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Einleitung. Die Geschichte

Asiatische Gärten und insbesondere der Japanische Garten findet immer mehr Liebhaber, da es kaum andere Gartenformen gibt die ein solches Maß an Harmonie und Ruhe ausstrahlen. Speziell in einer hektischen und schnelllebigen Zeit wie die heutige werden solche Rückzugsorte immer wichtiger. Entdecken Sie die Ruhe und Vielfalt die Ihnen ein Japangarten bietet.

Die Ursprünge der Zengärten liegen in den chinesischen Gärten um das Jahr Null herum, die auf den Taoismus und das Prinzip Yin und Yang zurückgehen. Um 612 hat ein Koreaner namens Shikomaro, was soviel wie hässlicher Maro bedeutet, in Land der aufgehenden Sonne Berühmtheit erlangt, weil er eindrucksvolle Gärten gestaltet hatte. Während der Nara-Periode 645 bis 794 begann eine freiere Umsetzung der Natur im Garten. In der Heian-Periode ab 794 bis 1185 waren die in dieser aufkommenden Schreiber für die Gärten verantwortlich. Um 1000/1100 entstand auch der berühmte Ryoan-ji Tempel. Dazu kam der Stil der Shoin-Architektur, durch den Gärten immer nur aus bestimmten Blickwinkeln betrachtet werden, nie aber der Blick aufs Ganze stattfindet.

Ab 1615, der Edo-Periode sind die ersten Gärtner bekannt, die ihre Tätigkeit als richtigen Beruf ausüben. Dabei entstand in kurzer Zeit auch eine Spezialisierung für die kleinsten Details. Angeblich wurde Kyoto 1945 wegen der Gärten von Bomben verschont. Dieser Tage sind die Gärten wie in Kyoto grüne Inseln mitten unter von modernen Großstädten, die ihre Brauch und ihre Ruhe aufrecht erhalten haben.

Nara-Zeit

Nara, die damalige Hauptstadt, war eine getreue Nachbildung der chinesischen Ort - dementsprechend wurden auch die chinesischen Gartenanlagen getreu rekonstruiert. Rings um den kaiserlichen Villa entstanden eine Reihe Landschaftsgärten.

Heian-Zeit (798-1185)

Während der Heian-Zeit, als die Kapitale nach Kyoto verlegt wurde, waren die japanischen Gärten stark von der chinesischen Gartenkunst beeinflußt. Sie sollten die kosmische Ordnung verdeutlichen, das Herkunft und Vergehen, den Schaltschema der Jahreszeiten. Vor allem aber dienten sie dem Vergnügen des Adels.Die religiöse Bedeutung der Gartenkunst, die sie in Reich der Mitte noch hatte, trat in Land der aufgehenden Sonne völlig in den Hintergrund, Heian-Gärten waren meist bunt, mit vielen Blumen und blühenden Sträuchern bepflanzt und luden zum Schlendern ein.

Kamakura-Zeit (1185-1333)

Der typisch japanische Shoin-Stil entwickelt sich, seine Kennzeichen sind Asymmetrie, Kleinteiligkeit anstelle weitläufigen Landschaftskonzepten, Abstraktion.

Muromachi-Zeit (1333-1573)

Zuerst die Tusche-Malereien der chin. Song-Zeit (960-1279) gaben neue Impulse für die Gartenkunst. Die Gärten ließ oft größer erscheinen. Die sie umgebende Wand wurde meist dicht bepflanzt und dadurch unsichtbar.

Berühmte Beispiele sind der Gartenanlage des Goldenen Pavillons (oder Kinkaku-ji, 1397) und der Gartenanlage des Silberpavillons (oder Ginkaku-ji, 1484).



Die Besonderheiten des orientalischen Gärtens

In japanischen Gärten stehen Wasser, Felssteine und Kiesflächen symbolisch für unsere Welt und sollen dem Menschen seine Stellung in der natürlichen Ordnung der Erde vor Augen führen. Verkrümmte Kiefern, Ahorn und Moos -stellvertretend für eine reiche Fauna- alles im Garten wird mit Liebe und Respekt platziert, Steinlaternen und Pagoden vermitteln in ihrer Ausstrahlung Substanz und Schwere.

Als typisches Gehölz sind Kiefern sehr eng mit japanischen Gärten verbunden? Kiefern strahlen eine Würde und Unaufdringlichkeit aus, wie man sie in Japan bewundert. Kiefern lassen sich gut formieren und das „wolkenförmige Stutzen“ verleiht ihr die charakteristische Form. Ebenfalls weit verbreitet sind Ahorne mit ihren fein geschlitzten Blättern. Sie sind besonders gut für das „fedrige Auslichten“ geeignet, damit das Sonnenlicht die Blätter und den Untergrund möglichst gut ausleuchtet. In dem weichen, durch das Blattwerk gefilterten Licht können zarte Moose und andere Bodendecker wachsen. Sanfte Schatten vermitteln eine leichtere Stimmung, die der Gesamtatmosphäre eines Gartens zugute kommt. Die intensive Färbung der Ahornblätter im Herbst kündigt an, dass die Tage kürzer und die kahlen Äste schon bald den Winterfrösten ausgesetzt sein werden.

Bambus ist eine weitere sehr verbreitete Pflanzengruppe. Er ist langlebig und häufig immergrün. Gruppen- und Windschutzpflanzungen von Bambus erfüllen einen Gartenbereich mit Klang, denn schon die kleinste Brise bringt die Blätter zum Rascheln. Als Bodendecker kommenbei genügend Feuchtigkeit Moose zum Einsatz. Nelken und Thymianarten eignen sich für trockenen Boden, sind robust und breiten sich schnell aus.


Date: 2015-12-24; view: 330


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