] will sie [ˈvɪlziː] → will sie, willse [ˈvɪlzə]

es [ɛs] → it, -et [ət] so ist es [zoː ɪst ɛs] → so is it, so isset [zoː ɪsət]

wir [viːɐ̯] → wia,-wa[va] haben wir [ˈhaːbn̩ˌviːɐ̯] → habn wia, habnwa, haamwa [ˈhamva]

ihr [iːɐ̯] → ia, -a [a] wisst ihr [ˈvɪstiːɐ̯] → wisst ia, wissta [ˈvɪsta]

sie [ziː] → -se [zə] sehen Sie [ˈzeːənziː] → sehn Sie, sehnSe [ˈzeːnzə]

mir [miːɐ̯] → -ma [ma] kannst du mir [ˈkanstd̥uˌmiːɐ̯] → kannst du mia, kannstema

[ˈkanstəˌma], kannstema = kannst du mal

dir [diːɐ̯] → -da [da] wenn ich dir [ˈvɛnɪçˌdiːɐ̯] → wenn ick dia, wennikda [ˈvɛnɪkˌda]

ihm [iːm] → -m [m̩] habe ich ihm [ˈhaːbəɪçˌiːm] → hab ick ihm, habbikm [ˈhabɪkm̩]

ihr [iːɐ̯] → -a [a̯] wollte er ihr [ˈvɔltəˌˀeːɐ̯ˌˀiːɐ̯] → wollte ea ia, wolltaa [ˈvɔltaˀa̯]

mich → mich, -mij, -mi’ [mɪʝ] als sie mich [ˈalsˌz̥iːˌmɪç] → als sie mich, alssemij, alssemi’

dich → dich, -dij, -dij [dɪʝ] hast du dich [ˈhastˌd̥uˌdɪç] → hast du dich, hastedij, hastedi’

ihn [iːn] → -n [n̩] will ich ihn [ˈvɪlɪçˌiːn] → will ick ihn, willikn, willikng [ˈvɪlɪkŋ̍]

sich [zɪç] → -sij [sɪʝ] da kann er sich [daˈkaneːɐ̯ˌzɪç] → da kann ea sich, da kannasij,

da kannasi’ [daˈkana̯ˌsɪʝ])

dem [deːm] → dem, -m [m̩] zu dem [ˈtsuːdeːm] → zu dem, zum [tsʊm]

den [deːn] → -n [n̩] zu den [ˈtsuːdeːn] → zu den, zun [ˈtsuːn̩]

der [deːɐ̯] → -a [a̯] zu der [ˈtsuːdeːɐ̯] → zu dea, zur [ˈtsuːa̯]

 

 

Gegebenenfalls wird das Trägerwort der Liaison der Aussprache angepasst, um eventuell die Stimmlosigkeit des Auslauts oder die Kürze des Vokals zu verdeutlichen.

· hat er [ˈhatˀeːɐ̯] → hatta [ˈhata]

· ob ich [ˈɔpɪç] → ob ick → obpik [ˈɔpɪk]

· mit dem [ˈmɪtd̥eːm] → mittm, mitpm [ˈmɪpm̩]

· mit der [ˈmɪtd̥eːɐ̯] → mitta [ˈmɪta]

· in der [ˈɪndeːɐ̯] → inna [ˈɪna]

 

Der Auslaut des Trägerwortes kann in einigen Fällen verschwinden. Ist der ausfallende Auslaut ein n, so wird -ik zu -ink.

· Dazu hättest du doch auch noch einmal etwas sagen können. [ˈdaːtsuː ˈhɛtəstˌd̥uːˌdɔx ˈaʊ̯xˌnɔx ˈaɪ̯nmaːl ˈɛtvas ˈzaːgn̩ˌkœnən]

→Da hettste do’ oo’ no’ ma’ wat ssu saang könn’. [daː ˈhɛtsˌtə dɔː ˈoːnɔma vat suː ˈsaːŋ̍ kœnː]

· wenn man [ˈvɛnˌman] → wemman / we-man [ˈvɛman]

 

Pronomen

Ersetzen von Personalpronomen

Im Berlinischen wird wesentlich häufiger ein Demonstrativpronomen statt eines Personalpronomens benutzt.

