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Thema 1.3. Französische Revolution und ihr Einfluss auf die europäische Politik

Napoleonische Zeit

Porträt Napoleons in seinem Arbeitszimmer von Jacques-Louis David

Ende des XVIII. Jahrhunderts erlebte England eine industrielle Revolution, auf einem anderen Kontinent entstanden die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Französische Revolution 1789 beseitigte die feudale Gesellschaftsordnung und beendete damit das Zeitalter des Absolutismus. Auf ihren Fahnen standen neue Begriffe: Gewaltenteilung und Menschenrechte, Freiheit und Gleichheit aller Bürger. An die Spitze des Staates kam General Napoleon Bonaparte durch einen Staatsstreich*. Seine Machtpolitik war auch für Deutschland bestimmend.

Vor 1800 konnte das revolutionäre Frankreich als Folge der Kriege gegen große Mächte in Europa seinen Einflussbereich bedeutend ausweiten. 1801 musste das Deutsche Reich im Frieden von Lunevillealle linksrheinischen Gebiete abtreten*.

Die Französische Revolution (1789 bis 1799) gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des damaligen feudalabsolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend mitbeeinflusst.

 

Luneville – eine französische Stadt, wo der Friede von Luneville geschlossen wurde, der die Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich bestätigte.

 

Napoleon, der seit 1804 französischer Kaiser wurde, schuf sich ein System von Vassalenstaaten. Er schloss 1806 sechzehn süd- und westdeutsche Fürstentümer im Rheinbund zusammen und übernahm das Protektorat.

Protektorat, n (von lat. protegere, „schützen“) ist ein teilsouveränes staatliches Territorium, dessen auswärtige Vertretung und Landesverteidigung einem anderen Staat unterstehen.

Bayern und Württemberg erhob er zu Königreichen. Kaiser Franz II. musste die Reichskrone aufgeben. Das alte Römische Reich der Deutschen Nation brach auf solche Weise zusammen.

Deutschland war in drei Parteien zerfallen: Die Rheinbundstaaten ordneten in Süddeutschland ihre Staatsorganisation nach französischem Vorbild. Österreich, das seine Gebiete in Schwaben und am Oberrhein verloren hatte, wurde unter Franz II. zum spätabsolutistischen Polizeistaat. Preußen wurde vernichtend geschlagen und nur dank dem russischen Einspruch* nicht völlig aufgelöst. Es musste drakonische Besatzungsbedingungen* hinnehmen. In dieser Zeit wurden in der preußischen Verwaltung und im Wirtschaftsbereich Reformen durchgesetzt.

Als die französische Armee in Russland geschlagen wurde, standen nach und nach fast alle deutschen Staaten gegen Napoleon auf, angeführt von Preußen, das sich 1813 mit Russland verbündete. Mit vereinten Kräften wurden im Oktober 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzigdie französischen Truppen total besiegt.



Völkerschlacht bei Leipzig – der Sieg der verbündeten Russen, Preußen, Österreicher, Schweden und Briten über Napoleon 1813.

 

Im Ersten Pariser Frieden von 1814 wurden Frankreichs Grenzen etwa auf den Stand 1792 zurückgeführt.

Der verbannte Napoleon versuchte wieder, Europa zu erobern. Er wurde 1815 bei Waterloo vor den Toren Brüssels von einer Allianz der Engländer, Preußen und Niederländer endgültig geschlagen.



Date: 2015-12-11; view: 656


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