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Ursachen der Arbeitslosigkeit

konjunkturell: ist durch eine Rezession im Wirtschaftsverlauf bedingt, d. h. in einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Güternachfrage

saisonal: tritt in einigen Wirtschaftszweigen regelmäßig zu bestimmten Jahreszeiten ein

strukturell: hängt mit dem abnehmenden Arbeitskräftebedarf eines Wirtschaftszweiges oder einer Region zusammen

friktionell: entsteht, wenn Arbeitnehmer eine Arbeitsstelle verlassen ohne sofort eine neue Arbeitsstelle anzutreten

weitere Ursachen:

  • Rationalisierung, zu hohe Löhne, Arbeitsunwilligkeit, starre Tarifverhandlungen, Zunahme arbeitssuchender Frauen, Fachkräftemangel, Fehler der Wirtschaftspolitik, mangelnde Mobilität, schlechte Wirtschaftslage, zu hohe Sozialkosten, zu großzügiges soziales Netz
  • mehr Langzeitarbeitslose, weil Unternehmen die Einstellung älterer AN ablehnen, viele Unternehmen trennen sich gleichzeitig von älteren Mitarbeiten
  • höhere Leistungsanforderungen an AN -> verringerte Mitarbeiterzahl
  • Arbeitsproduktivität wird gesteigert -> immer weniger Beschäftigte stellen immer größere Gütermengen her
  • hohe Arbeitslosenzahlen verschlechtern Bedingungen der Beschäftigten, da AL bereit sind zu schlechteren Konditionen zu arbeiten, sie sind Konkurrenz für Arbeitsplatzinhaber
  • Investitionen schaffen keine Arbeitsplätze, sondern vernichten sie

Folgen

  • drastische Veränderungen im Alltag der betroffenen Familien
  • höheres Maß an Mobilität, Zurückschrauben der Ansprüche
  • wirkt sich auf die ganze Familie aus (schlechte Stimmung, drastischer Abbau bei Freizeit und Bildung)

Maßnahmen

Vermittlung durch das Arbeitsamt: sollen zwischen Stellensuchenden und AG vermitteln, bei schwierigen Fällen ist Umschulung oder Weiterbildung möglich

Arbeitszeitverkürzung: dadurch müssen neue Arbeitsplätze geschaffen werden

Mindestlöhne: wenn sie erhöht werden, besteht mehr Arbeitsanreiz

Kombilohn: gefördert werden Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger, die einen schlecht bezahlten Job annehmen mit mindestens 15 h/Woche Arbeitszeit. Die Förderung ist auf 36 Monate begrenzt. Zuschuss zum Kindergeld (max. 77 Euro pro Kind), gestaffelte Zuschüsse zu Sozialbeiträgen. Ledige mit Einkommen von 325 bis 897 Euro, Paare und Alleinerziehende mit Einkommen bis 1707 Euro werden gefördert. Kosten: 20 Mio. Euro (2002), 50 Mio. Euro (2003)

Zukunftsinvestitionsprogramm: soll bis 2007 verlängert werden, gibt den Unternehmen Planungssicherheit; jährlich werden 2 - 2,5 Mio. Euro in Infrastruktur, Forschung und Bildung investiert

Verzahnung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe: damit soll die Arbeitsvermittlung künftig aus einer Hand erfolgen können

Arbeitsteilung

Die wirtschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft ist Ausdruck des Strebens nach zunehmender Bedürfnisbefriedigung und Knappheitsminderung Ökonomische Entwicklung ist geprägt durch Spezialisierung (Arbeitsteilung) Arbeitsteilung: Wesensmerkmal des modernen volkswirtschaftlichen Produktionsprozesses



Natürliche Arbeitsteilung:
Mann: Tierzucht, Hausbau, Jagd
Frau: Hausarbeit, Kindererziehung, Feld

Berufsbildung:
z.B.: Bäcker, Schmied, Müller

Berufsspaltung:
Spezialisierung innerhalb der einzelnen Berufe z.B.: aus Schmied wird Grob- oder Feinschmied
Arbeitszerlegung:
technische Arbeitsteilung in der Produktion, Fließfertigung, Fließbandarbeit

Volkswirtschaftliche Arbeitsteilung:
horizontale Arbeitsteilung
vertikale Arbeitsteilung
- primärer Bereich: Urerzeugung: Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft, Bergbau, Öl-/ Gasgewinnung
- sekundärer Bereich: Weiterverarbeitung: Industrie (Grundstoffindustrie, Investitionsgüterindustrie, Konsumgüterindustrie), Handwerk (Tischlerei, Bäckerei, Schneiderei)
- tertiärer Bereich: Handel (Großhandel, Einzelhandel), Dienstleistungen (Kreditinstitute, Versicherungs-betriebe, Verkehrsbetriebe, Nachrichtenbetriebe)