· it → dit (it regnet → dit regnet)

· „hier“ und „da“ statt „dieset“ und „jenet“

Gebräuchlicher als diesa, diese und dieset sind der hier, die hier und dit hier. Ebenso hört man häufiger der da, die da und dit da als jena, jene und jenet.

· Gibst du mir jenes Buch? → Jibste mir dit Buch da?

Wegfall am Satzanfang

Personalpronomen, Demonstrativpronomen und da können am Satzanfang ausfallen, wenn der Kontext klar ist.

· Ick hab keene Ahnung. → Hab keene Ahnung.→Keene Ahnung.

· Dit ha’ik do’ jewusst. → Ha’ik do’ jewusst.

· Da warik schon. → Warik schon.

· Jedient? (statt „Haben Sie gedient?“)

Auftrennung von Pronomen und Partikel

Verbindungen wie woher werden im Berlinischen öfter als im Hochdeutschen aufgetrennt.

· Woher kommst du? → Wo kommste her?

· Davon habe ich nichts. → Da ha’ ik nüscht von.

 

Beginnt der Partikel mit einem Vokal, sodass zwischen da bzw. wo und dem Partikel ein r eingefügt werden muss, beginnt nach der Auftrennung der Partikel mit dr.

· Daraus mache ich mir nichts. → Da machikma nüscht draus.

Events & Festivals

 

Während des gesamten Jahres ist Berlin Spielstätte weiterer internationaler Festivals, von denen einige unter dem organisatorischen Dach der Berliner Festspiele stattfinden. Beim Berliner Theatertreffen werden die bemerkenswertesten deutschsprachigen Theaterinszenierungen einer Saison präsentiert. Weitere Festivals sind das Literaturfestival, das Jazzfest und spielzeiteuropa, das Tanzfest, die Young Euro Classics und die Berlin Biennale.

Umzüge, Paraden und Open-Air-Feste sind ebenfalls etablierte Ereignisse im Veranstaltungskalender der Stadt. Der Karneval der Kulturen, der CSD Berlin, der Berliner Karnevalsumzug und das Berliner Myfest gehören zu den bekanntesten. Von 1989 bis 2006 war mit der Loveparade die größte Tanzveranstaltung der Welt in Berlin beheimatet.

 

Januar/Februar

Tausende Menschen sind in der Museumsnacht auf den Beinen.
Lange Nacht der Museen:

Die Lange Nacht der Museen ist seit langem eine feste Institution in Berlin.

Zwei Mal im Jahr öffnen über hundert Berliner Museen und Ausstellungsorte ihre Türen und geben den Besuchern von 18 bis 2 Uhr nachts Gelegenheit, Ausstellungen, Sammlungen und Installationen in Augenschein zu nehmen.

Darüber hinaus gibt es ein reiches Angebot an Lesungen, Konzerten und Theaterstücken.

Berlinale:

Die im Wettbewerb erfolgreichen Filme werden von einer internationalen Jury mit dem Goldenen und Silbernen Bären ausgezeichnet. Bis zu 400 Filme werden in verschiedenen Sektionen präsentiert. Mit mehr als 230.000 verkauften Eintrittskarten und etwa 430.000 Kinobesuchern insgesamt (inklusive akkreditierter Fachbesucher) ist die Berlinale das größte Publikumsfestival der Welt.

Rund 20.000 Fachbesucher aus 120 Ländern nehmen an dem Festival teil. Etwa 4.200 Journalisten berichten über die Zeit der Festspiele in mehr als 100 Länder. Während der Berlinale findet zeitgleich der European Film Market (EFM) statt. Der EFM gehört zu den international wichtigsten Treffen der Filmindustrie und hat sich zu einem bedeutenden Marktplatz für Produzenten, Verleiher, Filmeinkäufer und Co-Produktionsagenten etabliert.

Gegründet wurde die Berlinale im Jahr 1951. Festivaldirektor ist seit 2001 Dieter Kosslick. Seit 2002 sind die Internationalen Filmfestspiele Berlin ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH. Sie erhalten eine institutionelle Förderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gegenwärtig haben sich die Internationalen Filmfestspiele Berlin zu dem herausragendsten Kultur- und Medienereignis der Metropole entwickelt.

