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Rolle der Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder

RUND UM DEN LEHRERBERUF

BERUFSWAHL

LESEN

Die Qual der Wahl

Text A

Vor dem Lesen des Textes überlegen Sie, worum es handeln könnte, wofür Sie einen Ratschlag haben möchten.

Lesen Sie den Text ohne Wörterbuch und markieren Sie die Sätze, die Sie nicht verstanden haben.

Jahr für Jahr stehen SchülerInnen vor der Frage „ Reifezeugnis – Was nun …?“. Die Entscheidung zwischen Weiterbildung, Berufseinstieg oder anderen Alternativen wird immer schwieriger. Seit Jahren wird das Spektrum an Möglichkeiten nach Beendigung der Schule größer. Schulabgänger sind bei dieser Entscheidung mit zwei Entwicklungen konfrontiert, die ein großes Spektrum an Möglichkeiten, aber auch wachsende Anforderungen bedeuten. Zahlreiche Universitätsstudien, Hochschulen, Kollegs, aber auch eine Fülle an Berufsfeldern eröffnen sich den AbsolventInnen.

Die Frage, welchen Weg man nach der Schule einschlagen soll, ist für die einen leicht zu beantworten. Doch andere wissen nicht genau, was zu ihnen passt. Ob sie studieren oder endlich Geld verdienen wollen. Viele entscheiden sich auch für ein Studium.

Das wichtigste Motiv für die Aufnahme eines Studiums an einer Universität oder Hochschule ist das Interesse am Fach. Wichtige weitere Motive sind die Erweiterung des eigenen Horizonts, die besseren Chancen am Arbeitsmarkt bzw. die Notwendigkeit eines Studiums für die Ausübung des Wunschberufs.

Bildungsabschlüsse sind in modernen Gesellschaften zu einem wesentlichen Bestimmungsfaktor für die Lebenschancen von Menschen geworden. Sie bestimmen weitgehend den Status, das Einkommen, das Prestige und die Position am Arbeitsmarkt. Berufswahlentscheidungen sind demzufolge im Leben eines Menschen wichtige „biografische Weichenstellungen“.

Aber woher weiß man, welche oder welcher Studiengang die besten Voraussetzungen für den späteren Berufswunsch bietet? Die Unentschlossenheit der Jugendlichen ist oft ein Problem, das aber lösbar ist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die bei der Entscheidung über seine Zukunft helfen. Die Berufsberatungen fangen schon in der Schule an. Sie organisieren etwa Treffen mit Vertretern der Hochschulen. Außerdem gibt es Berufsfrühorientierungen. Auch Fahrten ins Berufsinformationszentrum werden angeboten, wo man persönlich über verschiedene Möglichkeiten beraten wird. Auch das Arbeitsamt kann helfen, seinen Traumjob zu finden. Schüler werden gefragt, was sie gut können und was ihnen Spaß macht. Es gibt auch Tests, um das festzustellen.

 

1. Nennen Sie beim Lesen entstandene Probleme und lassen Sie Ihren Studienfreund helfen.

2. Wie sind die Antworten auf die folgenden Fragen?

· Warum wird die Entscheidung zwischen Weiterbildung, Berufseinstieg oder anderen Alternativen immer schwieriger?

· Was ist das wichtigste Motiv für die Aufnahme eines Studiums an einer Universität oder Hochschule?



· Berufswahlentscheidungen sind im Leben eines Menschen wichtige „biografische Weichenstellungen“. Stimmen Sie zu? Warum?

· Wie kann man den Jugendliche bei Berufswahl helfen?

3. Lesen Sie einige Antworten auf die Frage „Warum habe ich mich für ein Studium entschieden?“ und nennen Sie Ihre eigenen Motive.

§ Aus Interesse am Fach.

§ Um meinen Horizont zu erweitern.

§ Um bessere Chancen am Arbeitsmarkt zu haben.

§ Weil ein Studium für meinen Wunschberuf nötig ist.

§ Um mich in meinem Beruf weiterzubilden.

§ Um ein höheres Ansehen zu erreichen.

§ Um ForscherIn, WissenschafterIn zu werden.

§ Weil ich als StudentIn so leben kann, wie ich es will.

§ Weil es in meiner Familie üblich ist zu studieren.

§ Weil ich keine bessere Idee hatte.

§ Weil ich keinen adäquaten Arbeitsplatz gefunden habe.

§ Weil viele meiner FreundInnen auch studieren.

hrText B

 

Schauen Sie sich das Bild an und sagen Sie, wovon die Rede sein könnte. Dann lesen Sie aufmerksam den Text.

