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Nachrichtensprecher/ Moderator

Nachrichtensprecher könnte als beweglicher Teil der Studiodekoration bezeichnet werden. Von der Rolle des Sprechers hängt das Maß an Autorität in der Nachrichtensendung ab. Seine Persönlichkeit, seine Erscheinungsbild und seine Verhalten kommentieren die Botschaften, die er vermittelt. Während bei den öffentlich-rechtlichen Sendern auch durch Kleidung versucht wird, die Seriosität zu betonen, ist die Kleidung bei Privaten nicht so streng.

Der Sprecher in der Tagesschau ist nach rechts verlagert, die Einstellung wird die ganze Sendung hindurch beibehalten. Der Sprecher verliest die Meldung emotionslos, womit der Eindruck von Objektivität erzeugt werden soll. Die Art seines Auftretens erscheint autoritär, der eines Regierungssprechers vergleichbar.

Für die Einstellung auf den Sprecher wird eine Kamera benutzt. Sie nimmt den Nachrichtensprecher mit derselben Einstellungsgröße immer gleich auf. Es gibt nur die eine frontale Perspektive, die ihn halbtotal und nach rechts verlagert zeigt.

Grafik: ist ein notwendiges Gestaltungsmittel, um ergänzende Informationen kürzer, als es verbal machbar ist, in den Ablauf einer Nachrichtensendung einzubauen. Sie erscheinen in der Tagesschau auf der vorgesehenen blauen Fläche im Hintergrund links neben dem Sprecher.

Schriften: geben Bildquellen oder Ortsangaben an, erscheinen in einem Balken.

Tricks / Effekte: Mit dem Videomischer werden Effekte erzeugt, die die Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Gestaltungsmitteln herstellen. Der Mischer, über den alle Bildquellen laufen, kann als Kernstück eines Fernsehstudios bezeichnet werden.

Ton: Der Ton hier Sprache und Geräusche ist eines der Hauptelemente zur Vermittlung von Informationen und deren Interpretation. Das Ohr ist ein sehr sensibles Organ, Veränderungen wirken stärker aus als Gemeinheit angenommen ist. Auch der Ton ist ein wichtiges Gestaltungsmittel, er wird oft zu Unrecht vernachlässigt.

Einstellungsgrößen: - die Größe des Objekts innerhalb des Bildes. Einstellungsgrößen zwingen die Zuschauer bei extremer Nähe zu genauer Beobachtung oder sie halten sie auf Distanz zum Geschehen und bestimmen so die emotionale Beziehung zum dargestellten Objekt.

- Weit: Die Einstellung zeigt eine ganze Landschaft; sie kann gefühlvoll, monumental, symbolisch wirken.

- Totale: Die Einstellung gibt eine räumliche Orientierung, stellt den Schauplatz der Handlung vor.

- Halbtotale: Die Einstellung zeigt die Figuren in ihrer gesamten Körperlänge und Umgebung.

- Halbnah: Die Einstellung wird für kommunikative Situationen eingesetzt. Die Figuren sind vom Knie an aufwärts zu sehen, ihre Gestik und Mimik lassen sich optimal erfassen.

- Amerikanisch: Die Figur wird bis zur Hüfte gezeigt (Duellen).

- Nah: Die häufig für Sprecher genutzte Einstellung zeigt die Person von Brust an (Dialog).



- Groß: dient der Darstellung von Gefühlen. Die Großaufnahme zeigt nur das Gesicht der Person.

- Detail: extreme Nähe, dient der Spannungssteigerung.

Kameraperspektiven: Durch die Position der Kamera werden die Zuschauer in eine bestimmte Wahrnehmungsperspektive gedrängt.

- Froschperspektive (Untersicht): Personen und Gegenstände werden als überlegen, mächtig, bedrohlich erlebt. Die Zuschauer fühlen sich klein und unterlegen.

- Vogelperspektive (Aufsicht): Personen und Gegenstände werden als untergeordnet, schwach, verloren erlebt. Die Zuschauer fühlen sich überlegen, können aber auch die Situation der Filmfigur miterleben.

 

Die einzelnen Elemente einer Nachrichtensendung


Date: 2016-03-03; view: 338


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