 

März/Mai

Theatertreffen

Das Berliner Theatertreffen ist eine alljährliche Veranstaltung der Kulturinstitution Berliner Festspiele GmbH und wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Mit einer Einladung zum Theatertreffen werden die zehn bemerkenswertesten deutschsprachigen Theaterinszenierungen einer Saison ausgezeichnet. Die Auswahl trifft eine Jury aus sieben Theaterkritikern. Die Entscheidung über die Einladung fällt in der Regel im Februar eines Jahres, das rund zweiwöchige Festival findet im darauf folgenden Mai statt. Festivalzentrum ist das Haus der Berliner Festspiele in der Schaperstraße (Wilmersdorf). Zusätzlich werden verschiedene Berliner Bühnen bespielt und ggf. alternative Spielorte bezogen, um den besonderen räumlichen Anforderungen der eingeladenen Inszenierungen gerecht zu werden. Die Tickets für das Theatertreffen sind alljährlich sehr begehrt.

Theatertreffen 2012
Das erste Theatertreffen fand 1964 statt. Von 2003 bis 2011 wurde das Theatertreffen von Iris Laufenberg geleitet. Seit 2012 hat Yvonne Büdenhölzer, die zuvor den Stückemarkt betreute, die Leitung übernommen. Mittlerweile gibt es rund um das Treffen ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Diskussionen, Preisverleihungen, Publikumsgesprächen, Filmen, Premierenpartys und Konzerten. Ein europäischer Stückemarkt stellt neue Stücke und Autoren vor. In szenischen Lesungen erhalten sie die Chance, ihre Bühnentauglichkeit unter Beweis zu stellen. Der Fernsehsender 3sat berichtet ausführlich während des Festivals und zeigt Aufführungen teilweise live im Fernsehen.

 

 

Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin

 

Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (offiziell ILA Berlin Air Show) in Berlin/Brandenburg ist die bedeutendste Fachmesse der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland und zählt neben dem Pariser Aerosalon und der Farnborough Air Show in England zu den großen und wichtigen Luft- und Raumfahrtmessen der Welt. Sie findet alle zwei Jahre jeweils in geraden Jahren statt. Die ersten drei Tage ist die ILA ausschließlich für Fachbesucher zugänglich. Für das allgemeine Publikum wird die Ausstellung am darauffolgenden Wochenende geöffnet, an dem unter anderem auch Flugvorführungen von Kunstfliegern oder historischen Modellen stattfinden. Die Messe wird von einem umfangreichen Konferenzprogramm begleitet. Wesentliche Segmente der ILA sind Kommerzieller Luftverkehr, Raumfahrt, Verteidigung und Sicherheit, Ausrüstung, Triebwerke, Werkstoffe sowie General Aviation.

 

Veranstalter der ILA sind der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) und die Messe Berlin GmbH. Bis 2010 wurde die ILA auf dem Südgelände des Flughafens Berlin-Schönefeld, seit 2012 wird sie auf dem Berlin ExpoCenter Airport-Areal im Schönefelder Ortsteil Selchow am Westrand des Flughafens Berlin Brandenburg ausgetragen. Die nächste ILA ist für die Zeit vom 20. bis 25. Mai 2014 angesetzt.

 

DFB-Pokal

 

Der DFB-Pokal (bis 1943 Tschammer-Pokal) ist ein seit 1935 ausgetragener Fußball-Pokalwettbewerb für deutsche Vereinsmannschaften. Er wird jährlich vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) veranstaltet und ist nach der Deutschen Meisterschaft der zweitwichtigste Titel im nationalen Vereinsfußball. Seit 1985 wird das Endspiel des DFB-Pokals im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Juni/ Juli

Karneval der Kulturen

 

Der Karneval der Kulturen ist ein multikulturelles Fest in Berlin, das seit 1996 alljährlich um das Pfingstwochenende herum im Stadtteil Kreuzberg gefeiert wird. Organisator ist die Werkstatt der Kulturen in Berlin. Bei den Umzügen, den Musik- und Theaterveranstaltungen dient der Karnevalsgedanke einer bunten, friedlichen und toleranzbetonten Demonstration der kulturellen Vielfalt.

