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b) Im Notfall dürfen auch in einem demokratischen Staat Menschenrechte eingeschränkt werden.

Schlüssel zum Test:

1 (a) Die USA, Großbritannien, Frankreich und die drei Benelux-Länder trafen sich vom 23. Februar bis 2. Juni 1948 in London zur Sechs-Mächte-Konferenz. Dort verabschiedeten sie die "Londoner Empfehlungen". Diese enthielten den Auftrag an die drei westlichen Militärgouverneure in Deutschland, die Ministerpräsidenten der elf westdeutschen Länder zu ermächtigen, eine "Verfassungsgebende Versammlung" einzuberufen. Diese sollte die Gründung eines westdeutschen Staates mit "einer freien und demokratischen Regierungsform" vorbereiten.


2 (b) Der Verfassungskonvent tagte vom 10. bis 23. August 1948 im "Alten Schloss" auf Herrenchiemsee. Die Ausarbeitungen dieses Verfassungskonvents von Herrenchiemsee dienten dem Parlamentarischen Rat als Grundlage für die weitere Arbeit.


3 (a) Der Parlamentarische Rat trat zusammen, um ein Grundgesetz für einen westdeutschen Staat auszuarbeiten. Hintergrund war der aufziehende Ost-West-Konflikt, der eine gemeinsame Deutschlandpolitik der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges unmöglich gemacht hatte.

 

4 (c) Am 1. September 1948 traten die Abgeordneten zum "Parlamentarischen Rat" zusammen.

 

5 (a) Vier Mütter hat das Grundgesetz: Friederike Nadig (SPD), Helene Weber (CDU), Helene Wessel (Zentrum) und Elisabeth Selbert (SPD).

 

6 (d) Bonn hatte sich als Tagungsort des Parlamentarischen Rates beworben und konnte sich unter Celle, Düsseldorf, Frankfurt und Köln durchsetzen. Bei den Bonner Bürgern warb die Stadt um Quartier für die Mitglieder des Parlamentarischen Rats. Am 10. Mai 1949 beschloss der Parlamentarische Rat, dass Bonn auch künftige Hauptstadt werden sollte.

 

7 (b) Die konstituierende Sitzung fand am 1. September 1948 im Lichthof des Bonner Museums Alexander Koenig statt. Der Lichthof diente eigentlich als Ausstellungsfläche für Tierpräparate. Diese wurden am Rand hinter Vorhängen versteckt. Das Gerücht, eine Giraffe habe hervorgeschaut und die Gäste beobachtet, lässt sich bislang mit Fotos nicht belegen.

 

8 (c) Im Parlamentarischen Rat waren viele Punkte stark umstritten. Einer der wenigen unstrittigen Punkte aber war das Ziel, einen demokratischen Staat zu errichten.

 

9 (a) Konrad Adenauer wurde 1948 zum Präsidenten des Parlamentarischen Rates gewählt. 1949 wurde er nach der Bundestagswahl am 14. August auch zum ersten deutschen Bundeskanzler gewählt. Er regierte bis 1963.

 

10 (d) Die westdeutschen Ministerpräsidenten befürchteten, dass die Errichtung eines westdeutschen Staates die deutsche Teilung vertiefen werde. Daher sollte der westdeutsche Staat nur ein "Provisorium" sein. Schon in der Namensgebung sollte dies zum Ausdruck kommen. Der Hamburger Bürgermeister Max Brauer regte daher an, die Verfassung "Grundgesetz" zu nennen.



 

11 (c) Artikel 1, Absatz 1 lautet: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."

 

12 (b) Acht Monate nach ihrem ersten Zusammentreffen nahmen die Abgeordneten des Parlamentarischen Rats das Grundgesetz am 8. Mai 1949 mit 53 gegen 12 Stimmen an. Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz in Bonn feierlich verkündet und trat mit Ablauf des Tages in Kraft.

 

13 (c) Der Bayerische Landtag sprach sich nach 17-stündiger Debatte mit 101 zu 63 Stimmen gegen das Grundgesetz aus. Das bayerische Nein hatte aber keine Konsequenzen. Zur Annahme des Grundgesetzes reichte eine Zustimmung von zwei Dritteln der Länder aus.

 

14 (b) Änderungen des Grundgesetzes sind nur möglich, wenn sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat mit einer Zweidrittel-Mehrheit zustimmt.

 

 


Date: 2015-12-17; view: 435


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Was wurde auf der Sechs-Mächte-Konferenz von 1948 verabschiedet? | IV. Division of the text.
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