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Regierung und Parlament

Der Bundesrat übt die exekutive Gewalt aus. Er besteht aus sieben Mitgliedern, die von der Vereinigten Bundesversamm­lung alle vier Jahre gewählt werden. Der Bundesrat führt die sieben Departemente (Ministerien), sorgt für den Vollzug der Bundesgesetze, erarbeitet neue und verhandelt mit dem Aus­land.

Die Funktion des Staatsoberhaupts wird vom Gesamtbundes­rat gemeinsam wahrgenommen. Nach dem Rotationsprinzip wird eines der sieben Bundesratsmitglieder jeweils für ein Jahr zum Bundespräsidenten bzw. zur Bundespräsidentin ernannt. Der Bundesrat wird bei der Erledigung seiner Geschäfte von der Bundeskanzlei unterstützt und beraten.

Die vier grössten politischen Parteien des Landes sind im Bun­desrat gemäss dem Konkordanzprinzip vertreten.

Die Bundesversammlung übt die legislative Gewalt aus. Sie be­steht aus zwei gleichberechtigten Kammern, die getrennt tagen:

- Der Nationalrat vertritt das Volk und besteht aus 200 Mit­gliedern. Jeder Kanton wählt proportional zur Bevölkerungs­grösse eine Zahl von Abgeordneten.

- Der Ständerat ist die Kammer der Kantone. Jeder Kanton stellt zwei Vertreter - bzw. einen im Fall der Halbkantone. Insgesamt hat der Ständerat 46 Mitglieder.

Das Parlament wird alle vier Jahre gewählt. Es handelt sich um ein Milizparlament, das heisst, die Mitglieder üben diese Funktion nicht hauptberuflich aus.

 

Politische Parteien im Parlament

Verteilung der 246 Sitze unter 12 Parteien

 

Aussenpolitik

Sowohl wirtschaftlich als auch politisch unterhält die Schweiz enge Beziehungen mit der ganzen Welt. Sie ist Mitglied zahlrei­cher internationaler Organisationen: 1960 gehörte die Schweiz zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Freihandels­gemeinschaft (EFTA); 1963 trat sie dem Europarat bei, 1975 der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Zudem ist sie Mitglied der Organisation für wirtschaft­liche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). 1992 trat sie den Bretton-Woods-Organisationen bei. Seit 1992 engagiert sich die Schweiz aktiv in der Weltbank und im Internationalen Währungsfonds (IWF).

2002 wurde die Schweiz 190. Mitgliedsstaat der Organisation der Vereinten Nationen (UNO), bereits zuvor spielte sie eine sehr aktive Rolle in verschiedenen UNO-Spezialorganisati- onen. Zahlreiche bilaterale Verträge verbinden die Schweiz mit anderen Staaten. Die Grundlage für die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union bilden bilaterale Sek­torabkommen: die Bilateralen Abkommen I (1999) und die Bi­lateralen Abkommen II (2004).

Mit ihrer Aussenpolitik verfolgt die Schweiz folgende Ziele:

- Förderung des friedlichen Zusammenlebens der Völker

- Förderung und Achtung der Menschenrechte

- Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen

- Wahrung der Interessen der schweizerischen Wirtschaft im Ausland



- Linderung von Not und Armut in der Welt

Neutralität und humanitäre Tradition

Die Schweiz ist ein neutraler Staat. Sie ist Depositarstaat der Genfer Konventionen, die Rechte und Pflichten von Kriegspar­teien regeln und die Zivilbevölkerung und Soldaten schützen. Die Konventionen gehen auf Vorschläge des Schweizers Henri Dunant zurück, der 1863 das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) gründete, das seinen Sitz in Genf hat und diese Stadt so zur humanitären Welthauptstadt macht. Auch das europäische Büro der UNO befindet sich in Genf, wo heute rund 200 internationale Organisationen ansässig sind, davon über 150 internationale Missionen und Vertretungen.