Rationalisierung: wohl überlegte Anwendung von wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Mitteln zur Steigerung, Verbesserung und Verbilligung der Gütererzeugung Günstiges Verhältnis von Ertrag und Aufwand wird angestrebt (Wirtschaftlichkeit), Zielsetzung: Steigerung des Ertrages, Senkung der Kosten
Produktion wird durch organisierte Maßnahmen ergiebig gestaltet (Produktivität), Zielsetzung: Erhöhte Ausbringungsmenge von Erzeugnissen
Angemessener Gewinn im Verhältnis zum Kapitaleinsatz wird erwirtschaftet (Rentabilität), Zielsetzung: Gewinnerzielung, Gewinnsteigerung
-Interessen der Arbeiter müssen gewahrt bleiben

Rationalisierung bei den Erzeugnissen
-beziehen sich auf den Fertigungsgegenstand
-Normung, Typung, Spezialisierung
- Normung: Vereinheitlichung von Maßen, Formen, Bestandteilen, Bezeichnungen für Einzelteile (z.B. Schrauben) und für einteilige Fertigwaren (z.B. Flaschen); Festlegung von Verhaltensweisen (Umgang mit Giften), Verfahrensgrundsätze (z.B. für Arbeitsvorgänge)
besondere Bedeutung haben für die Industrie:


Maßnormen (Gewinde, Papierformate, Spurweiten)


Stoffnormen (Beschaffenheit, Eigenschaften bei Werk-/Baustoffen)


Typnormen (Größe, Beschaffenheit bei internat. Handelsgütern und Gegenständen des öffentlichen Interesses)

-Planungsnormen (Einheitliche Festlegung von Grundsätzen für die Planung von Gebäuden, Straßen usw.)


Prüfnormen (Einheitliche Maßstäbe bei Prüfungen und Messungen)


Liefernormen (allgemein gültige Bestimmungen über Lieferzeit, Versandart, Verpackung usw. bei besonderen Handelswaren)


Sicherheitsnormen (allgemein gültige Schutzbestimmungen für Menschen)

Normen in der deutschen Wirtschaft:Deutsches Institut für Normung Internationale Normung:International Organisation for Standardization Typung: Vereinheitlichung von zusammengesetzten Fertigungsgegenständen; betriebliche Maßnahmen, die eine Serien- oder Massenfertigung ermöglichen; Baukastensystem: genormte Einzelteile werden zu verschiedenen Typen zusammengesetzt (Fertighausbau)

Spezialisierung: Beschränkung des Fertigungsprogramms eines Unternehmens auf wenige Arten von Erzeugnissen, kann auch durch Absprachen von Unternehmen desselben Wirtschaftszweiges erfolgen führt zur zwischenbetrieblichen Arbeitsteilung

Wissenschaftliche Betriebsführung: vernünftige Gestaltung der Fertigungsverfahren durch - Arbeitsablaufstudien (sollen Grundlage schaffen für Zerlegung des Fertigungsprozesses) - Arbeitszeitstudien (sollen Zeit ermitteln, die ein Arbeiter für ordnungsgemäße Erledigung einer Aufgabe braucht) - Arbeitswertstudien (sollen Schwierigkeitsgrad der Arbeit feststellen)

Arbeitsteilige Fertigung: Zerlegung einer Arbeitsaufgabe: entweder Gliederung in verschiedene Arbeitsstufen oder verschiedene Teilarbeiten innerhalb der gleichen Stufe Vorteile :
Für den Arbeitnehmer: -gute Möglichkeiten für ungelernte Arbeiter -keine hohen Qualifikationen -relativ guter Verdienst Für den Arbeitgeber: -hohe Umsätze durch Massenproduktion -kurze Einarbeitungsphase -durch vorgegebenen Takt wenig Kontrolle nötig -Wettbewerbsfähigkeit wird erhöht -Spezialisierung auf hochwertige Produkte ist möglich Nachteile:
Für den Arbeitnehmer: -monotone Arbeit -einseitig belastende Arbeit (gesundheitliche Schäden an Körper und Seele) -Dequalifizierung (keine Aufstiegsmöglichkeiten) -kaum soziale Kontakte am Arbeitsplatz -entseelte Arbeit (Identifikation mit Produkt und Betrieb kaum möglich) -viele Arbeitsunfälle Für den Arbeitgeber: -Abhängigkeit von der korrekten Funktion der Maschine -hohe Investitionen in Maschinen -Unflexibilität -unzufriedene Arbeitnehmer -schlechtes Betriebsklima -hohe Krankheits- und Fluktuationsrate -viele Betriebsunfälle

