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Bodengeographie

In Deutschland wird der Boden durch die Landwirtschaftliche Vergleichszahl, die Ackerzahl oder die Grünlandzahl und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bewertet. Überdurchschnittlich gute Böden finden sich laut Bodenschätzung im Alpenvorland, in den Weinbaugebieten im Südwesten, im westlichen Nordrhein-Westfalen, in Süd-Niedersachsen bzw. Süd-Sachsen-Anhalt.[8] Dabei sind die am Südrand des Norddeutschen Tieflandes gelegenen Böden mit besonders fruchtbarem Löß, etwa der Hildesheimer Börde oder der Magdeburger Börde, die besten Böden. Dort sammelte sich das von den Gletschern der Eiszeit herabgewehte feinkörnige Material.

Die Zusammensetzung und Qualität der Böden ist regional sehr unterschiedlich. In Norddeutschland bildet ein küstennaher Gürtel aus fruchtbaren Marschböden die Grundlage für ertragreiche Landwirtschaft, während die dahinter liegende, eiszeitlich geprägte Geest nur sehr magere Böden aufweist. In Heidelandschaftenwie der Lüneburger Heide ist dieser durch jahrhundertelange Weidewirtschaft zum Podsol degeneriert, so dass Ackerbau kaum möglich ist. Sehr unergiebig sind auch die Gebiete der Alt- und Jungmoränenlandschaft, in denen sich Flugsand angelagert hat. Brandenburg beispielsweise wurde schon in historischer Zeit als des „Heiligen Reiches Streusandbüchse“ verspottet.

Zwischen der Moränenlandschaft und der Mittelgebirgsstufe zieht sich von West nach Ost eine Reihe von Börden: In diesen Gebieten ist durch eiszeitliche Lössablagerungen äußerst fruchtbarer Boden entstanden. Dieser besteht zumeist aus Braunerden, im Osten teils auch aus Schwarzerden, und wird in besonderem Ausmaße landwirtschaftlich genutzt. In den Mittelgebirgen herrschen magere Böden vor, die landwirtschaftlich nur extensiv bewirtschaftet werden. Die weitaus größte Fläche ist bewaldet. Ergiebige Böden finden sich in Süddeutschland insbesondere entlang der Flüsse Rhein, Main und Donau.

 


Date: 2015-01-02; view: 416


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