Von Beginn an standen große Umzüge durch das Berliner Stadtzentrum im Mittelpunkt der Veranstaltung. Im Laufe der Jahre wuchs der Karneval zu einem viertägigen Straßenfest mit zahlreichen musikalischen und choreographischen Darbietungen. Auch ein Kinderkarneval ist mittlerweile im Standardprogramm enthalten. Die Besucherzahlen stiegen von 50.000 im Jahr 1996 kontinuierlich an. 1997 waren es bereits über 300.000. Zu Pfingsten 2000 wurde die Millionengrenze überschritten. 2003 konnten über 1,5 Millionen Besucher gezählt werden. In den letzten Jahren stagnierte die Besucherzahl zwischen 600.000 und einer Million, wobei ein starker Zusammenhang mit dem oftmals kühlen Wetter naheliegt.

Die Teilnehmerzahl bei den Umzügen stieg hingegen stetig an, von etwa 2.200 auf über 4.000 Akteure. Die Originalität und Fantasie ihrer Darbietungen und Ausrüstungen wird seit dem Jahr 2000 mit Preisen ausgezeichnet. Meistens wird das Event mit einer großen Abschlussparty gekrönt. Als Medienpartner sind die Lokalpresse sowie diverse Berliner Fernseh- und Radiosender an allen Tagen vor Ort.

Am Umzug sind neben deutschen vielfach südamerikanische und afrikanische Gruppen beteiligt. Türkische Gruppen sind, anders als man im teilweise türkisch geprägten Kreuzberg vermuten könnte, kaum vertreten.

 

Christopher Street Day

Im Juni 2013 werden zum 35. Mal rund eine Million Menschen bei der CSD Parade und dem CSD Finale für die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Transgendern, Inter- und Bisexuellen auf die Straße gehen. Die diesjährige Parade steht unter dem Leitthema: "Diskriminierung".

Der CSD erinnert an das erste bekannt gewordene Aufbegehren von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street in Greenwich Village am 27. Juni 1969 in der Bar Stonewall Inn. Es kam in der Folge zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei.

> Der erste "Christopher Street Day" in Berlin fand am 30.06.1979 statt - "Gay Pride" war das Motto, unter dem in West-Berlin 400 Demonstranten - aus Angst zum Teil vermummt - auf die Straße gingen. Sie riefen "Schwule raus aus Euren Löchern, alleine werdet Ihr verknöchern", "Lesben erhebt Euch und die Welt erlebt Euch".

 

Classic Open Air am Gendarmenmarkt

Mit einem fantastischen Konzert von Startenor José Carreras startete 1992 das Classic Open Air-Festival auf einem der schönsten Plätze Deutschlands, dem Gendarmenmarkt, in seine erfolgreiche Zukunft.

An fünf Abenden im Juli erklingen hier unter freiem Sternenhimmel populäre klassische und moderne Melodien umrahmt von der prachtvollen klassizistischen Architektur des Konzerthauses, des Französischen Doms und des Deutschen Doms.

 

August/ September

Internationales Literaturfestival Berlin

Das Internationale Literaturfestival Berlin (Eigenschreibweise: internationales literaturfestival berlin oder kurz ilb), ist ein alljährlich Anfang bis Mitte September in Berlin stattfindendes Literaturfestival. Es wurde 2001 von dem Ingenieur und Kulturmanager Ulrich Schreiber gegründet, der bis heute Festivaldirektor ist. Träger des Festivals ist die Peter-Weiss-Stiftung. Das 13. Festival findet vom 4. bis 15. September 2013 statt.

Schwerpunkt des Festivals sind die zeitgenössischen Entwicklungen von Prosa und Lyrik aus aller Welt, die sich in den Festival-Sparten Literaturen der Welt, Reflections, Erinnerung, sprich, Specials und Internationale Kinder- und Jugendliteratur wiederfinden. Die Sektion Specials wiederum unterteilt sich in die New German Voices, die Slam Revue, sowie den internationalen Jungautoren-Wettbewerb Scritture Giovani.