Humanere Gestaltung der Arbeitsorganisation (bessere Motivation der Mitarbeiter, Steigerung der Produktivität)
a) Arbeitserweiterung (Job enlargement): mehrere gleichartige Teilarbeiten werden zusammengefasst
b) Arbeitsplatzwechsel (Job rotation): Arbeiter tauschen innerhalb eines Fertigungsabschnittes regelmäßig ihre Arbeitsplätze, Eintönigkeit wird unterbrochen
c) Arbeitsbereicherung (Job enrichment): einem Arbeiter werden verschiedenartige Teilarbeiten zugewiesen, die eine längere Ausbildung vorraussetzen
d) Teilautonome Arbeitsgruppen: Eine Arbeitsgruppe erledigt größere Teilaufgabe, Arbeitsplätze können getauscht werden, Arbeitstempo kann verändert werden
e) Autonome Arbeitsgruppen: Eine Arbeitsgruppe erledigt Gesamtaufgabe selbstständig, Team beteiligt sich am Einstellungsverfahren
f) Lean production (schlanke Produktion): verschmilzt alle Funktionen vom Top-Management über die Arbeiter bis zu den Zuliefern zu einem geschlossenen System, kann rasch und wirtschaftlich auf Änderungen von Konsumwünschen reagieren, viel sachliche und zeitliche Selbstständigkeit, übernimmt Entwicklung, Materialdisposition, Fertigung, Instandhaltung, Kalkulation, Verkaufsplanung, Mitarbeiter erkennen Sinn ihrer Arbeit und werden motiviert, jeder Mitarbeiter ist für Produkt und seine Qualität mitverantwortlich

Arbeitsinhalte Aufstiegs- chancen Betreibsklima Arbeitsum- gebung Arbeitsbedin- gungen Führungsstil Anspruchsvolle Tätigkeit Qualifizierungs-maßnahmen erhöhen/ver-bessern (Fort- und Weiterbildung Kommunikation verbessern z.B. über Betriebs-ausflüge Räumlichkeiten schöner gestalten (Blumen, Fotos, Musik Pausen-, Arbeits-zeitregelung Kooperativ statt autoritär Abwechslungs- reiche Tätigkeit Chancen auf bessere Stelle erweitern Gespräche zwischen Ge- Schäftsleitung und Belegschaft fördern gute Licht-verhältnisse reine Luft, wenig Lärm Gehalt Arbeitnehmer mit in Entscheidungen einbeziehen Job rotation Arbeitsschutz Job enlargement Arbeitssicherheit (techn. Geräte) Job enrichment Gruppenarbeit Dem Arbeit-nehmer mehr Verantwortung übertragen

Rationalisierungsmaßnahmen verändern Arbeitsplätze
-Tätigkeiten der Arbeiter werden von Fertigung auf Fertigungsplanung, Arbeitsvorbereitung, Vertrieb und Kundendienst verlagert -neue Arbeitsplätze verlangen Denkvermögen, Ideenreichtum, Phantasie -Arbeitsplätze mit eintönigen Teilarbeiten und einseitiger Beanspruchung fallen weg

Rente

Es gibt drei Säulen: gesetzliche Altersvorsorge, betriebliche Altersvorsorge, private Altersvorsorge

Gesetzliche Rente

Sie basiert auf dem Solidarprinzip des Generationenvertrages. Die jetzigen Rentner bekommen ihre Renten aus den Beiträgen der heute Erwerbstätigen. Die Finanzierbarkeit unserer Renten ist also nicht abhängig von unserer eigenen Beitragszahlung, sondern vom Beitragsaufkommen späterer Generationen. Die gesetzlichen Rentenkassen werden immer stärker strapaziert. Das Gleichgewicht zwischen Ein- und Auszahlungen ist nicht mehr vorhanden. Für immer mehr Rentner steht in Zukunft immer weniger Geld zur Verfügung. Zur Zeit finanzieren etwa zwei Berufstätige mit ihren Beiträgen einen Rentner.

Rentenreform: Am 26.1.2001 hat der Bundestag die Rentenreform beschlossen. Neben der staatlichen Rente ist nun die Voraussetzung für eine private, kapitalgedeckte Rente geschaffen. Das Rentenniveau wird von 70 % auf 67 % im Jahre 2030 abgesenkt. Außerdem werden die Beitragssätze zur gesetzlichen Rentenversicherung auf maximal 22 % begrenzt. Außerdem kann nun ein staatlich gefördertes, privat oder betrieblich kapitalgedecktes Altersvorsorgevermögen aufgebaut werden.

Betriebliche Rente

Sie ist eine wichtige Säule der Altersversorgung. Es handelt sich um eine freiwillige Zusatzleistung des AG, indem der AN Gehaltszulagen oder Teile des Gehaltes in Form einer Altersversorgung erhält. Eine BAV bieten vor allem große Unternehmen an. Die Zusage vom AG zur Zahlung einer Betriebsrente ist bindend. Sie kann bei schlechter Wirtschaftslage nicht gestrichen werden. Es ist jedoch möglich, dass für Neueinsteiger keine Betriebsrente mehr zugesagt wird.
Durch Gehaltsumwandlung kann der AN sich an den Aufwendungen zur BAV beteiligen. Ab dem 01.01.2002 besteht ein Rechtsanspruch darauf. Dabei behält der AG Teile des Gehalts ein und legt diese steuervergünstigt an. Die Beitragshöhe und die Sparform wird vom AN bestimmt. Der AN hat mit der neuen Rente erstmals beim Aufbau einer zusätzlichen Eigenvorsorge Anspruch auf staatliche Unterstützung. Gefördert werden alle Pflichtmitglieder und deren Ehepartner.
Es gibt vier verschiedene Modelle: Direktversicherung, Pensionskasse, Direktzusage, Unterstützungskasse.

