Home Random Page


CATEGORIES:

BiologyChemistryConstructionCultureEcologyEconomyElectronicsFinanceGeographyHistoryInformaticsLawMathematicsMechanicsMedicineOtherPedagogyPhilosophyPhysicsPolicyPsychologySociologySportTourism






Zur Bestimmung der WB.

Das Wort als sprachliches Zeichen ist bilateral, d.h. es hat 2 Seiten( Form und Bedeutung), die eine dialektische Einheit bilden. Jedes Wort ist eine Kombination von Formativ (Lautform) und Bedeutung (Inhalt). Die WB (anders Semantik des W, Wortinhalt) ist einer der Zentralbegriffe der Sprachwissenschaft. Es gibt viele Versuche den Begriff „Bedeutung“ zu bestimmen. Schon 1927 hat der engl. Forscher Ogden Richards in „The meaning of meaning“ etwa 16 Gruppen von Bestimmungen des Begriffs „Bedeutung“ zusammengestellt. Diese terminalogische Vielfalt hat einige Ursachen:

a) B-g ist nicht nur ein linguistisches Problem. Es wird mit anderen Wissenszweigen wie Philosophie, Psychologie, Logik u.a. behandelt.

b) Die Vielfalt der Herangehen an die Definition der Wortb-g ist auch mit Polyfunktionalität des W. selbst verbunden. (Nominative, signifikative, kommunikative, kognitive, pragmatische).

Im Bezug auf seine Funktionen in der Sprache ist das W. universal und unikal. Der funktionale Bereich des W. ist so groß, dass es von einem Morphem bis zum Satz reicht [Feuer!]. Es gibt wirklich objektive Ursachen, die eine große Zahl der B-gsdefinitionen bedingen, sowie verschiedener Forschungsrichtungen, die nach Bestimmung des ling. Begriffsbedeutung suchen. Traditionell wird die WB folgenderweise bestimmt:

- Die mit einem Lautkörper verbundener Wiederspiegelung eines Gegenstandes oder Begriffs im Bewusstsein der Angehörigen einer Sprachgemeinschaft.

Diese Betrachtungsweise, die man als logische Einstellung zur WB bezeichnet, erfasst das W. in seiner zweifachen Beziehungs??? :

1) Vorstellung vom Gegenstand

2) Begriff vom diesem

Schema (Gegenstand, Lautform, Begriff)

Die beiden wichtigsten Funktionen des W. (nominative und verallgemeinende) hat einer der Begründer moderner Zeichentheorie Georg Frege in seinem semantischen Dreieck dargestellt. Nach Georg Frege ist das W. so organisiert, dass sein Lautkörper die Vorstellung vom Gegenstand bezeichnet und der Begriff von ihm ausdrückt. Die Beziehung der Vorstellung vom Gegenstand zum Begriff ist außersprachlich, sie gehört zu dem Bereich Gnosiologie (Erkenntnistheorie).

Das Wesentliche in der Theorie besteht in folgenden:

B-gen sprachlicher Zeichnungen haben eine objektive Existenz. Sie sind gesellschaftliche Natur. Im WS existieren sie unabhängig vom sprechenden Subjekt und können auch relativ autonom beschrieben werden.

Nach der Meinung von Stepanowa und Tschernischowa ist die WB „ein gesellschaftlich determiniertes interindividuelles Abbild der Merkmalstruktur, eine Erscheinung der objektiven Realität“. Innerhalb der zeichentheoretischen Bedeutungskonzeption gibt es weitere Bedeutungsbetrachtungen, die sich wesentlich voneinander unterscheiden: referenzielle Bedeutungsauffassungen – B-g ist das, was bezeichnet wird; - wofür ein Formativ gebraucht wird, wodurch ein W symbolisiert wird. Relationäle Bedeutungsauffassung: B-g ist Beziehung, die eine Sprache zwischen Formativen und Bewusstseinsinhalten, die Sprecher und Hörer mit dem Zeichenformativ verbindet, regelmäßig herstellt.

 


Date: 2016-03-03; view: 101


<== previous page | next page ==>
Vorspann/ Ankündigung | Die Entwicklung der wissenschaftlichen Grammatik der deutschen Sprache am Anfang des 19. Jhs. 1 page
doclecture.net - lectures - 2014-2017 year. (0.012 sec.)