Auf allen Veranstaltungen des internationalen literaturfestivals berlin werden die Texte von den Autoren in deren Muttersprache vorgetragen, gefolgt von einer Lesung der deutschen Übersetzung, die von Schauspielern dargeboten wird. Moderatoren und Dolmetscher ermöglichen eine Diskussion zwischen Autor und Publikum.

Das internationale literaturfestival berlin ist eine Veranstaltung der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik. Es steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Festivalzentrum ist seit 2005 das Haus der Berliner Festspiele in Berlin-Wilmersdorf. Daneben finden Veranstaltungen an unterschiedlichen Spielorten in ganz Berlin statt.

 

September/Oktober

Popkomm

Die Popkomm ist eine Fachmesse für Musik und Unterhaltung in Berlin. Bis 2003 fand die Popkomm in Köln statt.

Die Popkomm ist eine internationale Handelsmesse der Musik- und Unterhaltungsbranche und zieht jährlich Tausende von Fachbesuchern aus aller Welt an. Sie setzt auf ein integriertes Veranstaltungskonzept aus Fachmesse, Kongress und Festival und wird von der Messe Berlin GmbH veranstaltet.

Die Popkomm ist zu einer bedeutenden Veranstaltung der Branche geworden, von der wirtschaftliche und kulturpolitische Impulse ausgehen. Zahlreiche Labels, Majors und Independents, Händler, Verlage und musikaffine Unternehmen sind seit Jahren auf der Popkomm vertreten. Auf einer Ausstellungsfläche von 16.000 m² zählte die Popkomm 2006 insgesamt 817 Aussteller, davon 589 internationale Aussteller aus 55 Ländern, sowie über 15.000 Fachbesucher. Nach der Popkomm 2006 gaben 72 Prozent der Aussteller und 41 Prozent der Fachbesucher an, erfolgreich Geschäfte gemacht zu haben. Im Jahr 2008 fand die Popkomm vom 8. bis 10. Oktober 2008 statt. 2010 wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Popkomm ein B2C[1]-Bereich auf dem Marktplatz eingeführt, um den Endverbraucher mehr in die Veranstaltung miteinzubeziehen.

November/Dezember

Jazzfest Berlin

Eingebunden in die Berliner Festspiele bildet das Jazzfest Berlin den krönenden Abschluss eines jeden Jazzjahres. An vier Tagen im November gibt es nicht nur im Haus der Berliner Festspiele ein abwechslungsreiches Programm für alle Jazzliebhaber. An Orten wie dem Quasimodo, dem A-Trane oder dem Berliner Jazz-Institut sind sowohl traditionelle als auch progressive Töne zu hören.

 

Sehenswürdigkeiten der Stadt Berlin

 

Berlin – Stadt des Designs, Mauerstadt, deutsche Metropole – Berlin bietet viele Gründe für einen Besuch. Eine Stadt mit so viel Geschichte und Historie gibt es kaum ein zweites Mal in der Welt. Die vielfältige Museumslandschaft, das bunte Nachtleben und die vielen Shoppingmöglichkeiten machen Berlin zu einer ganz besonderen Stadt.

Fernsehturm

Der Berliner Fernsehturm ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands und das vierthöchste freistehende Gebäude Europas. Im Jahr der Fertigstellung war er der zweithöchste Fernsehturm der Welt. Der Turm im internationalen Stil wurde von Mitte bis Ende der 1960er Jahre im Zentrum Ost-Berlins errichtet und übertrifft den Berliner Funkturm in seiner Höhe deutlich. Er steht auf einer

Freifläche zwischen dem Marx-Engels-Forum und dem Alexanderplatz zentral im Berliner Ortsteil Mitte und prägt als weithin sichtbare Landmarke wie auch als Wahrzeichen der Stadt die Skyline Berlins.

Der Fernsehturm dient neben der Ausstrahlung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen als Aussichtsturm und zählt mit jährlich rund 1,2 Millionen Besuchern deutschlandweit zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten.

Alexanderplatz

Der Alexanderplatz ist ein zentraler, annähernd rechteckiger Platz und Verkehrsknotenpunkt in Berlin. Er liegt im Ortsteil Mitte desgleichnamigen Bezirks in der früheren Königsstadt und wird im Volksmund kurz Alex genannt. Er wurde nach dem russischen Zaren Alexander I. benannt. Es ist der einzig noch bestehende und sich an originalem Standort befindliche Platz vor einem der mittelalterlichen Tore der Berliner Stadtmauer.