Private Rente

Sie basiert auf der klassischen Rente. Die Höhe der regelmäßigen Zahlungen hängt davon ab, wie lange der Versicherte in die RV einzahlt und wie hoch die eingezahlten Beiträge sind. Da es keinen Todesfallschutz gibt, werden bei einer privaten RV keine Gesundheitsfragen gestellt.
Seit langem bekannt ist die Lebensversicherung. Dabei werden über einen fest definierten Zeitraum Beiträge geleistet, die zum Ablauf der Versicherung plus Dividenden und Zinsen ausgezahlt werden. Sie bildet somit ein Polster für die Rentenzeit. Im Todesfall bekommen die Erben die Versicherung ausgezahlt.

Riesterrente

Sie ist ein staatlicher Zuschuss, welcher die Bevölkerung zur privaten Vorsorge anregen soll. Alle Personen, die die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen RV zahlen, haben Anspruch, auch Eltern während der dreijährigen Kindererziehung. Selbstständige, Rechtsanwälte, Ärzte, Journalisten, Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst sind ausgeschlossen. Für die Riesterrente kann man mit Rentenversicherungen, Fonds und Bausparplänen sparen. Auch die Betriebsrente wird gefördert, wenn das Geld in eine Direktversicherung, einen Pensionsfond oder eine Pensionskasse eingezahlt wird.
Bei der Riesterrente muss man sich das Geld als Rente auszahlen lassen. Man kann den Vertrag nicht abtreten oder verpfänden.

Arbeitszeitmodelle

Bei der Gestaltung der Arbeitszeit geht man von den Regelungen auf tariflicher Ebene, auf der Ebene der Betriebsvereinbarungen sowie auf der Ebene der individuellen Arbeitsverträge aus. Der Mittelpunkt der Flexibilisierung der Arbeitszeit ist die Verteilung der Arbeitszeit in Abhängigkeit vom Arbeitsanfall. Die zentralen Fragen dabei sind der Ausgleichszeitraum und die Dispositionsmöglichkeiten.
56 % der Betriebe der deutschen Investitionsindustrie haben flexible Arbeitszeitkonzepte verwirklicht. 35 % haben ein Modell, nach dem Zeitguthaben zum Monatsende abgebaut werden müssen. 33 % praktizieren ein Konzept, das einen Ausgleichszeitraum von einem Jahr vorsieht. Nur 1 % der Betriebe hat ein Ausgleichsmodell auf Basis der Lebensarbeitszeit. Einige Betriebe haben mehrere Modelle parallel laufen. Da in vielen Betrieben die Modelle noch nicht flächendeckend angeboten werden oder sich noch in der Pilotphase befinden, gilt nur in 30 % der Betrieben solch ein Modell für alle Mitarbeiter.
In welchem Umfang in den Betrieben flexible Arbeitszeitmodelle verwirklicht sind, hängt davon ab, ob sie primär ihre Kosten senken wollen, die Qualität ihrer Produkte steigern wollen, ihre Produktpalette erweitern wollten oder durch schnelle und flexible Lieferungen Kunden gewinnen wollen.

Halbtagsarbeit: Sie ist nach wie vor das bekannteste Teilzeitmodell. Die individuelle Arbeitszeit wird auf die Hälfte reduziert. Die Lage der Arbeitszeit ist i. d. R. vormittags oder nachmittags an fünf Tagen in der Woche. Voraussetzungen für diese Form sind ein Stellenzuschnitt mit etwa der Hälfte des Arbeitsaufkommens bzw. eine Stellenbesetzung mit zwei Halbtagskräften und eine gut funktionierende Kommunikation und Übergabe. Vorteil für die AN: höheres Konzentrationsvermögen aufgrund der kürzeren Arbeitszeit.

Telearbeit: Mitarbeiter stehen in einem festen Angestelltenverhältnis, erledigen jedoch zumindest einen Teil ihrer Arbeit vom heimischen Arbeitsplatz aus. Dabei nutzen sie Kommunikationsmittel wie Computer, Fax und Telefon. Inhalte, Ziele und Terminvorgaben erfolgen in Absprache mit dem Betrieb oder im Team. Voraussetzung hierfür ist Selbstdisziplin des Mitarbeiters, gute Kommunikationsfähigkeit, ergebnisorientiertes Führen und das Einrichten eines geeigneten Arbeitsplatzes zu Hause. Vorteil für die AN: freie Gestaltung der Arbeitszeit. Nachteil für die AN: mangelnde Einbindung in das Unternehmen.

Tarifverhandlungen

Tarifvertrag

Ein Tarifvertrag ist ein Kollektivvertrag zwischen den Tarifpartnern. Er legt die Arbeitsbedingungen für ganze Berufsgruppen eines Wirtschaftszweiges einheitlich fest.