Armee

Die Schweizer Armee ist eine Milizarmee: Der Militärdienst er­folgt nicht hauptberuflich, sondern parallel zu einer beruflichen Ausbildung oder einer Erwerbstätigkeit. Alle Schweizer Bürger zwischen 20 und 34 Jahren sind verpflichtet, Militärdienst zu leisten. Für Frauen ist der Militärdienst freiwillig.

 

www.admin.ch

www.ch.ch

www.parlament.ch

www.bk.admin.ch

 

Geschichte

Die Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden schliessen sich zu einem Bund zusammen und gründen damit die Schweizerische Eidgenossenschaft. Die anderen Kantone treten im Laufe der Jahrhunderte diesem Bund bei.

Gründung der ersten Schweizer Universität in Basel.

Beginn der Reformation in Zürich. Die Schweiz spaltet sich in zwei konfessionelle Glaubensrichtungen.

Westfälischer Friede mit der De-jure-Unabhängigkeit der Schweiz.

Einmarsch Napoleons in die Schweiz. Die Alte Eidgenossen­schaft geht unter.

Aus den alten Untertanengebieten entstehen neue Kantone, die der Helvetischen Republik beitreten.

Wiener Kongress. Anerkennung der inneren und äusseren Grenzen der Schweiz und ihrer Neutralität durch die europä­ischen Grossmächte.

Sonderbundskrieg. Die protestantischen Kantone gewinnen den Bürgerkrieg gegen die katholischen Kantone und beenden in der Folge deren separatistische Absichten.

Gründung der modernen Schweiz. Verabschiedung einer Bun­desverfassung, die auf einem Kompromiss beruht, der sowohl die Idee des Zentralstaats als auch die Autonomie der Kantone berücksichtigt.

Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Genf.

Einführung des fakultativen Referendums.

1874-1914

Die rasche Industrialisierung führt zum Bau eines besonders dichten Eisenbahnnetzes und des Gotthard- und Simplontun- nels, die als zwei bauliche Meisterleistungen gelten. Der Tou­rismus erlebt seinen Aufschwung.

Einführung der Volksinitiative.

Erster Weltkrieg: Mobilmachung und Grenzschutz. Inkrafttre­ten des Bundesgesetzes über die Kranken- und Unfallversi­cherung.

1918

Landesweiter Generalstreik.

Einführung des Proporzsystems für die Wahl des Nationalrats (Volkskammer).

Zweiter Weltkrieg: Mobilmachung in der Schweiz. Bewaffnete Neutralität und Bewahrung der Unabhängigkeit.

Einführung der Alters- und Hinterlassenenvorsorge (AHV).

Die Schweiz ist eines der Gründungsmitglieder der Europä­ischen Freihandelsassoziation (EFTA).

Beitritt zum Europarat. Die Schweiz wird 17. Mitgliedsstaat.

Einführung des Frauenstimmrechts auf Bundesebene.

Abschluss eines Freihandelsabkommens mit der Europäischen Gemeinschaft (EG).

Beitritt zur Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Schaffung des Kantons Jura. Der 26. Kanton der Schweiz, her­vorgegangen aus einem Teil des Kantons Bern.

Abschluss der Bilateralen Abkommen I zwischen der Schweiz und der Europäischen Union.

Inkrafttreten der neuen Bundesverfassung.

Beitritt der Schweiz zur Organisation der Vereinten Nationen (UNO). Die Schweiz wird 190. Mitgliedsland. Inkrafttreten der Bilateralen Abkommen I mit der Europäischen Union.

Abschluss der Abkommen von Schengen und Dublin im Rah­men des zweiten Pakets der Bilateralen Abkommen mit der Europäischen Union.

www.swissworld.org/de/geschichte

 

 

Wissenschaft

ln der wissenschaftlichen und technischen Forschung spielt

die Schweiz auf internationaler Ebene eine wichtige Rolle. Sie beherbergt zahlreiche Forschungsstätten mit Weltruf und bis heute wurden 20 Schweizer Wissenschaftler mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.


Date: 2015-12-17; view: 184


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