Gendarmenmarkt
Der Gendarmenmarkt ist ein Platz in der Historischen Mitte von Berlin und gilt gemeinhin als „schönster Platz Berlins“. Im Zentrum befindet sich das Konzerthaus, das an der Südseite vom Deutschen und an der Nordseite vom Französischen Dom flankiert wird.

 

Panorama des Gendarmenmarkts, in der Mitte das Konzerthaus, links der Deutsche und rechts der Französische Dom

Der rund 3,3 Hektar große Platz liegt inmitten des auf dem Reißbrett geschaffenen Stadtviertels Friedrichstadt. Er nimmt drei der Karrees ein und wird begrenzt durch die Französische Straße im Norden, die Charlottenstraße im Westen, die Mohrenstraße im Süden und die Markgrafenstraße im Osten. Die Jäger- und die Taubenstraße werden durch den Platz geteilt und sind im Bereich des Platzes – als Straßen kaum noch kenntlich – in Form einer Fußgängerzone ausgelegt.

Unter den Linden – Boulevard
Die Staatsoper Unter den Linden (auch Deutsche Staatsoper oder Staatsoper Berlin) ist das bedeutendste Opernhaus von Berlin. Es steht in der historischen Mitte am Boulevard Unter den Linden. Das Gebäude war Teil des Forum Fridericianum und wurde als Königliche Hofoper von 1741 bis 1743 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff im Stil des Palladianismus errichtet. Das Bauwerk, im Berliner Volksmund auch „Lindenoper“ genannt, war das erste freistehende Opernhaus Deutschlands und seinerzeit das größte Europas.

 

Das Brandenburger Tor in Berlin steht am Pariser Platz in der Dorotheenstadt im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte). Es wurde in den Jahren von 1788 bis 1791 auf Anweisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. von Carl Gotthard Langhans errichtet und ist ein bekanntes Wahrzeichen und nationales Symbol, mit dem viele wichtige Ereignisse der Geschichte Berlins, Deutschlands, Europas und der Welt des 20. Jahrhunderts verbunden sind. Der Bau ist dem frühklassizistischen Stil zuzuordnen.

Das Brandenburger Tor bildet mit dem Pariser Platz den Abschluss der Straße Unter den Linden. Auf der Westseite des Tores liegt der Platz des 18. März, an dem die Straße des 17. Juni beginnt, die den Tiergarten durchquert.

Brandenburger Tor abends

 

Sony Center

Das Sony Center ist ein Gebäudeensemble am Potsdamer Platz im Berliner Ortsteil Tiergarten des Bezirks Mitte. In einem der futuristischen sieben Gebäude befindet sich die Europazentrale von Sony.

Im Sony Center befinden sich auf einer Geschossfläche von etwa 132.500 m² verschiedene Büroflächen von insgesamt etwa 68.000 m², Wohnflächen von insgesamt etwa 26.500 m², ein Filmhaus mit etwa 17.500 m², ein Unterhaltungszentrum mit rund 17.000 m², sowie Flächen für den Einzelhandel und die Gastronomie von etwa 8.100 m².

Reichstagsgebäude

Das Reichstagsgebäude (kurz Reichstag; offiziell Plenarbereich Reichstagsgebäude) am Platz der Republik in Berlin ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Die Bundesversammlung tritt hier seit 1994 zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten zusammen.

Der Bau wurde von dem Architekten Paul Wallot 1884 bis 1894 im Stil der Neorenaissance im Ortsteil Tiergarten (heute zum Bezirk Mitte gehörend) errichtet. Er beherbergte sowohl den Reichstag des Deutschen Kaiserreiches als auch den Reichstag der Weimarer Republik. Durch den Reichstagsbrand von 1933 und durch Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt, wurde das Gebäude in den 1960er Jahren in modernisierter Form wiederhergestellt und von 1991 bis 1999 noch einmal grundlegend umgestaltet.

 

Das Reichstagsgebäude


Date: 2015-12-11; view: 3023


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