Tarifverträge regeln die Mindestbedingungen der Arbeitsverhältnisse. (Lohn, Gehalt, Ausbildungsvergütung, wöchentliche Arbeitszeit, Urlaub und Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Kündigungsfristen)

Tarifverträge regeln die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien. Die Rechtsnormen des Tarifvertrag haben eine zwingende Wirkung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer dürfen von den Normen nicht zum Nachteil des Beschäftigten abweichen (Unabdingbarkeit).

Tarifautonomie

In Deutschland handeln Gewerkschaften und Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen eigenverantwortlich untereinander aus. Der Staat darf sich nicht einmischen. Diese Tarifautonomie ist durch das GG im Art. 9 Abs. 3 geschützt. Die rechtlichen Grundlagen für Tarifverträge sind im Tarifvertragsgesetz festgelegt.

Tarifvertragsarten

werden unterschieden nach:

Tarifpartnern (Firmen- oder Haustarife und Verbandstarife)

dem räumlichen Geltungsbereich (Werks-, Orts-, Bezirks-, Landes- und Bundestarife)

dem Inhalt (Manteltarife: enthalten allgemeine Arbeitsbedingungen, die für längere Zeit gleich bleiben (Arbeitszeit, Mehrarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit, Urlaub, Kündigungsfristen, Weiterbildung); Lohn- und Gehaltstarife (enthalten den Gruppenplan und die Gehaltssätze für die einzelnen Gehaltsgruppen); Arbeitszeittarife (regeln die täglichen und wöchentlichen Arbeitszeiten der Arbeitnehmer))

Insgesamt gelten hierzulande zur Zeit über 50.000 Tarifverträge. Jährlich werden zwischen 6000 und 7000 von ihnen erneuert. Lohn- und Gehaltstarifverträge in der Regel alle 1 bis 2 Jahre, Rahmen- und Manteltarifverträge in größeren Abständen.

Nutzen von Tarifverträgen

Tarifverträge regeln den Arbeitsmarkt, indem sie als Kollektivverträge verbindliche Vorgaben für die individuellen Arbeitsverträge machen. Sie greifen dadurch in die Marktbeziehungen zw. Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein. Der Preis für die Arbeit wird auf diese Weise der möglichen Konkurrenz der Arbeitnehmer untereinander zumindest teilweise entzogen. Also erfüllen sie eine Schutzfunktionen für die abhängig Beschäftigten.

Außerdem:

Verteilungsfunktion (Tarifverträge sorgen dafür, dass die Arbeitnehmer an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben)

Gestaltungsfunktion (ermöglichen den Arbeitnehmer eine Beteiligung an der autonomen Regelung der Arbeitsbedingungen. )

Kartellfunktion (Tarifverträge schaffen einheitliche Wettbewerbsbedingungen bei den Arbeitskosten)

Friedens- und Ordnungsfunktion (während der Laufzeit der Verträge besteht Friedenspflicht; die Unternehmen erhalten durch die Verträge eine gesicherte Planungs- und Kalkulationsgrundlage)

Koordinierungsfunktion (Bei Verbands- oder Flächentarifverträgen: der Konflikt um Löhne und Arbeitszeiten wird von den Betrieben ferngehalten und auf die Verbände verlagert)

Entlastungsfunktion (Aus Sicht des Staates: kann sich auf eine Schlichterrolle bei schweren Tarifkonflikten zurückziehen)

Nachwirkungen von Tarifverträgen

Bestimmungen des alten Tarifvertrags bleiben auf jeden Fall so lange gültig, bis ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen ist.

Anspruch haben ausschließlich Mitglieder der vertragsschließenden Gewerkschaften im jeweiligen Tarifbereich

Nicht-Gewerkschaftsmitglieder erhalten in einem tarifgebundenen Unternehmen in der Regel ebenfalls die Tarifleistungen, weil kein Arbeitgeber sie durch schlechtere Arbeits- und Einkommensbedingungen zum Gewerkschafts-Beitritt veranlassen möchte. Sie profitieren damit als "Trittbrettfahrer" von den Ergebnissen gewerkschaftlicher Tarifpolitik. Einen Rechtsanspruch haben sie nicht, außer im individuellen Arbeitsvertrag wird ausdrücklich auf die Tarifverträge Bezug genommen.
Grundsätzlich gelten Tarifverträge nur für Arbeitgeber, die in einem Arbeitgeber-Verband sind, und Arbeitnehmer, die einer Gewerkschaft angehören, außer es ist ein Firmentarifvertrag.

Der Tarifausschuss kann beim Bundesarbeitsminister Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklären. Dann sind sie für alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber der Branche bindend. Durch Allgemeinverbindlichkeit soll Schmutzkonkurrenz zwischen Unternehmen zulasten der Arbeitnehmer verhindert werden.

Glossar:

Allgemeinverbind- Tarifverträge können vom Bundes-Arbeitsminister im lichkeit: Einvernehmen mit dem Tarifausschuss für allgemeinverbindlich erklärt werden, d. h. sie erlangen Gültigkeit auch für alle nicht tarifgebundenen Arbeitgeber und Beschäftigten des tariflichen Geltungsbereichs.