Heute gibt es Tausende interessante und angesehene Berufe, wie z.B. Mediziner oder Juristen. Viele meinen, dass Ärzte ein hohes Ansehen in der Gesellschaft haben, weil sie Ärzte als „Halbgötter in Weiß“ betrachten. Man könnte das hohe Ansehen darauf zurückführen, dass man sich als Kranker dem Arzt anvertraut und von ihm Heilung oder zumindest Hilfe erwartet. Der Aspekt des Helfens und die Tatsache, dass nur der Arzt aufgrund seiner Ausbildung über das nötige Wissen verfügt, erzeugt bei den Patienten Respekt und Achtung. Man wird auch auf den Juristen als auf einen der angesehensten Berufe angewiesen, denn im Falle der Konfrontation mit dem Gesetz muss sich hilfesuchend an ihn wenden. Der Arzt und der Jurist können dem einzelnen aus ausweglosen Situationen helfen. Das könnte ein Grund sein, warum diese Berufe bei den meisten Menschen das hohe Ansehen genießen.

Und warum ist der Lehrerberuf in der heutigen Gesellschaft nicht so beliebt? Die Ursachen dafür liegen an der Hand. Vor allem sei es betont, dass der Lehrerberuf durch Vorurteile ins falsche Licht gerückt wird. Viele unterschätzen die Arbeit des Lehrers, indem sie sich darauf stützen, dass sie relativ kurze Arbeitszeiten und eine Vielzahl von „Urlaubstagen“ hätten. Dabei werden nur die Schulstunden am Vormittag, nicht die zusätzliche Arbeit zu Hause am Schreibtisch berücksichtigt. Das Problem dabei besteht aber darin, dass sich viele Menschen gar nicht über die Anforderungen des Lehrerberufs bewusst sind und so die vielen guten Beispiele ignorieren Des Weiteren wird behauptet, dass Lehrer in Hinblick auf ihren Lohn wenig arbeiten. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll auf das Thema Neid zu sprechen zu kommen.

Unbeliebtheit des Lehrerberufs kann auch mit den eigenen negativen Erfahrungen aus der Schulzeit gekoppelt sein. Jeder war in der Schule und kennt aus dieser Zeit Misserfolge, erinnert sich eher an unangenehme Erfahrungen wie Prüfungen und verbindet Misserfolge mit Lehrern. Oft wird Lehrern vorgeworfen, nicht objektiv zu sein und bestimmte Schüler zu bevorzugen. Wie in allen Berufsgruppen, gibt es auch unter den Lehrern schwarze Schafe, die in der Öffentlichkeit ein negatives Bild vom Lehrerberuf im Allgemeinen verbreiten.

Aber dennoch streben immer noch genug junge Menschen diesen Beruf an, oft aufgrund idealistischer Vorstellungen und Motive. Für die meisten ist die Freude am Umgang mit Menschen und am Unterrichten für die Berufswahl ausschlaggebend. Viele von ihnen waren sich bereits in frühen Jahren über ihren Berufswunsch im Klaren. Für die frühe Berufsfestlegung gibt es verschiedene Gründe. Oft spielt die Vorbildwirkung der Eltern, die bereits Lehrer sind, oder die Vertrautheit des Berufsfeldes durch andere nahe stehende Personen eine wichtige Rolle. Ebenso kann die Begeisterung oder Bewunderung eines Kindes für einen seiner Lehrer mitwirken. Oft beginnt die Berufswunschausprägung schon in sehr frühen Jahren, wo Kinder zum Beispiel LehrerIn spielen. Sie versuchen die Erwachsenen nachzumachen und bekommen somit erste Einblicke in die Welt des Lehrerberufs. Während der Schulzeit gelten vor allem Lieblingslehrer oder Eltern, wenn diese im Lehrerberuf tätig sind, als Vorbilder. Weiterhin spielt pädagogisches Geschick für die Jobwahl eine Rolle.

Die Arbeit des Lehrersist sehr wichtig und verantwortungsvoll. Der Staat vertraut dem Lehrer Kinder an. Der Lehrer begleitet uns durch einen wichtigen Teil unseres Lebens. Der Lehrer entwickelt seine Schüler allseitig und sorgt um ihre geistige, weltanschauliche, ästhetische und körperliche Vervollkommnung. Er hat mit einem Menschen, mit seiner Seele zu tun. Der Lehrer bildet eine Persönlichkeit, ihre Ansichten, ihre Weltanschauung, ihr Verhältnis zur Welt heraus. Natürlich verlangt der Lehrerberuf hohes Wissen und Können, Geduld und Feinfühligkeit. Ein Lehrer, wie auch jeder andere Fachmann, darf sich nie mit dem Erreichten zufriedengeben. Selbstzufriedenheit und Selbstgefälligkeit schaden seiner Arbeit sehr.

Die beliebte Arbeit, die Beschäftigung als Lebenswerk gehören zu solchem Begriff wie das Glück des Menschen. Es ist deshalb selbstverständlich, warum es so wichtig und verantwortungsvoll ist, einen Beruf richtig zu wählen, sich im Leben zurechtzufinden.

Junge Leute haben die Möglichkeit ihren künftigen Beruf nach ihrem Wunsch zu wählen. In der Welt gibt es viele Wege, aber den einzig richtigen Weg zu finden, ist es nicht einfach.