Arbeitszeit- regelt die täglichen und wöchentlichen Arbeitszeiten der tarifvertrag: Arbeitnehmer, sofern sie nicht schon im Rahmentarifvertrag vereinbart sind.

Aussperrung: Gegenmaßnahme der Arbeitgeber, um auf einen Streik der Arbeitnehmer zu reagieren. Dabei werden oft mehr Beschäftigte ausgesperrt, als am Streik beteiligt sind. Mit der Aussperrung sollen möglichst viele Arbeitnehmer-Haushalte in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht werden. Die Arbeitgeber wollen so die Übermacht in den Tarifverhandlungen erlangen.

Branchen- Tarifvertrag zwischen einem Arbeitgeber-Verband und einer tarifvertrag: Gewerkschaft für einen Wirtschaftszweig

Firmen- auch Haustarifvertrag genannt, wird zwischen Gewerkschaften tarifvertrag: und einzelnen Unternehmen abgeschlossen

Flächen- Tarifvertrag zwischen einem Arbeitgeber-Verband und einer tarifvertrag: Gewerkschaft für einen bestimmten räumlichen Geltungsbereich eines Wirtschaftszweiges

Friedenspflicht: die mit einem Tarifvertrag verbundene Pflicht, während seiner Laufzeit keinen Streik zu seiner Verbesserung durchzuführen

Lohn- / Gehalts- enthält den Gruppenplan, in dem die Arbeitnehmer nach ihrer tarifvertrag: Vorbildung oder nach dem Schwierigkeitsgrad ihrer Arbeitsaufgabe in verschiedene Lohn- und Gehaltsgruppen eingeteilt sind; enthält außerdem die Gehaltssätze für die einzelnen Gehaltsgruppen. Beim Gehaltstarifvertrag wird ein Grundgehalt vereinbart, das Grundlage für Zu- und Abschläge nach Gehaltsgruppen, Arbeitswerten oder Lebensjahren ist

Manteltarifvertrag: enthält allgemeine Arbeitsbedingungen, die für längere Zeit gleich bleiben (Arbeitszeit, Mehrarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit, Urlaub, Kündigungsfristen, Weiterbildung, u. a.)

Schlichtung: tariflich geregeltes Verfahren zur Einigung bei streitigen Tarifverhandlungen. Die Schlichtung kann nach dem Scheitern der Verhandlungen der Verhandlungen von jeder der beteiligten Tarifparteien angerufen werden. Die Schlichtungskommission setzt sich paritätisch aus Vertretern der Tarifparteien und einem oder zwei unparteiischen Vorsitzenden zusammen. Eine Zwangsschlichtung besteht nicht, das Ergebnis der Schlichtung muss also nicht angenommen werden.

Streik: Arbeitsniederlegung zur Durchsetzung tariflich regelbarer Ziele

Tarifautonomie: Recht von Gewerkschaften und Arbeitgeber / Arbeitgeber-Verbänden, die Arbeits- und Einkommensbedingungen ohne staatliche oder sonstige Eingriffe in freien Tarifverhandlungen festzulegen

Tarifbindung: tarifgebunden sind die Mitglieder der Tarifvertrags-Parteien und der Arbeitgeber. Eine Tarifbindung nicht tarifgebundener Arbeitgeber kann durch die Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen erreicht werden

Tarifvertrag: schriftlicher Vertrag zwischen einem Arbeitgeber / Arbeitgeber-Verband und einer Gewerkschaft. Er regelt die Rechte und Pflichten der Tarifvertrags-Parteien und enthält Rechtsnormen über Inhalt, Abschluss und Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer dürfen von den Tarifnormen nicht zum Nachteil der Arbeitnehmer abweichen.

Tarifvertragsgesetz: regelt in 13 Paragrafen die formalen Grundlagen des Tarifsystems

Unabdingbarkeit: bezeichnet die unmittelbare und zwingende Wirkung von Tarifvertrags-Normen, die nicht zum Nachteil der Arbeitnehmer unterschritten werden dürfen

Urabstimmung: dient der Befragung der Gewerkschaftsmitglieder vor einem Arbeitskampf. Eine Zustimmung von 75 % der Mitglieder ist Voraussetzung für einen Streik

Verbands- Tarifvertrag zwischen einer Gewerkschaft und einem tarifvertrag: Arbeitgeber-Verband für einen bestimmten Tarifbereich

Konjunkturbewegung

(waagerechte Linie ist falsch --> müsste schräg nach oben gehen --> wirtschaftliche Entwicklung geht trotzdem Phasen bergauf)

1.

Arbeiter werden eingestellt, Betriebe erweitert, Investitionen getätigt -> Arbeitslosigkeit geht zurück -> Arbeiter werden gesucht -> Löhne steigen

Nachfrage größer als Angebot -> Preise steigen (stört keinen -> alle verdienen mehr)

mehr Geld wird gebraucht -> Aktien steigen

Nachfrage > Angebot

2.

bestenfalls Vollbeschäftigung (alle, die arbeiten könne und wollen haben Arbeit)

Produktion auf Höchststand -> fast Angebot + Nachfrage Gleichgewicht

Preise, Löhne, Aktienkurse, Investitionen auf Höchststand

(- Arbeiter werden von Firmen abgeworben o. kommen aus Ausland)

Deflation möglich

3.

Produktion und Absatz gehen zurück

Lohnkürzungen und Entlassungen -> Kaufkraft sinkt

Produktion geht zurück

Preise gehen zurück

niedrige Kaufkraft -> wieder mehr Betriebe werden geschlossen

Aktienkurse fallen

Angebot > Nachfrage

4.

Massenarbeitslosigkeit

Kaufkraft, Löhne, Aktienkurse auf Tiefpunkt

Produktion stillgelegt

Inflation ist möglich

--> Irgendwann wieder Aufschwung

Was ist der Markt? Ort, an dem Angebot und Nachfrage aufeinander treffen.

Reine Markwirtschaft (vorallem in der Franz. Revolution im 19. Jh.);

Vorteile:

wirtschaftliche Entscheidungsfrieheit als Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen

hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

Nachteile:

egoistisches Verhalten kann zu sozialer Rücksichtslosigkeit führen

sich selbst überlassene Markwirtschaft tendiert zur Wirtschaftskrise

Probleme der Allgemeinheit - z.B. Umweltschutz (siehe Kyoto) - werden vernachlässigt

ungezügelter Konkurenzkampf -> enventuell Beendigung der Marktwirtschaft durch wirtschaftl. Konzentration (große Firmen kaufen kleinere -> Monopole)

Ludwig Erhard
Soziale Marktwirtschaft = 1948;

nach Krieg:

Zonen schlossen sich im Westen zusammen -> Trizone: franz. , engl. , amerik. (1957)

Marshall-Plan: Amerika gibt Kredit zum Wiederaufbau von Europa

Hilfprogramm bis 1952 -> 1,4 Mrd. Dollar!

Inflation - viel Geld aber wenig Waren

-> Hitler druckte 6-mal soviel Geld wie normalerweise

-> Schwarzmarkt: 1 Zentner Kartoffeln für 15 Zentner Kohle

Leute fuhren auf's Land und tauschten Sachen

1kg Zucker 70M
1 Pfund Brot 100M
1/2 Pfund Butter 250M

Magelware: Nadeln, Nägel, Schrauben
Tauschmaterialien: Lampenschirme, Aschenbecher, Knöpfe, ZIGARRETTEN

Arbeiter wurden mit Naturalien bezahlt

Essen: pro Person 2 Scheiben Brot, Marmelade, 1 Kelle Milchsuppe, 2 kleine Kartoffeln

Löhne unter Wert von 1939

nur wer Arbeit hatte, bekam Lebensmittelkarte!

47 -> 38h/Woche -> Arbeitszeitverlängerung

20. 6. '48 -> Amis machen im Westen Währungsreform -> DM

Kopfquote: pro Person 40DM 10:1, 2 Mon. Später nochmal 20DM

anderes Geld auf Konten

Altgeldanmeldung -> nur eine Woche

nur Geld mit Herkunftsnachweis! -> schlecht nach Schwarzmarkt

-> nur Geldkarte umgetauscht, keine Sachwerte -> Deutsche hatten jetzt Geld, was Wert behält (Dollar orientiert)

plötzlich gab es Waren in den Geschäften -> Wirtschaftswunder

-> Händler verkaufen wieder ihre Waren

Wirtschaftswunder

4 Wellen:

1. Fresswelle -> Deutschen aßen sich satt + kaufen mehr lebensmittel als alles andere
2. Kleiderwelle -> Ansprüche an Sachen steigem
3. Möbelwelle + Bauwelle -> man konnte wieder bauen u. Möbel kaufen + Gardinen an Fenster hängen
4. Autowelle + Reisewelle -> Volkswagen war gut + billig -> ab nach Italien, Spanien etc.

- Löhne steigen: 1960 -> 0,7% Arbeitslosigkeit!!!
schon Ende 50iger -> abwerten begann mit höheren Löhnen, Wohnungen u. alle 2 Jahre neues Auto zu Produktionspreisen -> nach 2 Jahren für mehr Geld verkauft

-> danach erste Krise 3% Arbeitslosigkeit ;-)

Wechselkurse

flexible Wechselkurse:

  • hängen von Angebot und Nachfrage an der Börse ab
  • Vorteil: der Kurs spiegelt die wahren Tauschverhältnisse zwischen zwei Ländern wider; Zentralbank muss sich nicht auf Interventionen konzentrieren, sondern kann ihr Instrumentarium zur Sicherung der binnenwirtschaftlichen Stabilität einsetzen
  • Nachteil: mögliche Kursänderungen zwischen Abschluss eines Kaufvertrages und dessen Bezahlung; Regierungen schrecken vor restriktiven Maßnahmen zurück aus Angst, für Arbeitslosigkeit verantwortlich gemacht zu werden, Inflationstendenzen nehmen dadurch zu, Gefahr von starken Kursschwankungen

feste Wechselkurse:

  • werden von Staaten oder deren Notenbanken festgelegt
  • Vorteil: Wirtschaft hat verlässliche Daten für Kalkulation im internationalen Handel
  • Nachteil: Wirtschaft kann sich nicht an unterschiedliche Entwicklungen anpassen; es kommt zu Währungsspekulationen und zu einem Schwarzmarkt für Devisen

Veränderungen der Wechselkurse:

  • Aufwertung: Außenwert erhöht sich, Wechselkurs sinkt, Folgen: Exportrückgang (unsere Erzeugnisse werden für Ausländer teurer), Importsteigerung (ausländische Erzeugnisse werden für uns billiger), Tourismussteigerung (ausländische Währung ist günstiger), Arbeitsplätze sind gefährdet, Preisrückgang (Inflation wird gebremst), Kapitalexport nimmt zu (Investitionen im Ausland werden günstiger); Problem: Exportindustrie und Arbeitnehmer sind dagegen
  • Abwertung: Außenwert sinkt, Wechselkurs erhöht sich, Folgen: Exportsteigerung (unsere Erzeugnisse werden für Ausländer billiger), Importrückgang (ausländische Erzeugnisse werden für uns teurer), Tourismusrückgang (ausländische Währung ist teurer), Kapitalimport nimmt zu (Ausländer investieren eher bei uns), Arbeitsplätze steigen, Preise steigen; Problem: wenn wenig Exporte an schlechtem Warenangebot liegen, bringt Abwertung keine Entlastung, sondern Erschwerung der binnenwirtschaftlichen Lage durch Import-Verteuerung

Inflation

  • Abwertung einer Währung (Geldwert sinkt, Geldmenge wächst schneller als Gütermenge, es wird mehr exportiert)
  • Ursachen: Konjunkturboom führt zu verstärkter Nachfrage von privaten Haushalten wegen Einkommenssteigerungen, Unternehmen fragen Investitionsgüter zur Kapazitätserweiterung im Ausland nach, da sie im Inland nicht verfügbar sind, Staat kann durch mehr Steuereinnahmen mehr ausgeben, Kostenanstieg ' führt alles zu Preissteigerungen
  • geringe Inflation ist gut für die Wirtschaft
  • starke Inflation führt zu Kapitalfehlleitungen (starke Nachfrage nach Sachwerten führt zu Boom auf Immobilienmärkten, wenn die Inflationsrate sinkt, will niemand die Bauobjekte haben), unerwünschten Umverteilungen von Einkommen und Kapital (Sparer verlieren Vermögen, Schuldner haben Zinsgewinn) und Vertrauensschwund
  • Möglichkeiten, die Inflation zu bremsen: Verringerung der Staatsausgaben, Hochzinspolitik zur Bremsung der Kreditaufnahme, Senken der Verbrauchernachfrage, Erhöhung des Wettbewerbs

Deflation: Aufwertung einer Währung (Geldwert steigt, Gütermenge wächst schneller als Geldmenge, es wird weniger exportiert)

Außenwert: diejenige Menge ausländischer Währung, die man für eine Einheit der inländischen Währung erhält. Steigt bei einer Aufwertung, sinkt bei einer Abwertung.

Parität: Gleichgewicht, Gleichwertigkeit, Vergleichswert der Währungseinheiten zweier Länder

Bandbreite: Bereich zwischen dem oberen und unteren Interventionspunkt

oberer Interventionspunkt: obere Begrenzung der Bandbreite. Beim Erreichen des oberen Interventionspunktes greift die jeweilige Notenbank mit Stützungsverkäufen ein (Verkauf von Devisen um Devisenknappheit entgegenzuwirken und Wechselkurs sinken zu lassen), sie interveniert.

unterer Interventionspunkt: untere Begrenzung der Bandbreite. Beim Erreichen des unteren Interventionspunktes greift die Notenbank mit Stützungskäufen ein (Ankauf von Devisen um Devisenüberfluss entgegenzuwirken und Wechselkurs steigen zu lassen), sie interveniert.

Briefkurs: Angebots- oder Verkaufskurs

Geldkurs: Nachfrage- oder Ankaufskurs

Devisen: Zahlungsanweisungen in fremder Währung, also Schecks, Wechsel und telegrafische Anweisung auf Auszahlung, im internationalen Handel üblich

Sorten: ausländische Banknoten und Münzen, im Reiseverkehr üblich

Export: führt zu Angebot an ausländischer Währung

Import: führt zu Nachfrage an ausländischer Währung

Floating: freier Wechselkurs, der ohne jeglichen Eingriff gebildet wird

schmutziges Floating: Zwischenraum zwischen festen und flexiblen Wechselkursen


Date: 2016-04-22; view: 99


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