 

1. Haben sich Ihre Erwartungen vom Text erfüllt?

2. Wie könnten Sie den Text betiteln?

 

3. Markieren Sie in jedem Abschnitt die Wörter und die Sätze, die für den Inhalt von Bedeutung sind.

4. Fassen Sie kurz den Inhalt des Textes zusammen.

5. Wie meinen Sie, warum es angesehene, nicht besonders angesehene und nicht angesehene Berufe gibt? Welche Berufe in der Ukraine gehören zu jeder dieser Gruppen?

 

6. Was fesselt Sie im Lehrerberuf?

 

Rolle der Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder

 

Text C

 

Antworten Sie auf die Frage: Haben Sie sich selbst für Ihren zukünftigen Beruf entschieden?

 

Wenn Eltern Berufswünsche für ihre Kinder haben, so hat das sicher auch immer etwas mit ihnen selbst zu tun. Die eigenen Berufserfahrungen und die eigenen Lebenspläne und Lebenshoffnungen spielen für Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder eine wichtige Rolle. Sie wünschen sich, dass ihre Kinder es zu etwas bringen, etwas Besseres werden, einen Beruf mit besseren Entwicklungs- oder Beschäftigungschancen ergreifen sollen.

Die Berufswahl ist auch einer der wenigen Bereiche, in dem Jugendliche ihre Eltern noch um Rat fragen, in dem sie ihnen noch Kompetenz einräumen.

 

Macht es für Eltern nun einen Unterschied, ob eine Tochter oder ein Sohn in der Berufswahl steht? Verhalten sie sich unterschiedlich? Ja, sie verhalten sich unterschiedlich, so haben Untersuchungen herausgefunden: Bei Söhnen gilt finanzielle Unabhängigkeit durch einen Beruf als selbstverständlich und wird nicht extra angesprochen; die berufliche Karriere hingegen wird besonders hervorgehoben.

Bei Töchtern wird, vor allem von Müttern, finanzielle Unabhängigkeit durch einen Beruf gesondert hervorgehoben; eine berufliche Karriere hingegen steht eher im Hintergrund.

Es scheint so, dass traditionelle Vorstellungen über die Rollenverteilungen zwischen Männern und Frauen in der Gesellschaft für Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder vorherrschend sind.

Man kann diesen Befund aber auch anders sehen: Aus der eigenen Lebenserfahrung heraus hat finanzielle Unabhängigkeit für Mütter, deren Berufschancen ja sehr viel eingeengter waren als die ihrer Töchter, diese besondere Bedeutung. Väter hingegen tendieren her dazu an.

Bei der Unterstützung der Berufswahl von Töchtern und Söhnen gibt es noch einen weiteren, bemerkenswerten Unterschied: Söhne erhalten von Vätern deutlich mehr Unterstützung bei der Berufswahl als Töchter und Väter haben für Söhne undTöchter eine stärkere Rolle bei der Berufswahl als die Mutter. Das ist wohl nicht verwunderlich, wird doch die Rolle der Frauen in der Berufswelt in unserer Gesellschaft meist unterbewertet.

Die Geschlechterrollen der Eltern wandeln sich mit der Kultur: Je stärker die Berufstätigkeit und die Berufskarrieren von Frauen/Müttern alltäglich sind, desto stärker spiegelt sich das auch in der Bedeutung, die Mütter für die Berufswahl ihrer Söhne und Töchter haben.

Können nun Eltern ihren Kindern bei der Berufswahl tatsächlich eine Hilfe sein? Haben sich Berufe nicht so stark verändert, dass sie denen der Eltern kaum noch ähneln? Wissen Eltern überhaupt genug über die neuen Berufe? Ist die Berufswelt, in der die Kinder bestehen müssen, nicht ganz anders, als die der Eltern?

Ja, sicher ist das so. Doch: auch die Berufswelt der Eltern hat sich ja im Verlaufe ihres Berufslebens verändert. Fremd sind ihnen Veränderungen also nicht, neue Berufe mögen ihnen vielleicht nicht immer bekannt sein, aber mit ihnen kann man sich ja bekannt.

 

1. Beenden Sie die folgenden Äußerungen anhand des Textes.

§ Die Eltern haben eigene Berufserfahrungen und eigene Lebenspläne, darum … .

§ Abhängig davon, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist, verhalten sich die Eltern unterschiedlich bei Berufswahl ihrer Kinder, weil … .

§ Da eine berufliche Karriere bei Töchtern im Hintergrund steht, … .

§ Bei der Berufswahl der Kinder haben die Väter eine stärkere Rolle als die Mütter, weil …

§ Je stärker Berufs- und Auftiegschancen von Frauen sind, desto … .

 

2. Formulieren Sie je 1-2 Fragen zu jedem Abschnitt des Textes und lassen Sie Ihre Studienfreunde sie beantworten.

3. Nehmen Sie Ihre Stellung zu den im Text geäußerten Gedanken.

4. Fassen Sie kurz schriftlich den Inhalt des Textes zusammen.


Date: 2016-03-03; view: 909


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